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Könnye 232
Könnye, AloiS (Schulmann und
Pillrist. geb.zuIanoShäza im Eisen«
burger Comitate 23. August 4819). Be-
suchte daS Gymnasium zu Papa, die
fünfte und sechste Classe zu Veszprim.
Dann trat er in den Orden der frommen
Schulen, in welchem er, während er seine
eigenen Studien fortsehte, im Lehramte
verwendet wurde. So lehrte er 1838 zu
Debreczin, wurde dann an das Klausen«
burger Lyceum geschickt und zuletzt nach
Neutra, wo er, während er lehrte, auch
1842—1843 die Theologie beendete. Zu
Neutra gründete im Jahre 1842 Johann
Großer, der Obere deS Ordens, die
DugonicS'Gesellschaft, dem Romandichter
Andreas Dugonics >Bo. I I I , S. 387^
zu Ehren so genannt, welche sich die
Ausbildung der ungarischen Sprache zur
Aufgabe stellte. Mit dieser Gesellschaft
verband Großer einen Redeverein, da»
mit den dem Lehramte sich Widmenden
Gelegenheit werde, zugleich im Vortrage
und im Style sich zu üben. Die Dugo»
nicS-Gesellschaft begann auch die Heraus»
gäbe einer Zeitschrift: „Mnerv«.", in
welcher die besten Aufsätze ihrer Mit-
glieder veröffentlicht und zu Ende des
Jahres der ungarischen Akademie nach
Pesth geschickt werden, damit diese ihre
Ansicht über das Geleistete ausspreche.
An der Entwickelung dieser Gesellschaft
und ihrer weiteren Fortbildung hatte
neben ihrem Begründer Großer auch
Könnye nicht unbedeutenden Antheil,
wie auch die „NinervI.« mehrere seiner
Aufsähe enthält. Ueberdieß betheiligte er
sich als Mitarbeiter an den Zeitschriften:
„ ViläF«, d. i. die Welt; „Nrnö^ , d. i. der'
Berichterstatter; „3uä3.xsLti Nl2ä6«,
d. i. Pesth.Ofner Nachrichtgeber, u. m. a.
Die meisten seiner Aufsatze unterzeichnet
er mit dem Pseudonym Va^t i . Selbst«
ständig gab er heraus: „^ch?s26?'ü as- , d. i. Populäre Mineralogie
im Zusammenhange mit der Landwirth«
schaft und Industrie (Klausenburg 1834,
e", d. i. Grund«
sahe des Vorlesens, der Declamation
und ungarischen Prosodie (1886, 8<>.).
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph" Daniel ik (Pesth 1856. Gustau
-Emich. 8".) S. 266.
Köpp Edler von Felsenthlll, Anton
und Christoph, Brüder (Anton, Zeich-
ner, geb. zu Wien 14. I imi 1766,
gest. ebenda 11. December 1826; Chri»
stoph, Schriftsteller, geb. zu Wien
1776, gest. ebenda 20. December 1821).
Beide sind Söhne des als Künstler und
Mosaikarbeiter bekannteren Wolfgang
K. v. F. >^S. 234^. Anton erhielt zuerst
den Unterricht im Elternhause, studirte
später am Theresianum und besuchte
dann, um
sich für die Kunst auszubilden,
die Akademie der bildenden Künste, in«
dessen er bei seinem Vater die Mosaik-
arbeit erlernte und ihm in derselben half.
Im Jahre 1791 wurde Anton Mitglied
der Akademie und 1797 Lehrer des Zeich-
nens an der Theresianischen Ritteraka»
demie. K. war ein geschickter Landschafter
und vereinigte sich mit seinem Bruder
Christoph zur Herausgabe eines Wer«
kes, welches die Ansichten der vorzüglich«
sten Ruinen, Schlösser, Gegenden und
landschaftlichen Schönheiten des vater-
ländischen Bodens enthalten sollte. Es
erschien auch unter dem Titel: „MwiZch-
malerische Nllr5tellungrn nun Oesterreich",
80 Ansichten in 2 Bänden (Wien 1814
bis 1824, Mayer u. Comp., Fol.), und
zwar in vier Ausgaben: 1) mit schwarzen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon