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220 Aömgsacker
L. l26!).- Nekrolog. — Auß?r obiam Ernst
Ioh, u. und Johann Paul König sind
nock mehrere dieses Namens erwähncnswerth:
1. Johann König (geb. im letzten Decen-
nium des l8. Jahrhunderts). Anfangs Wund-
arzt, widmete er sich später der Thierarzenci«
künde, erhielt ^818 die Stelle eines Correpeti«
tors an der Veterinäranstalt in Wien. wurde
l8>0 erster Thierarzt am Gestüte zu Mezöhe.
gyes in Ungarn und im Jahre 1824 Contu»
mazarzt. Er hat mehrere Fachschriften heraus-
gegeben . als: „Hilfsbuch zur Erlernung der
Anatomie für angehende Hufschmidc" (Wien
t820, mit^Ä. K.. 80.).- - „Ueber die Zähne
der Thiere und die Krankheiten derselben,
vorzüglich bei Pferden, Hunden, Schweinen
u. s. w." (ebd.^ 820. 8°.). In Kayser'S
^Nücher.Leriton" . wo ihm noch mehrere
Werke über das Forstwesen zugeschrieben
werden — vielleicht eine Verwechslung mit dem
landwirtschaftlichen Schriftsteller Johann
Paul K.. dessen 3ebcn6skiz;c oben mitgetheilt
wurde — erscheint er als Joseph K. sBio«
graphisch ' literarisches Lexikon der
Thierärzte, aller Zeiten und Länder, gesammelt
von G. W. Schröder, vervollständigt und
herausgegeben von Eduard Hering (Stutt«
gart 1863. Ebner und Seubert. gr. 8>>.)
S. 228, Nr. Wl9.^ — 2. Johann Baptist
König (geb. 1711. gest. zu Salzburg im
Jahre 5799). war Maler in Salzburg, von
dem im Privatbesitze ein Altarbild „Der H.
Joseph" und ein an die Wand gemaltes Bild
„Jesus mit der Samaritanerin am Brun«
nen" im Jahre !82l noch vorhanden waren.
König starb im Alter von 88 Jahren in
Armuth. sPil lwein (Venedict). Bioara«
phische Schilderungen oder Lerikon salzbur»
gischer, theils verstorbener, theils lebender
Künstler u. s. w. (Salzburg l82l.Mayr. kl. 8«.)
S. 116.) - 3. Joseph Gustach Könia
lgeb. zu Gratz 14. Jänner l?38, gest. ebenda
2i. December 1793). Sohn des Graher Stadt»
richters, der die Studien in Gratz und Wien
beendete, und in letzterer Stadt die juridische
Do'ctorwürde erlangte. In Grah, wohin er
zurückgekehrt die Advocatur ausübte, erwarb
er sich bald den Ruf eines ausgezeichneten
Rechtsgelchrten. Die Muße widmete er Ute«
rauschen Arbeiten, und seine poetischen Bei«
träge, denen „Laune, Witz, Naivität, über»
Haupt der Geist eines Martial" zugeschrieben
wird, befinoen sich in den von Kalchberg
^Bo. X, S. 379) herausgegebenen „Früchten
der vaterländischen Musen" lGrah <789 und ). Auch ließ er eine mctamorphosirte Ge-
schichte der Erschaffung der Welt drucken, die
aber nicht in das Publicum gekommen ist.
Er förderte nach seiner Weise die Kunst und
die Wissenschaft. Sein kleines Haustheater in
seinein Weingarten nächst Eggenbcrg blieb
nicht ohne Einfluß auf ein? edlere Geschmacks-
richtung; er besaß eine werihvolle Gemälde-
und Stufcnsammlung und eine reiche mit den
besten Werken der Literatur ausgestattete Bi»
bliothek, die nach seinem Tode um viele Tau»
sende verkauft wurde. Als er auf der Bahre
lag, traf seine Adelserhebung ein. Mink«
lern (Johann Vaptist von), Biographische
und literarischc Nachrichten von den Schrift«
stellern und Künstlern, welche in dem Herzog»
thumc Stcyrrmark geboren sind u. s. w. (Gratz
1610. Franz Ferstl. kl. 8".) S. W6. — H«.
nit sch (Michael). Biographien merkwürdiger
Männer der österreichischen Monarchie (Gratz
<8<>ö. Tanzcr, kl. 8".) Bdchn. I l , S. 50. —
Steiermärkische Zeitschrift. Redigirt
von Dr. G. F. Schreiner, Dr. Albert o.
Muchar. C. G. Ritter v. Leitner und
A. Schrötter (Gratz, 8«.) Neue Folge,
VI. Jahrgang (!84U). Heft I , S. lO3.) —
4. Seifried K ö n i g, aus Constanz, war um
das Jahr l48<) in Wien und bei dem Baue
des Stephansdomes beschäftigt. Aschischka
(Franz), Kunst und Alterthum in dem öster-
reichischen Kaiserstaatc (Wien l836, Friedr.
Bcck, gr, 8«.) S. 6 u. A70.1
Köuiger, auch Köninger, siehe: Kini-
gcr, Veit Md. XI, S. 27^.
Zu den dort angeführten Quellen ist noch hin«
zuzufügen: Schreiner (Gust. Dr.), Gräh
1843). S. 207.
Köliigsllcker, IosephGrafvon(Prie.
st er der frommen Schulen, geb. um das
Jahr l730, Todesjahr unbekannt, lebte
noch im Jahre 1804). Jüngster Sohn
des Grafen Joseph von K. auS
dessen Ehe mit Polyxena Anna
Freiin von Thavonat. Widmete sich
dem geistlichen Stande und trat in den
Orden der frommen Schulen, in welchem
er im Kollegium zu Szenhi, so lange
dasselbe bestand, die doppelte Buchhal«
tung lehrte. Er hat auch über sein Fach
und über Mathematik geschrieben, u. z.:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon