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Aönigsdrunn 223 Konigsegg
an der Mur war, hat die Stiftungen seiner
Vorfahren zu Gunsten armer Brucker Bürger
ansehnlich vermehrt und im Jahre 1683 mit
der auf eigene Kosten unterhaltenen Mann-
schaft den Paß Semmering gegen die Türken
standhaft vertheidigt. — 2. Georg's Neffe.
Johann Franz, der erste Freiherr von
Königsbrunn (geb. 18. Juli 1662, gest.
zu Mürzzuschlag 3. November 1739), errichtete
mit kaiserl. Privilegium im Jahre 4730 die
erste Blechfabrik in Steiermark und stiftete
im nämlichen Jahre zu Mürzzuschlag ein
Bürgerspital. — 3. Sein Enkel Johann
Sigismund (geb. 5. Juni 1721. gest. zu Ol-
mütz 28. August 1?93) trat. 21 Jahre alt, in
die kaiserliche Armee, in welcher er im In«
fanterie'Regimente Olivier Wallis mit Aus»
zeichnung und vielem Ruhme diente und.
72 Jahre alt, als General-Major starb. —
4. Seines Bruders Franz Saver Frei»
Herrn von K. ist schon in der besonderen Le>
bensskizze S. 222 gedacht worden. — 5. Ein
dritter Bruder der zwei vorgenannten, Ignaz
Vasilius Freiherr von K. (geb. l4, Jänner
1732, gest. 8. Jänner l?84), erhielt die Leitung
der beträchtlichen Eisengewerke der Familie,
welche später in sein Eigenthum übergingen
und durch seine Kenntnisse und Thätigkeit in
den blühendsten Zustand gebracht wurden. —
6. In jüngster Zeit hat sich Hermann Frei'
Herr von K. als Maler einen Namen gemacht
Geboren am 1. März 1823, Sohn des Franz
X. Freiherrn von K. lgest. 7. Jänner 1»43)
machte er mit Franz Ritter von Fried au
und mit Professor Schmarda die Reise nach
Ceylon mit, von welcher er mit einer reichen
Mappe von Zeichnungen, Skizzen, an Ort
und Stelle aufgenommenen Ansichten zurück»
kehrte. Im österreichischen Kunstoereinc waren
nur zwei Oeluilder von ihm ausgestellt, und
zwar im November 1860: „Vorhof eines
indischen Tempels mit dem heiligen Feigen»
bäume nebst einer Dagoba". und im Sep-
tember 1363: „Tank im nördlichen Ceylon",
beide ein bedeutendes Talent für die Land»
schaft beurkundend und letzteres von so rei-
zender und die Blicke fesselnder Mache. daß
es sich neben Iessing's „Huß vordem Schei ^
terhaufen", welches Bild in dcrsclken Monats«
ausstellung sich befand, zu behaupten ver«
mochte. sGothaisches genealogisches
Taschenbuch der freiherrl ichen Häuser
auf das Jahr 1848. S. 201 (geschichtliche !
Uebersicht der Familie); auf das Jahr 1857.
3. 385 (über die Abstammung der Linien). — Schmutz (Carl). Historisch-topographischet
Fexikon von Steyermark (Gratz 1822. Andr.
Kienreich. 8s.)TheilII, S. 23t. — Kneschke
(Ernst Heinrich Prof. Di-.), Neues deutsches
Adels'Lexikon (Leipzig. FrieZr. Voigt. 8«.)
Bd. V, S. 193. — Wißgr i l l (Franz Karl)
Schauplatz des landsässigen Nieder «Oester»
reichischen Adels vom Herren» und Ritter»
Stande (Wien. 4«.) Bd. V, S. 238.) —
Wappen. Geuierteter Schild. 1: in Gold cin
mit goldener Krone gezierter Sperber von
natürlicher Farbe; 2 und 3: fünf vom oberen
linken Winkel zum unteren rechten gezogene
gleich breite Schrägbalken, der erste, dritte
und fünfte roth. der zweite und vierte silbern;
4: in Gold ein mit den Sachsen einwärts'
gekehrter schwarzer Adlerflügel, der mit einer
goldenen Krone belegt ist. Auf dem Schilde
ruhen zwei gekrönte Tmnierhelme. Auf der
Krone des rechten Helms erhebt sich der
schwarze Adlerflügel von 4; auf jener des lin«
ken steht der gekrönte Sperber. Die Helm«
decken sind rechts schwarz mit Gold, links
roth mit Silber belegt. Es gibt Darstellungen
des Wappens, in welchen in 4 an Stelle des
mit der Krone belegten Adlerfiügels sich der
Sperber von 1 daselbst befindet. Diese sind
unrichtig, und nur Darstellungen, wie die
oben beschriebene, sind treu und dem im Di»
plome vom 12. August 1716 verliehenen ent-
sprechend
Königsegg und Rothenfels, Christian
Moriz Graf O e l d m a r s c h a l l , geb.
24. November 4703. gest. zu W i e n
2«. Juli 1778). Ein Sohn deS Grafen
Albert Euseb iuS auS deffen Ehe mit
M. E l araFel ic i tas Gräfin Mander-
scheid« Blankenheim und Neffe deS
Feldmarschalls Lothar Joseph Dominik
. d. S. 229). Von Jugend auf für den
Militärdienst erzogen, trat er in das Re»
giment seines Oheims, rückte in demselben
in rascher Folge zum Obersten vor und
machte als solcher den Feldzug' deS Jahres
1734 in Italien mit, in welchem er bei
Guastalla verwundet wurde. I m Mai
4733 — der Graf zählte erst 30 Jahre
— befehligte er als General-Major im
Türkenkriege und bewährte im Treffen
am Timok (1. October 1737) seltene
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon