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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12
Page - 350 -
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Page - 350 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12

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Koller 380 Koller 1820 ausgestellte „Rosenbild" (2 Fuß 8 Zoll ' hoch. 2 Fuß 2i/2 Zoll breit), auf welchem nicht weniger als dreißig verschiedene Rosen» arten im reizendsten Durcheinander und doch in einer malerischen Einheit ohne Gleichen dargestellt waren. Eine Nachbildung dieses Bildes im Kupferstiche brachte das „Conver» sationsblatt" l520, als Beilage zu Nr. 49. Das Originalgemälde befand sich im Besitze des Ritters vonIoelson. I n der Ausstellung desselben Jahres sah man von Ios. St ie- ler gemalt, das Porträt der Künstlerin in niederländischem Costume. Näheres über diese Künstlerin ist nicht bekannt. ^Hormayr's Archiv für Geschichte. Statistik, Literatur und Kunst (Wien. 4".) Jahrg. 4522, S. 508.) — 7. Joseph (II.) von Koller (geb. in Stadt Steyr in Oberösterreich 13. Februar 1780). ein umdieStadtSteyrunddieEisenindustrieOber« österreichs vielueroienter Bürger, der in Aner< kennung seiner Verdienste in den erbländischen Adelstand erhoben worden. Durch Verbrei» tung und Hebung des Eisenhandels gelangte er selbst zu einem bedeutenden Vermögen, welches er aber in hochherziger Weise ver< wendete, als sein Vaterland durch feindliche Einfälle gefährdet worden. Als in den Kriegs» jähren l803 , 1803 und 1809 aller Handel stockte, hielt er die Fabrikation im Lande durch eine Unterstützung von beinahe einer halben Million Gulden aufrecht; der Stadt Steyr gab er ein bedeutendes unverzinsliches Dar- lehen; die mächtigen Eisenvorräthe der Pri- vaten wie des Aerars schützte er durch gute Verwahrung vor der feindlichen Wegnahme; seinen Einfluß bei den feindlichen Commissionen wendete er an, um seinen Mitbürgern die Kriegslasten möglichst zu erleichtern und man« ches von ihnen abzuwenden, wovon sie sonst hart betrossen worden wären. Auch sonst be» thäiigte er durch eine Reihe uneigennütziger, aus eigenem Antriebe unternommener Hand- lungen seinen Patriotismus, wie seine Um- sicht und Klugheit in gefahrvoller Zeit, so daß das Land und seine Mitbürger stets auf ihn rechnen konnten. In Anerkennung dieser Ver» dienste, wie selbst jener seiner Vorfahren — denn schon sein Oheim Johann Adam wurde in Folge dessen mit Diplom vom 8. Mai 1741 in den Ritterstand erhoben — ward Joseph K. im Jahre 1813 mit dem Adelstande ausgezeichnet. »Ad el st and s. D i« plom vom 18. Februar 1813. — Kneschke (Ernst Heinrich Prof. Dr.). Neues allgemeines deutsches Aoels-Lenkon (Leipzig 1863, Friedr. Voigt, gr. so.) Bd. V, S. 222 und 223 ^da. selbst heißt es uon Joseph's Oheim Johann Adam Kol ler , daß er „Hausbesitzer zu Speier" sei; das soll heißen: Hausbesitzer zu Stadt Steyr in Oberösterreich). — 8. Jo- seph (III.) Kol ler (geb. zu Ovar in Ungarn 14. December 1703. gest. zu Guttenbrunn bei Wien 24. Juli 1766). Trat im Jahre 17l9 in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er die philosophische und theologische Doctor- würde erlangte. K. lehrte zu Tymau und Wien, war dann Novizenmeister zu Tren- csin, Regens des Seminars zur h. Maria in Tyrnau, und durch fünf Jahre ungarischer Pönitentiarius in Rom. Nach seiner Rück« kehr versah er kurze Zeit ein theologisches Lehramt zu Wien, worauf er zu den höheren Würden seines Ordens berufen und zuletzt Vorsteher des Pcofeßhauses wurde. Als sol< cher assistirte er eines Tages zu Guttenbrunn bei Wien einem jungen Priester, der eben die erste Messe las, als er, während er die Worte „vsus lusus st omllig," sprach, am Altare, vom Blitze getroffen.' todt zusammenstürzte. K. hat folgende Schriften in lateinischer Sprache herausgegeben: „Imazo ksroulli Äs ?ro52.pi2. I>a,IküHna et Ni'äöciiKua," (I^rQku, 1729, 8".); — ^0si-o3l2^d.iH HunKHrias Lsu. uotitia äs InLignidus st 8lFiNi8 lSKni 21g.- i-iHQ0'H.I»08toIici, c kx.« (idiä 1734, 3".); — n^UQUL .^ULtriaeus ssu I'aLti ^.ustlias iu Liu^rüoL anQi iusu.865 mstro st ^rosa iQ eonii»sii<1iuin, äizssti" (Visunas 1736, Voizt, 80.); — „I^uäatio limsbi-iä (^unäsdaläi Ltaiii-sindsrßii, insiFuis 8tratsFi i^assarsi sto." (Viennas 1737, 80.); — „?ansF)'ricu5 8. «7okuni I'i'HQLiseo NsFis cuiu a, Ols- msuts XII. ?. kl. Divorum Ooslitum las- tis aääoriptiiL ... 6kt" (Visunas 1738, I'ol.). i^aeLsT« l^ Toü. ?^.^, Zerixtorss Vi-ovinciks .^ULti-iHcas 8ooistati5 ^65U (Visnuke st Na- tiLdouas 1855. Ksx. 8".) p. 192.) — 9. Jo- seph Ferdinand Maria Kol ler (geb. zu Innsbruck 28. März 1714, Todesjahr unbe. kannt). Trat in den Orden der Cajetaner zu Salzburg, in deren geistlichem Hause er dann Prediger war. Er hat viele theologische Schrif' ten herausgegeben, u. z.: „Die zur Seele ru« fende Stimme des Herrn .. ." (München 1743, 120., wiederholt ebd. 1749 und 1733, 8".); — „Der dreifach große Wundermann oder Lob. und Ruhmrede auf den h. Bischof Erasmus" (ebd. 1735, 4«.); — „Das marianische Gna« den« und Wunderhaus Maria zuLoretto" (ebd. 1753, 120.); — „Panegyres oder Chrenreden
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Volume 12
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Klácel-Korzistka
Volume
12
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1864
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
528
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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