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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Volume 13
Page - 156 -
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Page - 156 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Volume 13

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Ar«us Kraus wordenen Dienstboten eine sichere jähr- liche Pension. Auf diese Art hat er bis zu seinem Ableben sich selbst an jähr- lichen Pensionen und Unterftützungsbei» tragen mehr denn 2000 fl. zur stetigen Auszahlung firirt. Und so erklärt eS sich. daß dieser hochherzige Mann, trotz der bedeutenden Gehaltsbezüge, die er in den seit 4848 eingenommenen hohen Stellungen genoß, trotzdem, daß er vier Jahre Finanzminister und dieß zu einer Zeit war, in welcher größtentheils die Finanzverwaltung ohne alle Controle von Seite der Volksvertretung war, und Anlehen über Anlehen contrahirt werden mußten, bei seinem Tode gar kein Vermögen hinterließ. Freiherr Philipp war seit 4826 mit einem galizischen Edelfräulein, Constanze von Skarbek'Borowska, ganz daS treue Spiegelbild ihres Gatten, ver« malt. Aus dieser Ehe ging nur ein Sohn, Philipp (geb. 4830), hervor. Reich begabt an Talenten, hatte er bereits die Rechtsstudien und den große» ren Theil der Doctoratsprüfungen zurück» gelegt und war in den Staatsdienst getreten. Da raffte am 42. März 4836 den hoffnungsvollen 26jährigen Jung» ling nach kurzer Krankheit der Tod dahin. Vergleiche ferner in den Quellen zu Karl Freiherr von Krauß: „Zur Genealogie der Freiherren von Krauß". Phi l ipp Freiherr von Krauß, geboren 28. März 1792, gestorben 26. Juni 186l. Ein Nekrolog (Wien!86i. Friedrich Manz. 8°.). ^Ein die Wirksamkeit dieses zu früh verblichenen Staatsmannes ausführlich schil. dernder pietätvoller Nachruf. Als Verfasser wird von Einigen Sectionschef Ritter von Hye lsiehe über diesen: Bd. IX, S. 453) bezeichnet,) — Wiener (amtliche) Zeitung 186l, Nr, 238. S. 4030: Nekrolog von Dr. L. Neu mann. sVemerkenswerth erscheinen in diesem in den engen Rahmen eines Journal- artikels gedrängten Nekrologe folgende Worte: „Streng gegen sich selbst in jeder Pflichterfül» lung, mild und nachsichtig gegen Andere, war Kraus unnachsichtlich. streng und gerecht in der Mißbilligung jener Leute, die sich selbst so gern an die Stelle der Kirche setzen, die, Geistliches und Weltliches vermengend, den Staat und die staatliche Gewalt hierarchisch persönlichen Zwecken dienstbar machen möch» ten. Eben weil Krauß so tief religiös war, wollte er Gott gegeben wissen was Gottes, aber auch dem Kaiser was des> Kaisers ist; daß ein Mann von so unbestrit- tener Religiosität, von so anerkannter Unab» hängigkeit des Geistes, von solchem Offen« muth, von solcher Gewissenhaftigkeit wie Krauß daraus kein Hehl machte, wie wenig er mit den Maßregeln einverstanden gewesen, welche in den letztversiossenen Jahren zur Feststellung der Beziehungen zwischen Kirche und Staat getroffen worden, wiegt schwerer und spricht lauter, als Legionen von Argu» menten. Er bezweifelte mit Recht, daß Fehler in dieser Lebensfrage begangen, der Kirche, der Religion zum Vortheile gereichen könnten, und seinem scharfen staatsmännischen Blicke konnten die namenlosen Nachtheile nicht cnt' gehen, welche für das Ansehen und die Kraft der Regierung, für die staatliche Ord' nung der Dinge daraus hervorgehen mußten. Die Freiheit der Kirche im wahren unoer« drehten, nicht selbstsüchtig verstandenen Sinne des Wortes lag dem edlen Krauß nicht weniger, ja noch viel mehr am Herzen als jenen kirchlichen Ultraliberalen, deren Librra' lismus wie jener der Demagogen schließlich in der ärgsten Knechtschaft der Seele und des Geistes gipfelt." So die „Wiener Zeitung" vom 6. November 18N1.) — Brünner Zeitung 186l, Nr. 548. — Pest.Ofner Zeitung 186l. Nr. 283. — Fremden. Blat t (Wien, 40.) 1861. Nr. 474. — Der Wanderer (Wien. 4<>.) XXXVI. Jahrgang (1849), Nr. 34. — Grenz boten. Redigirt von Ignaz Kuranda (Leipzig, Herbig. 8°.) 1847, Bd. I I I , S. 167: „Korrespondenz aus Wien". — Vehse (Eduard Dr.), Geschichte des österreichischen Hofs und Adels und der österreichischen Diplomatie (Hamburg 1853, Hoffmann u. Campe, kl. 8«.) Bd. XI , S. 186. — Didaskal ia (Frankfurter Unterhaltungs« blatt). Jahrgang 1830, Nr. 16. sIn dieser pamphletartigen und perfiden Schilderung des Ministeriums Schwarzenberg heißt es von Krauß: „Er dürfte als ein Ehrenmann zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Volume 13
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Kosarek-Lagkner
Volume
13
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
546
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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