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Araus 130 Kraus
Söhne sind: Kar l , Phi l ipp und Franz,
und die beiden ältesten Kar l und Phi l ipp
brachten zuerst die rit terl iche, dann die
FreiherrnwĂĽrde in die Familie, welche
durch die Gnade Sr. Majestät auch auf die
Kinder des dritten längst verstorbenen Bruders
Franz ĂĽbertragen wurde. I. Freiherr Kar l
war (seit 1829) mit Amalie Freiin von Vechsner
(gest. 1. März 1837) vermalt. Aus dieser
Ehe stammen zwei Söhne.- Kar l (geb.
12. December 1834), Concipist im Staats«
Ministerium, vermält (seit 16. Juni 1859)
mit Anna geb. Freiin von Wayr (geb.
28. Mai 184t). Eine Tochter Mar ie (geb.
i». Juli 1861) ist eine Frucht dieser Ehe.
Der zweite Sohn des Freiherrn Kar l ist
Heinrich (geb. 19. Februar 183?), auch in
k. k. Staatsdiensten. — I I . Freiherr Phi l ipp
^s. den Folg.) wurde am 23. Juli 1847 in
den Freiherrnstand erhoben. Er war seit
1826 mit Constanze von 5karbek-Vorowska
tgeb. 1803) vermält und stammt aus dieser
Ehe nur ein Sohn «Philipp (geb. 1830),
gestorben in der BlĂĽthe seiner Jahre am
12. März 1836. — I I I . Franz (geb.
30. October 1796, gest. 9. August 1842).
gewesener Hofrath und galizischer Gefallen«
Administrator. Franz hinterlieĂź die Witwe
Johanna Victoria geb. von Gsiermann (geb.
«. März 1814), und stammen aus dieser
Ehe drei Kinder: Franz (geb. 14. December
1842), Mar ia (geb. 28. März 1839) und
Anna (geb. 23. Juli 1841). Vorgenannte
Witwe mit ihren drei Kindern wurde von
Sr. Majestät dem Kaiser Franz Joseph I.
in Anerkennung der vorzĂĽglichen Dienste
weiland des gewesenen Hofrathes und galizi«
schen Gefallen'Aoministrators Franz K., so»
wie in RĂĽcksicht der dem Kaiserhause und
dem Staate geleisteten ausgezeichneten treuen
Dienste seiner beiden BrĂĽder, des damaligen
Iustizministers Dr. Karl Freiherrn von KrauĂź
und des Reichsrathes P h i l i p p Freiherrn
von Krauß, mit Allerhöchst unterzeichnetem
Diplome August 1833 in den Freiherrnftand
des österreichischen Kaiserstaates erhoben. —
Wappen. Geoierteter Schild mit Herzschild.
Herzschild.- in Gold drei (zwei ĂĽber einem)
blondgelockte Engelsköpfe von natürlicher
Farbe mit silbernen FlĂĽgeln. 1 und 4.- in
Vlau auf grünem Dreihügel ein einwärts«
gekehrter, golden gekrönter, bewehrter silber«
ner Greif ftildet mit dem Herzschilde das
Stammwappen); 2 und 3.- in Roth ein in
Gestalt rines ^V eckig gezogener silberner Querbalken. Auf dem Schilde ruht die Frei»
Herrnkrone, auf welcher sich drei gekrönte
Turnierhelme erheben. Aus der Krone des
rechten einwärtsgestellten Helms wächst der
silberne Greif von 1 und 4; aus dem mitt»
leren in's Visir gestellten Helme erhebt
sich ein einwärtsgekehrter silbern geharnischter
Mann mit goldenen FlĂĽgeln und erhobener
rechter Hand, die Linke in die Seite gestemmt.
Der Helm des Ritters ist golden gekrönt
und das Visir herabgelassen; die Krone des
linken, nach innen gestellten Helms trägt drei
wallende StrauĂźenfedern; eine silberne zwi'
schen zwei rothen. Die Helmdecken sind
rechts blau mit Silber, in der Mitte blau
mit Gold, links roth mit Silber belegt.
Die Schildhalter: Zwei wilde Männer
von natĂĽrlicher Farbe, Haupt und Lenden
mit Eichenlaub umgeben, beide auswärts
sehend, der rechte das Schild mit der Linken,
der linke es mit der Rechten fassend, und
jeder mit der freien Hand eine gestĂĽrzte Keule
haltend.
KrauĂź, Philipp Freiherr von
(Staatsmann, geb. zu Lemberg in
Galizien 2s. März 1792, gest. im Schlosse
Schönbrunnbei Wien 26. Juni 4861).
Bruder des Freiherrn Kar l , zur Zeit
Präsidenten deS k. k. obersten Gerichts-
und Caffationshofes ^s. d. S. 149^j.
Phi l ipp besuchte das Gymnasium und
die philosophischen Schulen in Lembera,
und trat ebenda nach beendeten juridisch»
politischen Studien als Concepts>Prakti»
kant bei dem galizischen Fiscalamte in
den Staatsdienst. Bemerkenswerth ist es,
daĂź er, noch Studirender, zu Anfang
des Jahres 1811 einen Finanzplan aus»
gearbeitet und denselben noch vor dem-
Erscheinen des folgenschweren Finanz»
patentes vom 20. Februar 1811 an die
Finanz.Ho^commission ĂĽberreicht hatte,
welche, ohne das Elaborat zu benutzen,
ihm für dasselbe eine anerkennende Be«
lobung aussprach. K.'s amtliche Vor»
rĂĽckung ging schneller vor sich, als es
sonst, wenn nicht hohe Geburt mithilft,
zu geschehen pflegt. In seinem Talente,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon