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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12
Page - 227 -
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Page - 227 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12

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König segg 227 Aömgsegg Biographie S. 223^. — «3. Friedrich von K. (Ühunigeseck). Einer der ältesten Spros« sen dieses edlen Geschlechtes, der um das Jahr 1230 nach Spanien zog, dort dem Könige Jacob von Aragonien in seinen Feldzügen gegen die Mauren und Sarazenen Beistand leistete und durch seinen Muth die Liebe und das Vertrauen des Königs gewann. Fried- rich, von den Reizen einer Prinzessin aus dem Fürstengeschlechte Cardona gefesselt, warb um ihre Hand und ließ sich, nachdem er die Prinzessin geheirathet, bleibend in Spa» nien nieder, ein neues Geschlecht, die späteren M archese und Grafen Sentel la . begrün» deno. — 4. Hugo Graf K.-Rothen fels (geb !3U5. gest. 10. September 1666). Sohn des Freiherrn Georg vonK. aus dessen Ehe mit Kun igunde geb. Freiin Truchseß»Wald> durg. Er erhielt eine wissenschaftliche Aus> bildung und wurde Präsident bei dem Reichs« Kammergerichte zu Speyer. Als der Churfürst Friedrich von der Pfalz als König von Böhmen sich der Stadt Speyer bemächtigte, weigerte sich Hugo, ihn als König von Böhmen anzuerkennen, wodurch er. sich selbst nichr wenig gefährdete. Nach des Winter» königs Sturze berief ihn Kaiser Ferdi< nand I I . an seinen Hof, ernannte ihn zum Kammerherrn und Reichshofrath, welche Stelle er auch unter Ferdinand I I I . betlei, dete, der ihn zu mehreren diplomatischen Sendungen verwendete. Graf Hugo — denn schon 1629 war er in den Neichsgrafenstand erKoben worden — war es auch, der die kai» serlichc Prinzessin Cäcilia Renata im Jahre l«37 dem Könige LadiSlaus IV. als Ge> malm zuführte. Im Jahre 1641 wurde der Graf Director des gräflichen Collegiums im schwäbischen Kreise und führte dieses Directo» rium 24 Jahre. Auch nahm er, als 3 eopold im Jahre 1658 die Kaiserkrone erlangte, von mehreren Reichsstädten im schwäbischen Kreise die Huldigung entgegen. Nach seines Vetters Grafen Johann Wilhelm 1663 erfolg« tem Tode siel ein Theil von dessen Landen an sein Haus. Graf Hugo erbaute nun zu Immenstadt in der Grafschaft Nothenfels ein neues Stammschloß und ist der St i f ter der RothenfelsischenLinie. ferner ein Kloster für die Kapuziner und ein Hospital. Der Graf war dreimal vermalt, wie es aus der Stamm- tafel ersichtlich, und aus der ersten Ehe mit Nana Renata Prinzessin oontzohenzollern stammt der Graf Leopold Wi lhelm ss. d. Nr. 8). s^Allge meines historisches Lexikon (Leipzig 1730—1740, Thomas Fritschen's sel. Erben, Fol.) Bd. I I I , S. 48. und Fortsetzung Theil I, S. 753.) — 5. Hugo Franz Graf K.-Rothenfels (geb. zu Wien 7. Mai 1660. gest. 6. December 1720), des Grafen Leopold Wilhelm ältester Sohn. der aus eigenem Antriebe den geistlichen Stand erwählte. Domherr zu Cöln. Salzburg, Lüt< tick), dann Domscholaster zu Cöln und am 1. October l?16 Bischof von Ieitmeritz wurde. Nach dem „Schematismus der Leitmeritzer Diöcese" wäre er schon am 6. September 172U gestorben, wahrend Wißgr i l l den 6. December d. I . als seinen Todestag angibt. Auch gibt der erwähnte „Schematismus" die Stadt Bonn in Preußen als den Ort an, wo der Bischof Hugo Franz gestorben; dieß möchte denn doch nur eine Verwechslung mit dem Sterbeorte des Churfürsten von Cöln, Maximi l ian Friedrich Grafen K ö n i g s- egg, sein, der fast ein halbes Jahrhundert später, und zwar zu Bonn gestorben ist. — 6. Johann Georg Graf K.-Aulendorf (geb. N98, gest. 11. Februar 1666), Sohn Georg's Freiherrn von K. aus dessen Che mit Kunigunde von Truchfeß'Wald« bürg. Georg unternahm nach beendeten Studien Reisen und, von diesen rückgekehrt, trat er in die Dienste deS Erzherzogs Fer» din and Karl , der ihn zu seinem Oberhof< Meister und Landvogt in Schwaben bestellte. Nach des Erzherzogs Ferdinand Karl im Jahre 1662 erfolgten Tode behielt ihn sein Bruder und Nachfolger in Tirol, Erzhzrzog Sigismund Franz, in seinen Diensten und erhob ihn zu seinem Minister, Oberkam- merherrn und Director des geheimen Rathes in Innsbruck. Johann Georg leitete ferner die Unterhandlungen betreffs der Ehe des Erz, Herzogs mit Hedwig Auguste Prinzessin von Pfalz-Sulzbach, vollzog auch als Gesandter am 3. Juni 1665 die Copulation, fand aber bei seiner Rückkunft den Erzherzog, vom Schlage getroffen, tödtlich darnieder liegen. Auch erfolgte schon in wenigen Tagen des Erzherzogs Tod. Als nun Tirol an den Kaiser fiel, ernannte Kaiser Leopold I. den mittlerweile in den Grafenstand erhöbe» nen Johann Georg zum geheimen Raths« Präsidenten und Statthalter von Tirol, und bestätigte ihn noch in der Landuogtei Schwa» ben. Aus seiner Ehe mit Eleanora Gräfin von Hohrnemös stammten 22 Kinder, von denen Graf Anton Eusebius diese, die söge« nannte K,<Aulendorf'sche Linie, welche eben
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Volume 12
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Klácel-Korzistka
Volume
12
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1864
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
528
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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