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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12
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Page - 226 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12

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Aönigsegg 226 Aönigsegg H ellda ch(Ioh.Chr.v.). Adclö<Lerikonu.s.w. (Ilmenau 1823. Voigt. «".) Bd. l , S. 678. - mbrtz^e vsiu-slcrsuäi tädläklcal, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860, Moriz Riith. 8«.) Bd. VI, S. 438. — Gothaisches genea. logisches Taschenbuch nebst diplomatisch« statistischem Jahrbuche (Gotha. Just. Perthes. 320.) 101. Jahrgang (1864). S. 261; — siehe auch Jahrg. 1834. S. 180. — Gethnisches genealogisches Taschenbuch der graf. l i chen Häuser (Gotha. Iustus Perthes. 32») XXIX. Jahrgang (1856). S. 388. — Histo. risch» heraldisch es Hand buch zumgenea. logischen Taschenbuche der gräflichen Häuser l Gotha 1833. Iustus Perthes, 32°.) S 440. — Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1731, Thom. Fritschen'ö Erben, Fol.) Bd. 111, S. 43, und Fortsetzung I. Theil, S. 755. II. Hervarrageude Mitglieder des Vrasenge- schlechtes der Künigsegg. Die Königs egg zahlen zu den ersten Familien des hohen Adels im Kaiserstaate, sie besitzen eine ruhmvolle Ver» gangenheit; unter den Feldherren der kaisrrl. Armee, unter den Männern des Staates und der Kirche und unter jenen, die dem erlauch» ten Herrscherhause stets nahe gestanden, glän zen ihre Namen. Hier folgen die besonders denkwürdigen in alphabetischer Ordnung: 1. Anton Eusebius Graf von K. - A ulrn dorf (geb. auf dem Stammschlosse seiner Familie Aulendorf 13. Februar 1769. gest. zu Salzburg 27. November 18A8). Ein Sohn des Grafen Hermann Friedrich K. aus dessen Ehe mit einer Verwandten seines Hau« ses Maria El eonora Gräfin Kon igS ezz g. Der Graf, der eine sorgfältige Erziehung rrhal» ten hatte, erlangte in noch jungen Jahren eine Präbende an dem damaligen Hochstifte (Holn. Indessen beendete er seine Studien zu Heidel. berg. erhielt im Jahre 4789 die Würde eines Diacons der röm. tath. Kirche und am Hoch» stifte zu Straßburg mit dem Range und der wohlootirten Stellung eines Domherrn den Sitz im Domcapitel. Da er aus diesem An- lasse Paris besuchte, um sich seinem Oberhir« ten, dem Grzbischof Cardinal Roh an. vorzu« stellen, wurde er durch diesen dem Könige Ludwig XVI. vorgeführt und empfing aus den Händen dieses Königs das Straßburger Ca« pitelkreuz. Die hervorragende kirchlicheStellung des Grafen wurde auch für ihn verderblich, sein Name kam auf die Liste der Prosm'birten. er wurde in den Kerker geworfen und wäre wohl gleich vielen anderen seiner Standes- genossen der Guillotine verfallen, wenn nicht Robespierre vor ihm von der rächenden Nemesis ereilt worden wäre. Nach zweitägiger Haft wurde K. frei. Seiner ganzen Habe be. raubt, kam der Graf mit der Emigration nach Deutschland und spater nach Salzburg, ivo er 1794 durch den Einfluß des Domrapi. tulars Grafen Strassoldo zum Domherrn drs vormaligen weltlichen salzburgifchen Dom- capitelö ernannt und so Salzburg seine zwrite Heimat wurde. K< blieb in dieser Würde unter der selbstständigen erzbischüflichen und großherzoglich salzburgischen. der k. k. öster» reichischen, der k. bayerischen und abermals österreichischen Landeshoheit, und während des kirchlichen Interregnums bis zum Jahre 1824 in Activität. Ms m diesem Jahre die Wieder. Herstellung drS Bisthums Salzburg und Neorganisiruin; dr6 geistlichen Domkapitels stattfand. tnü K. . dem ein ferneres Ver- bleiben im Domcapitel den Eintritt in den Priestrrsland auferlegt hatte, in den Prnsions- stand, den er noch volle 34 Jahre zu genießen so glücklich war. Im Jahre 183« war der Ovaf an beiden Augen erblindet. Kr. der letzte Würdenträger aus der durch Jahrhunderte bestandenen RegierungSselbststandigkeit des Herzogthums Salzburg, hat dae seltene Alter uon iiu Jahren erreicht, ohne, bis nur wenige Wochen uor seinem Tode, die geistige Frische zu verlieren. Sein Leben, vom Jahre 1769 an. umfaßte die Neaierungspenoden aller bisheri» gen Fürsten auS dem Hause Habsourg» Lothr ingen, nämlich der letzten eilf Jahre der Kaiserin M ari a Theresia. ferner die Regierungen drr Kaiser Joseph, Leopold, die 43jäl)ch,e deS KaiserS Franz, deS KaiserS Ferdinand und überdauerte um ein volles Decennium dit neue Aera, welche mit Sr. Majestät dem Kaiser FranzIoseph anhebt. WaS dr6 Grafen geistliche Wirksamkeit an' belangt, so gewinnt sie vorzüglich zur Zeit der französischen Occupation Bedeutung, da er, als der französischen Sprache kundig, mit den Bitten und Verhältnissen des Landes vertraut, dem interimistischen Regenten jener Zeit, Grafen Zei l . Bischof von Chiemsee, nicht unwichtige Dienste zu leisten Gelegenheit hatt,.'. ^Salz» o urgerZeitung l8:i8, Nr. 2?l)u.280: „Bio. graphische Skizze aus dem Leben deS Dom- rapitulars Anton CusebiuS Grafen uon Ko, nigsegg'Aulendorf".) — 2. Christian M o - riz Graf K.-Rothenfels ^s. d. besondere
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Volume 12
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Klácel-Korzistka
Volume
12
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1864
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
528
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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