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Haynald 428
Freiherrn von Pratobevera's AuS<
tritte — in das Ministerium Schmerling
eingetreten war, wurde Dr. Hasner
zu Hein's Nachfolger als Präsident des
Hauses ernannt, welcher Ernennung mit
Merh. Entschließung vom 48. Juni
d. I . nach Genehmigung des Statutes
für den Unterrichtsrath jene zum Präsi.
denten desselben mit dem Range eines
Sectionschefs folgte.
Erinnerungen (Prager Unterhaltungsblatt.
40.) 1863, Bd. 85. S. 372 huit H.'s Porträt
von Max Mül ler) . — Sa te l l i t (Unter«
Haltungsblatt in Kronstadt. 4".) 1852, Nr. 9
l^ in einer Charakteristik der verschiedenen Pra-
ger Journale). — Prager Ze i tung 1863,
Nr. töo, t58. — Boheni ia (Prager Blatt,
4".) l863. Nr. 150 Beilage. 154, Nr. 176. —
Wiener Zei tung 1863. Nr. 137. S. 849
lseine Antrittsrede am 17. Juni 1863 als
Präsident des Abgeordnetenhauses). — Co in-
stitutionelle österreichische Zeitung
(Wien, Fol.) 1863. Nr. 299 u. 323.
"HüyNllld, Ludwig (Bischof von
Siebenbürgen, geb. zu Szäcsöny im
Neograder Comitate Ungarns 3. Octo«
ber 1813. Erhielt schon im Hause
seines wissenschaftlich gebildeten Vaters
eine sorgfältige Erziehung, in welcher
das Studium der Naturwissenschaften,
namentlich jenes der Botanik und der
Lepidopterologie, ein nicht unwesentliches
Element bildete. BiS zum Jahre i824
besuchte er die Elementarschule seines
Geburtsortes, spater in Waitzen und
Pesth das Gymnasium, bis ihn Primas
Cardinal von Rudnay in sein Gym»
nasium zu Gran aufnahm, worauf er
unter der Aegide dieses Kirchenfürsten
die philosophischen Studien zu Prehburg
und Tyrnau beendete. Nach deren Been.
düng kam er in das Pazmaneum nach
Wien, in welches für ungarische junge
Geistliche bestimmte Institut in der
Regel nur die besten Köpfe geschickt zu
werden pflegen. Im Frintaneum bei den Augustinern ebenda bereitete sich H. für
das theologische Doctorat vor und er«
hielt im Jahre 1840 an der Wiener
Hochschule diese Würde. Im Jahre 1841
kehrte H. nach Ungarn zurück und war
etwas über ein Jahr als Eaplan zuerst
in Pefth, dann in Ofen thätig; wurde
dann Professor der theologischen Ency-
klopadie in Gran und benutzte als solcher
die Ferien 1843 und 1846 zu größeren
Reisen in Deutschland, der Schweiz, in
Frankreich. Belgien und England. Nach
dem 1847 erfolgten Tode des Fürst«
Primas Kopacsy wurde H. Secretär
des Graner Generalvicariates. später
Kanzler des Graner Erzbisthums und
unter Einem k. k. Titular-Hoftaplan. Nach
Erhebung Scitovszky's auf den erz.
bischöflichen Stuhl zu Gran wurde Hay«
na ld erzbischöfl. Kanzleidirector und
am 9. September 1831 Coadjutor mit
Nachfolgerecht des Bischofs von Sie-
benbürgen Nikolaus von Ko v a cs. Am
43. August 1832 zum Weihbischof von
Hebron ernannt, begab er sich.
zur Ueber«
nähme des Coadjutoramtes nach Karls-
burg, als ihn der schon am 13. October
d. I . erfolgte Tod des Bischofs KovacS
auf den Thron des siebenbürgischen Bis«
thums sehte. Zwei Jahre später erfolgte
seine Ernennung zum wirklichen geheimen
Rathe. Als Kirchenfürst, Staatsmann
und Gelehrter nimmt H. eine hervor«
ragende Stelle im Kaiserstaate ein und
ist es namentlich seine politische Stellung,
in Folge welcher in Ungarn, wie in den
übrigen Kronländera des Kaiserstaates,
ja selbst im Auslande sich auf ihn die
Blicke richten. Zufolge seiner kirchlichen
Würde als Bischof von Siebenbürgen ist
er Mitglied des Oberhauses Magnaten«
tafel) des ungarischen Landtages und
nahm als solches an dem denkwürdigen
Landtage 1861 thätigen Antheil. Großes
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Volume 11
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Károlyi-Kiwisch
- Volume
- 11
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 498
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon