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174 Areibich
BĂĽhnen gegeben worden ist. Ein 3ust-
spiel, welches den Fall Venedigs behan-
delt und worin K. einen des Dichters
unwürdigen Ton anstimmt, blieb wir»
kungSlos und zog ihm verdiente Angriffe
zu. Nach längerem Aufenthalte in Vene«
dig und geblendet von dem damals im
Aufsteigen begriffenen Gestirne Napo-
leon's, huldigte er diesem in einer dem
ĂĽberschwenglichen Charakter jener Zeit
entsprechenden Weise und erhielt wieder
als Gegengabe von französischer Seite
Auszeichnungen und ansehnliche Unter,
stützungen. Er kehrte später in sein Vater-
land Dalmatien zurück und beschäftigte sich
mit historischen Studien, deren Ergebnisse
er auch in dem Werke:
^ara 4806) veröffentlichte. Dieses Werk
hat mannigfache Beurtheilungen ersah«
ren und wohl dĂĽrfte Nie. Tommaseo's
Urtheil darĂĽber maĂźgebend sein. Dieser
aber nennt es „non sikFantk lavoro, ma
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." Als spater die politischen Ver.
hältniffe eine andere Wendung nahmen,
Dalmatien und Venedig österreichisch
wurden, machte auch K. eine Schwenkung
und suchte eine Anstellung zu bekommen,
was ihm aber doch nicht gelang. Er ver»
lieĂź nun, indem er mit einem Male Hab
und Gut verkaufte, Zara und begab sich
nach Italien, wo er von niederer Schrift»
siellerei, indem er lidretti für Composi»
teure schrieb, sein Dasein fristete. Sein
unordentliches Leben, häusliche Beküm« merniffe und die Qualen eines verfehlten
Ehrgeizes raubten ihm aber bald den
Verstand. Irrsinnig, und als sollte er
die Qual seines Zustandes noch schwerer
empfinden, von Zeit zu Zeit von lichten
Augenblicken heimgesucht, lebte er noch
dreizehn Jahre, von 1823—1838. Von
seinen Schriften ist auĂźer den schon
erwähnten Textbüchern noch bekannt
eine Abhandlung äsiia satira
romkmk, welche er im ^.tsuso
las, und welche nichts weiter ist als eine
Compilation bereits bekannter Sachen;
und „HilanUo OaPltoöl'no
is 1807).
Kreglianovich erscheint bei Tipaldo mit
dem Beinamen Alb inon i , bei Gliubich
mit dem Beinamen A lb ion i ; Tommaseo
aber nennt ihn Giovanni Albino K.,
und so dĂĽrfte sich sein Beiname Albinoni
oder Albioni am richtigsten in die Tauf»
namen Johann Alb in K. auflösen. —
N5a?ak l^MlNo ^ , LiaFl-küa äsxii It2-
liani iiinstli neUs soieu-s, Isttsrs eci. g.rU
äai ssoolo XVIII s äs' ooQtsmxorHuoi
eoc. soa. (Vsus-iH 1841, 8°.) Volums VIII,
p. 93. — ?om7?l«iHsc» l^<?<?o5ä^ , D^iouario
sstotioo. I'art6 moäsrn«. (UU»,ua 1858,
I»sr6Ni, Lex. 8°.) p. 196. — 6/luü^/i
sFN uomini iNu^tri äslla.
(Vienua e 2»i-H 1836, 8".) x. 92
sonach diesem wäre er zu Anfang des laufen«
den Jahrhunderts gestorben, was unrichtig ist^.
— Ii 2. vaos äkluikti aa 1861, I^ o. 12,
x. 94: „Vrsvi. oonsiäsraHiiaiii intoi-no 2.3Ü
LorMi äsi oonts QiovHQni I^rsFliaiioviod.",
äa (Üoriolüno äs' Osriuoo I^uclo. —
DĂĽringsfeld (Ida uon), AuS Dalmatien
(Prag 1857, C. Bellmann, 8«.) Bd. I, S. 183,
154. 300 u, 301. — In der „Kidliotsoa äi
I'ra. Innoosn20 OiuUed ULlil^ lidrsria, äs'
KL. I>I». I'ranosseHui äi ^23^52" befindet
sich unter Nr. 978 ein Manuscript unter dem
Titel: „tÜSQui diasraüei äi Viuoon20 vrü.go,
^ioolo <32g.xiod., HrsĂźlianovioti cou LSFuito
äi criticks ai ästti asnni Zaritti äg.1 i'oN-
Kreibich, Franz (To nkĂĽnstler, geb.
zu Zwickau in Böhmen 2. Juni 1728,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon