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Kopecky 430 Kopecky
(Prag l863). schickte E. I u st eine Biographie
Kopecky's voraus. — Waldau (Alfred),
Böhmische Naturdichter. Eine literarhisto-
rische Studie (Prag 18«0. Geröabek. kl. 8".)
S. 437 u. f. lnennt ihn Joseph). — Frem«
den<Blatt (Wim. 4") 1860. Nr. 44: „Das
Porträt rines berühmten Vergessenen" ^in die.
ser, dem ..Tagcsboten aus Böhmen" nachge»
druckten Mittheilung wird Kopecky i rr ig
Kopcesky genannt; auch wird daselbst eines
Porträtes gedacht, das den Marionettenspie-
ler Kopecky den Sohn vorstellt und. ob'
gleich von geringem künstlerischen Werthe,
' dennoch von Jemanden in Pilsen um 48 si.
österr. Währ. gekauft wurde). — slovni lc
QHuön^. Neüaktoi- I.>5. I'i-^nt. I.ll,ä. liio-
gkr, d. i. Conversations'Lerikon. Redigirt
von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1839.
Kober. Ler. 8«.) Bd. IV, S. 80? snach diesem
wäre er schon im Jahre 1846 gestorben, wäh»
rend Waldau berichtet, er sei um 1854 ge-
storben).
Außer den bisher angeführten Personen des Na«
mens Kopecky sind noch erwähnenswert!):
<. Anton Kopetz ky, Zeitgenoß, Ingenieur.
K. wurde im Jahre l837 als Erfinder eines
Elektromotors genannt, an dessen Con»
'struction er durch zehn Jahre gearbeitet. Mit
zwei Elementen uon Smees erzielte er einen
Effect, den er während seiner vieljährigen
Praris selbst an kleinen Modellen mit 24 und
30 Elementen nicht erreichte. Die leicht trans»
'portable Maschine sollte in der Landwirtschaft
mit besonders lohnendem Erfolge sich verwcn«
den lassen. bot gänzliche Gefahrlosigkeit,
nahm wenig Raum ein und kostete im Ver-
gleiche nlit den Ausgaben für die Erzeugung
des Dampfes kaum den dritten Theil. Der
Wiener Kaufmann Robert Hora interessirte
i^ch für diese Erfindung und erbot sich. K. in
die Lage zu setzen. eine Prodcmaschine von
mehreren Pftl-dekräften auszuführen. Wie weit
'diese Angelegenheit gediehen, ist spater nicht
bekannt geworden. ^Wiener Theater
.Zeitung, herausg. oun Adolph Väuerle
(Wien, gr. 4°.) Jahrgang 1837. Nr. 240,
S. 985: „Die Anwendung der Electricität als
Triebkraft. Eine höchst wichtige Erfindung".^
— 2. VenedictKopezky. Zeitgenoß. Im
Lehrfache für Naturgeschichte thätig und als
Verfasser mehrerer selbstständigen Schriften
und Abhandlungen aus diesem Gebiete in
Kreisen der Wissenschaft bekannt. Es sind von
ähm erschienen: „Warnung vor den schädlichen
-Wirkungen der Aether-Einathmung nebst einer Vergleichung der Aetherbetäubung mit den
Narkosen durch Weingeist, Opium, Tabak.
Coca" (Wien <847. 8".); — „Naturgeschichte
der Thiere in ihrer Anwendung auf Handel
und Gewerbe mit vorzüglicher Berücksichtigung
der europäischen Säugethiere". Mit in den
Tert gedruckten Holzschnitten (Wien 183l,
Haas. gr. 8".); — „Lehrbuch der Naturge«
schichte der Wirbelthiere". Mit 132 in den
Tert gedruckten Abbildungen (Leipzig 1852.
Weber. gr. 8<>.); — „Uebersicht der Mineral,
wässer und einfachen Mineralien Steiermarks"
(Gratz 1833, Hesse. 4°.); seine im siebenten
Jahresberichte der Wiener Communal.Ober.
realschule in der Vorstadt Wieden gedruckte
Abhandlung: „Ueber die Nothwendigkeit, das
naturhistorische Princip dcS Mohs in der
Mineralogie beizubehalten", ist auch im Son.
deraddrucke erschienen. Ob die im „Jahrbuche
der geologischen Rcichsanstalt" enthaltenen
Aufsätze im I I . Jahrgange: „Kohle und Eisen,
steine von Görz", im IV. Jahrgange: „Braun.
kohle von Straßgang" und „Schildkröte aus
der Braunkohle", auch ihn zum Verfasser
haben, kann Herausgeber nicht bestimmen.
lparträl. Facsimile der Unterschrift: Dr. V.
Xops-k?. Ioh. Cassini 1836 (lith.), ge.
druckt bei Höfelich's Witwe. kl. Fol.) —
3. David Kopccz ky 2. simeto ^oanQs (geb.
z>, Worlicz in Böhmen im Jahre i696, gest.
zu Kremsier l. Jänner l?38), trat 17l5 in den
Orden der frommen Schulen ein. in welchem
er mehrere Jahre das Lehramt versah. Schal«
ler bemerkt über ihn, daß er in den Wissen-
schaften überhaupt, insbesondere aber in der
Musik ungewöhnlich tüchtige, theoretische und
praktische Kenntnisse besessen habe, und deßhalb
von seinem Orden zum Vorsteher der Semi'
narien in Weißwassrr. Nikolsburg und Kremsier
gewählt worden sei. in welchen er viele Talente
in dieser edlen Kunst ausgebildet habe. Ob
er auch componirt, berichtet Schall er nicht.
^Schalter (Iaroslaus), KurzeLebrnsbeschrei'
bungen jener verstorbenen gelehrten Männer
aus dem Orden der frommen Schulen, die
sich durch ihr Talent und besondere Verdienste
um die Literatur u. s. w. ausgezeichnet haben
(Prag I7i»9, Franz Ger^bek. 8".) S. 82.) —
4. Franz Johann Kopezky. Zeitgenoß.
Doctor der Rechte und Fachschriftsteller. Selbst,
ständig sind von ihm erschienen: „Anleitung
zu dem Verfahren in Grundbuchssachen nach
dem neuen bürgerlichen Gesetzbuche und den
in Oesterreich unter der Enns noch bestehen-
den Patenten und Verordnungen" (Wien 1817,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon