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Kollonitz 388 Ksllonih
ben. Ladislaus Baron Zay, nachmaliger
Graf Kollonitz vermalte sich dann zuerst
mit seiner Muhme der Gräfin Naria Eleanora
Gräsin Aollonitz, aus welcher Ehe keine Kinder
stammen, und dann mit der Gräsin Hamil«
lon, welche somit die neue Stammmutter
der heutigen Grafen Kollonitz wurde. Was
die Stand e serhöhungen dieses Geschlecht
tes betrifft, so kam in dasselbe der /reiyerrn-
stand mit Diplom des Kaisers Rudolph ääo.
Wien 1. September 4588 (und nicht, wie es
bei Kneschke heißt, 1383), mit welchem er
den Brüdern Gabr ie l , Johann Bartho»
lomäus und Georg Seyfr ied, und den
Söhnen ihres verstorbenen Bruders Ferdi»
nand, nämlich Adam und Georg, vor«
nehmlich in Anerkennung ihrer kriegerischen
Verdienste verliehen wurde. Den Vrafenstand
erlangten aber die Ersten Otto Gott f r ied
Freiherr von K. und sein Bruder Erasmus
Ferdinand, Comthur des deutschen Ordens,
mit Diplom des Kaisers Ferdinand I I I .
vom 42. Jänner 1637, und wurde derselbe
mit Diplom vom 3. December 1638 auch auf
den Freiherrn Ernst, Commandanten von
Komorn, und die sämmtlichen Kinder seines
verstorbenen Bruders Johann Georg aus«
gedehnt. Die Aufnahme in den niederöster»
reich iscbenHerrenstand erfolgte im Jahre
1583, das ungarischeIndigenat erlangte
die Familie in den Jahren l 398 und 1604. Was
die Familie ferner betrifft, so glänzen die Trä«
ger dieses Namens besonders in den Neihen
des kaiserlichen Heeres, in welchem mehrere
derselben den Ehrentod im Kampfe für das
Vaterland starben; ebensowohl durch seine
geistlichen Tugenden als seine staatsmänni«
schen Eigenschaften ragt aber über Alle her«
vor der berühmte Ergbischof und Primas
Ungarns, Graf Leopold, der in der Kunst
und Dichtung verherrlichte Retter so vieler
Kinder zur Zeit der zweiten Türkenbelagerung.
Nueüen )ur Genealogie und Biographie
der Vrasen von KoUonitsch. 2) Handschrift»
liche. F re iher rns tands 'D ip lom für
Gabriel und seine Prüder vom 1. Sep,
tember 1388. — Grafenstands'Diplom
vom 3. December 1637. — Böhmisches
Inco la t aus dem Jahre 1607 für Ferdi«
nand Freiherin von Kollonitsch. — Gra<
fenstands-Diplom fürHanns, Georg
undErn st Frriherrn K, vom 3. December 1637
sund nicht, wie es bei Kneschke heißt, 1638).
— Bestätigung des Grafenstandes für
die Brüder Erasmus, Ferdinand und ^ Otto Gottfried K. mit Diplom vom
12. Jänner l638. — Böhmisches Inco»
lat für Otto Gottfried Grafen K. vom
20. Juli 1660. —Neb ertragung des Na«
mens, Wappens und Prädicats Kollonitz
von Sigmund Grafen K 0 ll 0 nitzan seinen
Adoptivsohn Ladislaus Freiherrn Zay
von Uyrocz ääo. 12. Juni 1728. — Müh«
risches I.ncolat fürKarl Grafen Kollo-
nitsch zur Erlangung eines Canonicates in
Olmütz ääo. 29. Juli i?43. — Mähri-
sches Incolat im Herrenstande für La'
dislaus Grafen Kollonitz vom 2. August
1749. — Böhmisches Incolat im Her»
renstande für Ladislaus Grafen Kollo'
nitz ääo. 44. Juni 1773. — b) Gedruckte
Nuellen. Schönfeld (Ignaz Ritten von),
Adels»Schematismus des österreichischen Kai»
serstaates (Wien 1824, Schaumburg, kl. 8°.)
I. Jahrg. S. 184. — Kneschke (Ernst Hein-
rich Prvf.Dr.), Neues allgemeines Adels'Len-
kon (Leipzigs839. Friedr. Voigt. 8<>.) Bd. V,
S. 223. — Derselbe. Deutsche Grafen»
Häuser der Gegenwart (Leipzig 1852, T. O.
Weigl, 8«.) Bd. I , S. 453. — Schmutz
(Carl), Historisch'topographisches Lexikon von
Steyermark (Gratz 1822, Andr. Kienreich.
80.) Theil I I , S. 249. — Gothaisches
genealogisches Taschenbuch der gräf«
li chen Häuser (Gotha, Iustus Perthes, 320.)
XXXVII. Jahrg. (1864). S. 443. — Histo»
risch'heraldisches Handbuch zum genea-
logischen Taschenbuche der gräflichen Häuser
(Gotha 1835, Iustus Perthes, 32«.) S.4Zl.
ei 3^ nem^ki-suäi
d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1860. Mor. Räth. t>o.)
Bd. VI, S. 301.
II. Hervorragende S r^oßen des Vrafengeschlcch-
tcs der Kollonitz. 1. Adam Graf von K.
(aeb. 22. Februar 1631, gest. 1726). Sohn
des Grafen Johann Ulrich aus dessen
zweiter Ehe mit Eua Katharina Freiin
von Windischgrätz. Adam. welcher in
früher Jugend das Wassenhandwerk ergriffen
hatte, war zuletzt kais. General.Feldmarschall
und Kronhüter des Königreichs Ungarn. Graf
Adam war mit Christine Gräfin Czoßor
vermalt, hatte aus dieser Ehe drei Töchter
und einen Sohn, welcher letztere in zarter
Kindheit gestorben ist. — 2. Christoph Fer-
dinand Graf K.. welcher um die Mitte des
17. Jahrhunderts lebte, war ein Sohn des
Freiherrn Johann Georg und Bruder des
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon