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seinen Feldherrn an der Spitze der Schaaren noch
kämpfen sah, gab er nicht alle Hoffnung auf.
Aber da wurde Sezyma von einer Feindes«
schaar umrungen und fiel unter ihren Strei-
chen. Jetzt warf sich Ot tocar verzweifelnd
in daö Getümmel der Schlacht. Wie er mit
Wunden bedeckt nach beendeter Schlacht gc»
funden wurde, ist bekannt. Sezyma'sHel«
dentod wurde aber im Vaterlande mit dem
Distichon gepriesen.-
Ills proda.1 tum s, tum naniine
261'VUNI
t^ui satizar äoiniuo vivsro, gui^us mori.
^- 44. Ulrich Franz K. L. (geb. 1609, gest.
3. Jänner !650). Einziger Sohn Heinri ch's
K. ^S. 379, Nr. 22) aus dessen Ehe mit
Elisabeth Freiin von Lobkowitz. Der
Graf war folgewcise Kammerpräsident, 1635
kais. Landtagscommissär, 1643 Obcrstlandes,
kämmercr und 1646 Oberstlandeshoftneister.
Zuletzt wurde er Obrrstburggraf; und früher
schon war er mit dem goldenen Vließ ge«
schmückt worden. Der Graf war mit Üutta
Vlliliü Gräfin Narlinitz vermalt, die Ehe aber
ist kinderlos geblieben, und somit hat der Graf
seinen Vetter Wenzel —Sohn Zdenko
Leo'S — zum Universalerben seines großen
Vermögens eingesetzt. Ulrich Franzens
Witwe, Gräfin Lucia Ot t l l ia . setzte die
Jesuiten zu Erben ihres Vermögens ein und
liegt auch im Profcßhause dieses Ordens in
Wien begraben, s^o/ol^-ai ^Il's^sH?. F>anc.
t7o/n6s ^^Hisi'nsl'^, Rota, Lemper in nielius
^rovoluta. Oi'a.tio lulisdriä iti exec^uils. . .
IN. et Nxo. O. V. HäüIrici l^i-an^lIci I^ib-
etLwLlc^ (?ra3g.s 1630, 4".). — Sieben«
fach es Licht des Hauß GotteS. welches der
hochw. Fr. Fr. Lucia Ot t i l ia oonKolo«
wrat u. s. w. (Wien 1651 , 4o.).) —
43. Vincenz Graf K. L. ^s. d. besond. Bio«
graphie S. 396^ z. — 46. Idenko Leo (Löw)
K. L. (gest. 1640). ein Sohn Albert 's (in
der Reihe der Alberte der VI.). ein treuer
Anhänger Ferdinand's I I . und in Folge
dessen von der Directorialregierung der Stände
seines Amtes entsetzt und des Landes verwie«
sen. Aber nach der Schlacht am weißen Berge,
nachdem sich das Blatt gewendet, erhielt er
alle seine Aemter und Würden zurück, wurde
in den Reichsgiafenstand erhoben, ihm gestat«
tet, mit der Devise pro üäeUtäts auf der
Brust des gekrönten Adlers, der das Fami»
lienwappen vorstellt, das österreichische Wap-
pen zu führen und auch den Flügel des Helm«
schmuckes damit zu belegen. Zdenko Leo
v. Wurzbach, biogr. Lcrikon. XI I . s.Gedr, war Oberster und Hauptmann des Leitmeritzer
Kreises. Auf seine Veranlassung und seine
Kosten erschien in Prag das Werk: ^i>itouis
odei.- kurze Erklärung aus verschiedenen Kr»
niken, wann. was für eine und mit weß Hülfe
die Zerspaltung in Glaudensfachen in diesem
Lande entstanden sey" (Prag 1638 , 4<>.).
Zdcnku war zweimal uerheirathet, aber nur
aus seiner zweiten Ehe hatte er Kinder, Der
Sohn Wenzel, der bald Wenzel Kar l .
Wenzel Heinrich und Wenzel Franz
genannt wird und durch seinen kinderlos
verstorbenen Vetter Ulrich Franz Erbe
eines großen Vermögens geworden, wurde,
wie von Einigen berichtet wird, noch vor sei-
ner Geburt von den Eltern dem Orden der
Gesellschaft Jesu geweiht, nach Anderen aber
von den Jesuiten überredet, in ihren Orden
zu treten. Alle Bemühungen seiner Verwand»
ten. ihn von diesem Gedanken abzubringen,
scheiterten. Der Orden, endlich den Einfluß
der Verwandten fürchtend, schickte den jungen
Grafen vorerst nach Brünn und dann nach
Rom, wö er aber ein frühes Ende — er zählte
kaum 23 Jahre — fand. Die bei Ulrich
Franz sNr.44^Z alsQuelle angegebene Leichen«
rede in latrinischer Sprache ist von Wenzel
Franz verfaßt, der in früher Jugend eine
ungewöhnliche geistige Begabung an den Tag
legte und auch bei einer Gelegenheit, als er
sein Talent zur Geltung gebracht, von Kaiser
Kar l VI. mit einer goloenen Kette begnadet
wurde.
lll. Wappen. Die Beschreibungen des Wappens
stimmen bei den einzelnen Heraldikrrn und
Genealogen nicht überein. Indem weiter unten
jene Beschreibungen folgen, welchen man über
die einzelnen Linien des Hauses hie und da
in heraldischen Werken begegnet, möge den»
selben die dem Original'Diplome des ersten
Grafen Zdenko Leo entnommene, dem diese
Würde am 13. April 1624 verliehen worden,
und zwar in der Sprache, in welcher sie dort
steht, als eigentlich authentische Beschreibung
vorangehen: „In Zcuto vläslicet a^ureo
5iv6 cosi-uloo ÄhüilllQi erecta.ni peälbus
iiiuo iüäs oxteuLiä et 2.N5 sx^icitiä
dicolorslli äextra. rudicu.n6.Hlli, laeva, ar-
Fentoani Huao kurso colors rLüziIsnäsiis
VLli20niU,U1 Lt I'036UlN ^U3U5tü6 D0N1U2
el/r>6uui corona, knrsa. oeotois exliidekt.
Zcuta im,niin63.t Fkiek a^erta. Live clkttirata.
tornsaria, vulxo äieta cancäliis et limdis
3. Sept. 1864.^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon