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Aordik 433 Kordik
Richter, unter welchem Namen sich der
bekannte Piarist Adauct Vo ig t (Voigt
hieß, vor Annahme seineS Klosternamens
Adauct, mit dem Taufnamen Niko«
laus, und der Zuname Vo ig t heißt
metamorvhisirtRichter) versteckt hatte;
— „Nie UlllstergelMe 5ind nicht unantläslich"
(Wien 1783, 8".); diese Schrift ist von
einem A. O., unter welcher Chiffre der
draschek versteckt ist. in einer Gegen«
schrift angegriffen worden; — „^e'vi
/«^söT'iF..." (Li-unao 1790, 8". niin).
Auch übersetzte K. aus dem Französischen
die bei Eröffnung des Nationalcapitels
der Prämonstratenser am 13. April 1779
gehaltene Rede deS Johann Bapt.
l 'Eruy, ehemaligen PriorS des Pariser
Collegiums, und gab sie unler dem Titel:
i" heraus. Wann K.
gestorben, ist nicht bekannt; doch dürfte er
im Jahre 1833 noch gelebt haben, da die
„Oesterreichische National-Encyklopadie"
auch in den Nachtragen seines Todes
nicht erwähnt. Damals aber hätte er
schon das hohe Alter von 86 Jahren
erreicht. Im Jahre 1817 wurde K. in
seiner Eigenschaft als Propst, zu welcher
Würde daS Incolat und der Ritterstand
erforderlich sind, in den erbländischen
österreichischen Ritterstand mit dem Prä«
dicate von Korborn erhoben.
Czikann (Ioh. Inc. Heinrich). Die lebenden
Schriftsteller Mährens (Brünn i8 l l . 8<».)
S. 92. — Oesterreichische Bieder»
manns > Chronik. Ein Gegenstück zum Fan<
tasten» und Prediger.Almanach (Freiheitsburg
Akademie in Linz) 1783, 8».) Erster (u. ein.
ziger) Theil, S. 122.
Kordik, Georg, Waler. geb. in
Baye rn um das Jahr 1820). Er machte seine Künstlerstudim in München,
und nachdem er viele Jahre auf Reisen
zugebracht und Gegenstände verschiedener
Art gesammelt, ließ er sich im Jahre
1833 in Karlsbad bleibend nieder, kaufte
sich daselbst im sogenannten „Garten«
thal" eine Villa und hat in derselben
seine reichen Sammlungen aufgestellt.
Seine Wahl siel auf Karlsbad, weil die
Heilquelle daselbst seiner, durch die vie«
len Reisen angegriffenen Gesundheit vor
allen andern zuträglich ist. Schon im
Jahre 1841 hatte K. seine Künstlerfahr«
ten begonnen und auch im genannten
Jahre Karlsbad zum ersten Male be«
sucht, wo er unter Anderen des Walzer«
Componisten Labitzky's sprechend ge»
troffenes Porträt malte, welches später in
Leipzig lithographirt wurde. Von Karls«
bad aus begab sich K. nach Deutschland,
besuchte Dresden. Berlin, Stockholm, St.
Petersburg. Dann ging er nach Rom und
Neapel. Aus dem Süden wendete er sich
wieder dem Norden zu, verweilte zwei
Jahre in St. Petersburg, drei Jahre in
Moskau, begab sich von dort nach Narva.
Reval, Orel, Woronesch, überschritt die
Steppen und Gebirge deS Kaukasus und
machte zu Tifflis in Georgien Halt. Nach
längerem Aufenthalte daselbst schiffte er
über das schwarze Meer nach Constan-
tinopel, von dort nach Athen und ging
dann über Trieft nach Karlsbad. Auf
diesen zwölfjährigen Neisen hat K. Mine«
ralien. Petrefacten, Insecten, ethnogca»
phische Gegenstände u. dgl. m. gesam«
melt; seine Mappen mit aufgenommenen
Ansichten von Gegenden, von Bildnissen
u. dgl. m. bereichert. Auch hat er die
reichen Erfahrungen seiner Reisen, seine
Beobachtungen und Studien über Volks-
sitten u. dgl. niedergeschrieben, und auf
diese Weise ein werthvolles Material zu
Stande gebracht. K. ist vorzugsweise
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Volume 12
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Klácel-Korzistka
- Volume
- 12
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 528
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon