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Kraft 133 Krasickr
centralistischen Sinne gefĂĽhrt. Dr. Krasa
aber. nachdem er zum Landesadvocaten
in Prag ernannt worden, hat
sich
von
der Journalistik ganz zurĂĽckgezogen, jedoch
seinen Sitz im Nbgeordnetenhause des
Reichsrathes beibehalten, in welchem er
das Handelsministerium in der Erbzoll-
frage interpellirte.
s lovn ik uaULN^. Lsäaktoi' Dl. I'laut.
I^aä. KikFer, d. i. Conversations-Leriton.
Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Rieger
(Prag 4839. I . L. Kober. Ler. 8".) Bd. IV,
S. !)60. — Presse (Wiener polit. Journal)
486!. Nr. 167: „Correspondenz aus Prag". —
süi-göu? (Pesther politisches Blatt) 486l.
Nr. 448 sim Feuilleton). — Frankfurter
Journal ls6i. Nr. 467.- „Correspondenz
aus Wien". — Stenographische Proto»
kolle des Abgeordnetenhauses des österrei-
chischen Reicksrathes fĂĽr die erste Session
1861 — 1862 (Wien. Staatsdruckerei. 4<>.)
S. 14l. 176, 3490. 3491. 3534, 3539, 3543,
3544. 3547. 3348. — Noch sind einige andere
Personen des Namens Kräsa bemerkens«
werth, als.- 1. Franz K. (geb. zu Neweklau
in Böhmen), welcher in der zweiten Hälfte
des 18. Jahrhunderts lebte.' ein trefflicher Ali.
sänger in der Piaristenkirche zu Benrschau war
und seit 1796 zu Lemberg in Galizien als
Regiments'Capellmeister diente. Er soll viel fĂĽr
seine Harmonie geschrieben haben. — 2. Ein
zweiter Franz K. war ein trefflicher Oboist
im Infamerie'RcĂĽimente Graf Wallis, in
welchem er sich um das Jahr l7«9 befand;
später machte er Rrisen nach Holland und
England, unc> im Jahre 1803 befand er sich
in Ostindien, in Bengalen als Musikmeister
lebend. ^Dlabacz (Gottfried Johann), Allge»
meines historisches Künstler.Lerikon für Böh«
men und zum Theile auch für Mähren und-
Schlesien (Prag 18<S, Oottl. Haase, kl. 4".)
Bd. I I , Sp. l27.) — 3. Johann K.. lebte
in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Fr war Prager BĂĽrger; im Jahre 142t) begab
er sich in Geschäften nach Breslau, wo er als
Utraquist und Vertheidiger HuĂźens auftrat,
auf König Sigmuno's Befehl aber wurde er
ergriffen, mit Pferden durch die Stadt geschleift
und dann verbrannt, sslonnik ng.u <3u^.
R.eöNktoi' Di>. I^ant. Lacl. RisKyr, d. i.
Conoersations'Lexikon. Redigirt von Dr. Franz
Lad. Rieger (Prag 1859, Kober. Lex. 8".)
Bd IV, S. 960. Nr. 1.) — 3. Peter K-. eines Franz K. , eines in Polen
lebenden ClarinetwVirtuosen; Peter war
Capellmeister eines Infanterie-Negiments. selbst
ein tĂĽchtiger Musikus, der, wie Dlabacz
am angez. Orte berichtet, „viel Ruhm durch
seine Kunst und die Menge der schönsten Com<
Positionen sich erwarb". — 4. Krä.sa. Der
Taufname dieses merkwĂĽrdigen Menschen ist
nicht bekannt. Wie die Leipziger „Musik-
Zeitung" des Jahres 1799. Nr. 26'S. 404,
im Aufsätze „Etwas über den jetzigen Zustand
der Musik in Spanien" und nach dieser die
oon Emanuel MeliZ redigirte öechische Musik»
Zeitung „DaNbor" berichtet, lebte K., ein ge»
borner Böhme, im Jahre 1799 als Geistlicher
in Madrid und war als Virtuos auf der Glas«
Harmonika berĂĽhmt. Diese letztere hatte er
sich selbst verfertigt und sie mit einem Pedal
versehen. Er spielte auf ihr mit der linken
Hand. Sein Vortrag auf ihr wie auf dem
Piano war seelenvoll und entzĂĽckte jeden
Zuhörer. Nur durch sein Spiel, erzählt man.
soll er sein ansehnliches Kirchenamt erlangt
haben. Er lebt nur für die Musik und „wo
er geht und steht", heiĂźt es im Berichte,
„schlägt er mit Händen und Füßrn den Tact".
Einmal erfaßte ihn am Altare seine musika»
tische Begeisterung und ließ ihn seine kirch»
liche Function vergessen. Dergleichen ZĂĽge
lieĂźen sich noch viele ĂĽber ihn melden. Weder
Dlabacz noch Schilling und Schlade«
bach gedenken seiner. Die Bemerkung, daĂź
weder Dlabacz noch Schill ing und
Schladebach ihn kennen, welche Meliä
im „DaUooi-" macht, ist wohl richtig; dafür
nennt ihn aber Gerber, der Nestor aller
Musik-Lexikographen und die Quelle der drei
Obengenannten, in seinem „Neuen histo-
risch'biographischen Lexikon der TonkĂĽnstler",
Bd. III) Sp. 104. im Terte des Artikels
Krassa. lvaNooi-. ^eä^tor Nm. 21 e>
II« (?l.TF, 4°.) t862. Nr. 36. S. 283. im
Aufsatze.- „2i3toi-i<:i:s 2 kridickv äroonosti
0 6e5k?uk duäsdiiiLük«, 0. i. Historische und
kritische Kleinigkeiten von öechischen Musikern.)
Krasicki, Ignaz Graf (polnischer
Dichter, geb. zu Dubiecko im Sano«
ker Kreise GalizienS, nach polnischen
Quellen 3. Februar 4735, gest. zu Bei-
lin 14. März 48041- Ein Sohn deS
Grafen Johann K., Castellans von
Chelm, aus deffen Ehe mitAnn aStai-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon