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H ellda ch(Ioh.Chr.v.). Adclö<Lerikonu.s.w.
(Ilmenau 1823. Voigt. «".) Bd. l , S. 678. -
mbrtz^e vsiu-slcrsuäi tädläklcal, d. i.
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1860, Moriz Riith. 8«.)
Bd. VI, S. 438. — Gothaisches genea.
logisches Taschenbuch nebst diplomatisch«
statistischem Jahrbuche (Gotha. Just. Perthes.
320.) 101. Jahrgang (1864). S. 261; — siehe
auch Jahrg. 1834. S. 180. — Gethnisches
genealogisches Taschenbuch der graf.
l i chen Häuser (Gotha. Iustus Perthes. 32»)
XXIX. Jahrgang (1856). S. 388. — Histo.
risch» heraldisch es Hand buch zumgenea.
logischen Taschenbuche der gräflichen Häuser
l Gotha 1833. Iustus Perthes, 32°.) S 440.
— Allgemeines historisches Lexikon
(Leipzig 1731, Thom. Fritschen'ö Erben, Fol.)
Bd. 111, S. 43, und Fortsetzung I. Theil,
S. 755.
II. Hervarrageude Mitglieder des Vrasenge-
schlechtes der Künigsegg. Die Königs egg
zahlen zu den ersten Familien des hohen Adels
im Kaiserstaate, sie besitzen eine ruhmvolle Ver»
gangenheit; unter den Feldherren der kaisrrl.
Armee, unter den Männern des Staates und
der Kirche und unter jenen, die dem erlauch»
ten Herrscherhause stets nahe gestanden, glän
zen ihre Namen. Hier folgen die besonders
denkwürdigen in alphabetischer Ordnung:
1. Anton Eusebius Graf von K. - A ulrn
dorf (geb. auf dem Stammschlosse seiner
Familie Aulendorf 13. Februar 1769. gest. zu
Salzburg 27. November 18A8). Ein Sohn
des Grafen Hermann Friedrich K. aus
dessen Ehe mit einer Verwandten seines Hau«
ses Maria El eonora Gräfin Kon igS ezz g.
Der Graf, der eine sorgfältige Erziehung rrhal»
ten hatte, erlangte in noch jungen Jahren eine
Präbende an dem damaligen Hochstifte (Holn.
Indessen beendete er seine Studien zu Heidel.
berg. erhielt im Jahre 4789 die Würde eines
Diacons der röm. tath. Kirche und am Hoch»
stifte zu Straßburg mit dem Range und der
wohlootirten Stellung eines Domherrn den
Sitz im Domcapitel. Da er aus diesem An-
lasse Paris besuchte, um sich seinem Oberhir«
ten, dem Grzbischof Cardinal Roh an. vorzu«
stellen, wurde er durch diesen dem Könige
Ludwig XVI. vorgeführt und empfing aus
den Händen dieses Königs das Straßburger Ca«
pitelkreuz. Die hervorragende kirchlicheStellung
des Grafen wurde auch für ihn verderblich,
sein Name kam auf die Liste der Prosm'birten. er wurde in den Kerker geworfen und wäre
wohl gleich vielen anderen seiner Standes-
genossen der Guillotine verfallen, wenn nicht
Robespierre vor ihm von der rächenden
Nemesis ereilt worden wäre. Nach zweitägiger
Haft wurde K. frei. Seiner ganzen Habe be.
raubt, kam der Graf mit der Emigration
nach Deutschland und spater nach Salzburg,
ivo er 1794 durch den Einfluß des Domrapi.
tulars Grafen Strassoldo zum Domherrn
drs vormaligen weltlichen salzburgifchen Dom-
capitelö ernannt und so Salzburg seine zwrite
Heimat wurde. K< blieb in dieser Würde
unter der selbstständigen erzbischüflichen und
großherzoglich salzburgischen. der k. k. öster»
reichischen, der k. bayerischen und abermals
österreichischen Landeshoheit, und während des
kirchlichen Interregnums bis zum Jahre 1824
in Activität. Ms m diesem Jahre die Wieder.
Herstellung drS Bisthums Salzburg und
Neorganisiruin; dr6 geistlichen Domkapitels
stattfand. tnü K. . dem ein ferneres Ver-
bleiben im Domcapitel den Eintritt in den
Priestrrsland auferlegt hatte, in den Prnsions-
stand, den er noch volle 34 Jahre zu genießen
so glücklich war. Im Jahre 183« war der
Ovaf an beiden Augen erblindet. Kr. der letzte
Würdenträger aus der durch Jahrhunderte
bestandenen RegierungSselbststandigkeit des
Herzogthums Salzburg, hat dae seltene Alter
uon iiu Jahren erreicht, ohne, bis nur wenige
Wochen uor seinem Tode, die geistige Frische
zu verlieren. Sein Leben, vom Jahre 1769 an.
umfaßte die Neaierungspenoden aller bisheri»
gen Fürsten auS dem Hause Habsourg»
Lothr ingen, nämlich der letzten eilf Jahre
der Kaiserin M ari a Theresia. ferner die
Regierungen drr Kaiser Joseph, Leopold,
die 43jäl)ch,e deS KaiserS Franz, deS KaiserS
Ferdinand und überdauerte um ein volles
Decennium dit neue Aera, welche mit Sr.
Majestät dem Kaiser FranzIoseph anhebt.
WaS dr6 Grafen geistliche Wirksamkeit an'
belangt, so gewinnt sie vorzüglich zur Zeit
der französischen Occupation Bedeutung, da er,
als der französischen Sprache kundig, mit den
Bitten und Verhältnissen des Landes vertraut,
dem interimistischen Regenten jener Zeit, Grafen
Zei l . Bischof von Chiemsee, nicht unwichtige
Dienste zu leisten Gelegenheit hatt,.'. ^Salz»
o urgerZeitung l8:i8, Nr. 2?l)u.280: „Bio.
graphische Skizze aus dem Leben deS Dom-
rapitulars Anton CusebiuS Grafen uon Ko,
nigsegg'Aulendorf".) — 2. Christian M o -
riz Graf K.-Rothenfels ^s. d. besondere
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon