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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12
Page - 381 -
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Page - 381 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Volume 12

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Aolomrüt 381 Aslowrat Liboritz beigesetzt worden (Prag 1636, 4«.).) — 20. Joachim K. Nowohcadsky, dei Stammvater der Nowohradsky'schen Linie lebte im 16. Jahrhundert, war unter Ferdi nand I. undMar im i l i an I I . böhmischer Hofkammerrath. 1369Obcrst>Münz. und Berg meister in Böhmen, Burggraf zu Karlsteni und 1575 und 1676 böhmischer Kammer» Präsident. Als seine wiederholten Klagen über das zerrüttete böhmische Kammerwesen ver» geblich blieben, legte er 137? seine Kammer« Präsidcntenstelle nieder und lehnte auch die ihm noch 1392 angebotene Hofkammer-Prä< sidentenstelle ab. Aus dieser Linie wurde Zdenko, k. k. Gesandter am spanischen Hof. — und wegen seiner Heirath mit der spani^ schen Hofdame Donna C' leonora F r a n- ziska de Noyas insgemein der spanische Kolowrat genannt, welche Bezeichnung auf die ganze Linie überging — mit Diplom vom 15. October 1652 in den Reichsgrafenstand erhoben. Nach etwa dritthalbhundertjährigcr Dauer erlosch diese Linie mit dem Grafen F rci n z Anton, seit 1768—1783 Präsident der k. k. Hofkammer im Münz« und Bergwesen, welcher ohne Nachkommenschaft zu Prag am 9. Juli 1802 starb. — 31. Johann (Hanusch l.) K, (gest. um 1438). Ein Sohn Herb ort's und eimr der tapfersten Kämpen seiner Zeit. I n jenen Tagen der wilden Husfitenkämpfe klang oft ftin Name unt'er den mächtigen siegrei- chen Gegnern ^i^ka'S. Mit Alesch von Sternberg, der die Przibramer anführte, scklug er 1422 die Hussiten in offener Feld- schlacht, tödtete mehr als 200 und schickte an anderthalbhundert Gefangene nach Karlstein. Ebenso siegreich war er bei Guttenstein, strafte ferner die hussttenfreundlichen Städte Rakonitz und Klattau. Aber auch die Hussiten, immer mit neuen Zuzüglern sich verstärkend, wollten für dirse Niederlagen Nachc nehmen und zogen uor die Schlösser, die Hanusch und seinem Bruder F riedrich ^2l^j gehörten. Sie konnten sie jedoch auch nicht brechen, weil sie uon dcn Kolowrat 's tapfer vertheidigt wurden; dafür verheerten sie das umliegende Land, zerstörten die benachbarten Dörfer und verwüsteten Alles, wohin sie kamen. Als nun Kolowra t mit seinem Bruder Friedrich und anderen böhmischen Adeligen Hilfe uon Kaiser und Reich — jedoch vergeblich — erba« ten — verband er sich, um sich und die Sei« nigen dem gewissen Verderben zu entreißen, selbst mit den Hussiten. verstand etz. ihie Aufmerksamkeit vom Heimatlande abzulen- ken und zog mit ihnen nach Schlesien und mit dem Heere Prokop's nach Ungarn, Bei Iglau aber stießen sie auf das Heer des Königs S ig ismund, der ihnen in mehr< tägiger Schlacht eine große Niederlage bei< brachte. Nachdem die Hussitenkriege beendet waren und das von Kriegsjammer hart mit» genommene Land nach Ruhe lechzte, wurde endlich beschlossen, die Regierung in die Hände des Königs S ig ismund von Ungarn nieder» zulegen. Johann war es. der auf dem Landtage für diese Wahl das große Wort führte und auch an den Könia mit dieser Nach« richt entsendet wurde. Auch war esIohann. welcher die Wahl Albrecht's von Oester» reich ernstlich unterstützte, als S ig ismund in seinem letzten Wllen Albrecht zu seinem Nachfolger in Böhmen bezeichnet hatte. Wohl wählten die Utraquisten in Tabor den König Wladis laus von Polen zum Gegenkönig, was jedoch nicht hinderte, daß die österrei' chische (katholische) Partei, an deren Spitze Hanusch mit noch einigen anderen vorneh» men Böhmen stand, den Herzog Albrecht uon Oesterreich im Jahre 1433 feierlich zum böhmischen Könige krönen ließ. Hanusch bekleidete in seinem Alter die Stelle eines Hauptmanns von Prag, eine der höchsten Landeswürden, und starb als solcher. Sein Sohn ist Johann (Hanusch II .) ssiehe den Folgenden). — 32. Johann (Hanusch II.) (gest. 23. September 1483), ein Sohn Io< han n's (l.) aus dessen Ehe mit El isabeth Towaczowsky. Anfänglich für den geist- lichen Stand erzogen, drängte es ihn, an den Hussttenkämpfen Theil zu nehmen und er schloß sich den Zügen seines Vaters gegen dieselben an. Als es aber Friede im Lande wurde, kehrte er zu den Wissenschaften zurück, deren Pflege ihm stets thcucr geblieben war. Er war mit Valhlimm uon älmiöcrg vermalt; als rr aber seine Gattin in kurzer Zeit durch den Tod verlor (1463), beschloß er, dem Welt» leben zu entsagen und wuroe mit des Pap- stes Paul Bewilligung im Jahre 1467 Prie» ster, und zwar Domcapitular auf dem Pragcr Schlosse, dann Propst auf Wyssehrad und nach Iodok'ö von Nosis Tode Administra- tor des Prager Erzbiöthums und päpstlicher Commissär der ganzen Diöcese. Johann wirkte mit aller Energie für Aufrechthaltung des katholischen Glaubens und trat in dieser Hinsicht selbst dem Könige Georg uon Podiebrad muthooll entgegen. Als nach Georg's Tode Unruhen das Land in seine
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Volume 12
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Klácel-Korzistka
Volume
12
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1864
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
528
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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