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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12
Page - 295 -
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Page - 295 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12

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Kohl 296 wohl ihres reinen Satzes wie ihrer gefälligen Melodien wegen in Böhmen wie auch in der Fremde geschäht wurden. Seme Arbeiten aber sind größtentheils Manuscript geblieben. sDlabacz (Gottfr. Ioh.), Allgemeines histo. risches Künstler^Lexikon für Böhmen .. . (Prag 1815. Gottlieb Hanse. 4") Bd. I I , Sp. 88. — Gaßner (F. S. Dr.), Nniversal'Lerikon der Tonkunst. Neue Handansgabe m einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Köhler, Ler.Z".) S. 500. — Neues Unioersal-Ler i ton der Ton» kunst. Angefangen von vr . Julius Schla» debach, fortgesetzt von Eduard Bernsdorf (Dresden 1837, R. Schäfer, gr. 8<>.) Bd. I I , S. 642.) — 3. Franz Xaver Kohl (geb. zu Chwatierub 12. Nov. 1745, Todesjahr un- bekannt). Trat nach beendeten vier Gynma- sialclassen in das Seminar St. Wenzel in Prag ein, in welchem er die philosophischen Studien zurücklegte und sich dem Lehramte widmend, 1765 bei der Biliner Stadtschule als Lehrer angestellt wurde. Bald darauf be- gab er sich nach Saga«, um sich mit Felbi» g er's neuer Lehrmethode bekannt zu machen. Im Jahre 1778 wurde K. Director der herr< schaftlichen Schulen zu Bil in, Liebshausen, Miereschowitz, Eisenberg und Ncudorf, und im August 1787 k. k. Kreis.Schulcommissär des Lcitmeritzer Kreises. Als Schulmann hat sich K. große Verdienste erworben; er gründete zur Beschäftigung der Knaben eine Baum» schule, auf eigene Kosten im eigenen Hause zu Bilin eine Industrialschule, aus welcher von 1786—1792 der Spinnlohn von mehr als 10.U0U ft. an Kinder und arme Leute ausbe« zahlt wurde. Durch eine im Nachbarhause auS» gebrochene Feuersbrunst wurde auch Kohl 's Haus ein Raub der Flammen und K. verlor dabei sein Vermögen. Für seine Bemühungen um Hebung der Maulbeerbaumzucht wurde er schon im Jahre 17!)t mit dcr silbernen Ehren» mrdaille und im Jahre 18l5 für seine um das Schulwesen und den Unterricht in Böhmen seit 5U Jahren erworbenen Verdienste feierlich mit der großen goldenen Ehrenmedaille sammt Kette ausgezeichnet. ^Erneuerte vaterlän- dische Blät ter (Wien. Strauß. 4".) Jahrg. 1815, S. 594: „Belohnungen ausgezeichneter Schulverdienste".) — 4. Ignaz Kohl (geb. in der Diöcese St. Polten um das Jahr 1827, gest. zu Gondekoro in Central'Afrika 12. Juni 1854). Trat im Jahre 1343 in das bischöfliche Cleritalseminar zu St. Polten. erhielt 1847 die h. Weihen und trat sofort in die Seel- sorge, in der er bis 1853 wirkte. AlS Vicar Kno blech er ss. d. S. 154) neue Candidaten für seine Mission in Chartum suchte, meldete sich auch Kohl und trat im Sommer 1833 mit Lucas I e ran . Joseph L ap aus Iaibach, Joseph Gostner aus Trient ^s. d. Bd. V, S. 279), Alois Ha l l er aus Briren ss. d. Bd. V I I , S. 240). Martin Hansa l ls. o. Bd. V I I , S. 321) und sieben Handwerkern unter Knoblecher's persönlicher Führung seine Missionsreise nach Central-Afrika an. Am 29. December traf die Gesellschaft in Chartum ein. Koh l erhielt seine Station in Gondekoro, welches er eben in einem sehr oer- hängnißvollen Augenblicke betrat. Der sardi« nische Consul Va udey, der die Umtriebe der Sclaven und Elfenbeinhändler begünstigte und die Neger gegen die Mission aufzureizen versuchte, hatte es wirklich dahin gebracht, daß ein Negeraufstand ausbrach; aber nicht die Missionäre, welche von den Negern geliebt wurden, fielen als Opfer, sondern Vaudey und ein großer Theil seiner Bemannung. Vau» dey selbst wurde von den Negern förmlich zer< stückelt, und vielen seiner Leute ging es nicht besser. Diese grauenhafte Scene hatte eben stattgefunden, als sich Kohl mit dem Provicar wenige Stunden erst an Ort und Stelle be» fand. ^Die unten bezeichnete Quelle erzählt aus einem Berichte Hansal's den grauen» haften Vorfall ganz ausführlich.) Viele von der Mannschaft wurden schwer verwundet und Kohl hatte über und über mit der Kranken» pflege jener Männer zu thun, die ihm unb seinen Mitbrüdern das Verderben bereiten wollten. Nach einigen Tagen erhielt Kohl von Knoblecher ganz allein die Leitung der Station Gondekoro. Er führte sie mit aller Umsicht und auch dann, nachdem das Klima seine Gesundheit bereits vergiftet hatte. Als nach einiger Zeit der Provicar wieder ein< traf, um sich über Kohl's Verhältnisse auf seiner Station durch den Augenschein zu überzeugen, traf er nur mehr einen Ster- benden, der wenige Tage darnach in der Vollkraft seines Lebens und durchglüht von dem heiligen Berufe, den er sich selbst gewählt, seine Seele aushauchte. ^Katholische Blät» ter. Herausgegeben vom katholischen Central« vereine in Linz (40.) Jahrgang 1825. Nr. 84 und 88: „Nekrolog des Missionärs Ignaz Kohl".) — 5. Hieronymus Ko hl (lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts), war ein geschickter Bildhauer, der in Prag arbeitete und mehrere Werke geliefert hat, die in ihm einen tüchtigen Künstler erkennen lassen Von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Volume 12
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Klácel-Korzistka
Volume
12
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1864
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
528
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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