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Körber 237 Körber
bei der Vertheidigung des Küstenlandes
und Hafens von Trieft, und dann bei
der Belagerung von Malghera auf das
rühmlichste hervor. Im Jahre 4830 kam
er alS Chef des Generalstabes in das
Corps des Feldmarschall - Lieutenants
Grafen Schafgotsche, welches an
die Grenze Böhmens gerückt war. wurde
im Februar 1834 als Oberst in das I n
genieurcorpS zurück versetzt und rückte
im Mai 4833 zum General-Major und
Brigadier in Croatien vor. Der Hafen-
bau von Fiume, den K. geleitet — ein
in jeder Hinsicht bedeutender Bau — ist
seine hervorragendste Leistung. Dabei war
eS ihm geglückt, auf der Insel Santorin
eine Erdart aufzufinden, welche, die
Eigenschaft besitzend unter Waffer zu
Stein zu verhärten, sich ganz besonders
zu Hafenbauten eignet. Se. Majestät der
Kaiser zeichnete den verdienten Officier
mit dem Ritterkreuze des Leopold'Ordens
auS, die Stadt Fiume votirte ihm den
um sie erworbenen Dank durch Zu«
erkennung der Patrizier» und Rathsstelle.
Außerdem war K. von Sr. Heiligkeit
dem Papste, von Nußland und Sicilien
mit Orden ausgezeichnet worden.
Oesterreichischer Soldatenfreund, her«
ausgegeben von I . Hir tenfeld (Wien, 4«.)
Jahrg. 1833. S. 373.
Körber, Philipp von (k. k. Oberst,
geb. zu Ofen 26. December 4812. gest.
zu Kier l ing bei Wien 18. Juli 1864).
Für den Militärstand bestimmt, erhielt er
seine Ausbildung in der Wimer-Neu»
städter Akademie, aus welcher er im
October 1832, als einer der befähigtesten
Zöglinge, als Lieutenant in das Infan-
terie-Regiment Nr. 33 eingetheilt wurde.
Im Juli 1833 rückte er zum Oberlieute-
nant im Infanterie-Regimente Nr. 14,
im Jänner 4840 zum Capitän im In»
fanterie<Regimente Nr. 13 und im April 1843 zum Major im Infanterie-Regi»
mente Nr. 23 vor. Den 27. April 4832
wurde er Oberstlieutenant im Infanterie«
Regimente Nr. 27, am 13. November
4836 Oberst im nämlichen Regimente.
I m Mai 1861 trat er in den Ruhestand
über, den er aber nur mehr wenige Mo»
nate genoß, da er schon im Juli d< I. ,
erst 49 Jahre alt, starb. Während seiner
28jährigen Dienstzeit wurde K. in man«
nigfaltiger Weise verwendet; gleich bei
seinem Eintritt in die Armee wurde er
dem General - Quartiecmeisterstabe der
mobilen Armee in Italien zugetheilt; als
Oberlieutenant war er von 1833—1839
Adjutant deS Grafen C l a m « M a r t i>
nih . welcher um jene Zeit General-Adju-
tant Sr. Majestät des Kaisers Ferdi«
nand war. Als Hauptmanri war er von
1843-1848 iiä law« des General-
commando > Adjutanten in Brunn und
von 4848—1849 wirklicher General-
commando. Adjutant und Militär-Refe«
rent daselbst. Aus dieser Stellung trat er
als Professor der Kriegskunst und Kriegs-
geschichte in die Wiener-Neustädter Aka.
demie, welche er im August 1832 mit
jener des Directors der orientalischen
Akademie vertauschte. K. war von frü-
herer Zeit her literarisch thätig und schon
im Jahre 1832 veröffentlichte er in der
damals zu Mailand erscheinenden deut»
schen Zeitung „Echo" mehrere historische,
geographische und volkswirthschaftliche
Aufsätze, und früher noch waren kleinere
in Prosa und gebundener Rede, in
Almanachen und Unterhaltungsblättern
erschienen. Selbftständig hat er heraus«
gegeben: „Rüder aus der Allmbardei. Gesam-
melt in den Jahren I833> nnd 1335" (Wien
4836, Pichler. gr. 8".. mit dem Porträt
des Erzherzogs Rainer); — „Zerstreute
Wüthen, Flanellen nnt> Schilderungen, nebZt aus-
gemahlten Fragmenten au5 Melchillr
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon