Page - 210 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Volume 13
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Areuher 210 Kreutzer
einen Meister, wenngleich einen kleinen,
aber doch einen Meister, nennt.
Neue i l lustrirte Zeitschrift. Illustrirtes
Volksblatt. I I . Bd. (1846). Nr. 21: „Cha»
raktere der Gegenwart. Deutsche Musiker,
it . Conradin Kn'utzer" I^ mit Holzschnitt, von
Mauch). — Riedl (W. H.). Musikalische
Charakterköpfe (S wttgnrt und Tübingen l883,
Cotta, 80.) S. 239—250: „Zwei kleine Mei»
fter, 1. Conradin Kreutzer". — Allg emein c
Zeitung 185U. Beilage Nr. 49; 1553. Bei-
lagcNr. 8. — Neues Uniuersal«Lexikon
der Tonkunst. Angefangen von Di-. Julius
Schlad'ebach. fortges. von Eduard Berns-
dorf (Dresden, Schäfer, gr. 8".) Bd. I l ,
S. t,59. — Gaßner(F. S. Dr.), Universal
Lexikon der Tonkunst, Neue Handausgabe in
einem Bande (Stuttgart 1849. Franz Köhler
2er. 8".) S. 5lU — Schil l ing (G. Di-.),
Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C.
Neidhard. gr. 8".) S. 197. — Meyer (I.),
Das große Conuersations-Lexikon für die gebil«
deten Stände (Hildburghausen. Bibliograph.
Institut, gr.80.) Bd. XIX, Abthlg. <, S. i38,
Nr. 2. — Wigand's Conversations»Leri-
kon (Leipzig, gr. 8°.) Vd. VI I , S. 698. —
Brockhaus' Conurrsations-Lexikon, 10. Auf»
läge, Bd. IX, S. 214. — Die Hamburger
„Jahreszeiten" enthalten im Jahrgange
1830 und auch in den folgenden wiederholte
größere und kleinere Mittheilungen über diesen,
auch in der Erinnerung der Hamburger fort-
lebenden deutschen Tondichter; unter ersteren
sind besonders hervorzuheben eine Folge von
vier aus Hamburg im Jahre 1846 oatirten
Briefen K reu Her's und ein Aufsatz des Dr.
Ignaz Hub: „Tie Quell? zu Kreutzer's „Nacht«
lager bei Granada"; leider kann ich die Jahr»
aänge nicht mit Bestimmtheit angeben. —
Das FrankfurterKonoersationsblatt
1831 enthält in einer der ersten 10 Nummern
des Monats Jänner ein schwungvolles Ge<
dicht: „Den Manen Conradin Kreutzer's",
von I . G. Fischer, in welchem es mit sinni»
ger Anspielung auf mehrere in der Gesangs»
Welt so beliebt gewordene Lieder'Compositio«
nen Kreutzer's von ihm heißt: „Der durch
sein Lied die sĂĽĂźen Bande > Der Liebe schlingt,
so himmlisch weiht, I Begeistert singt vom
Vatcrlanoe > So oft bedroht, so oft befreit j
Der mit der „Siegesbotschaft" Zuge j Die
„Wolken über'ln Rhein durchbricht" I Und
sinat „im Aar- und Schwanenfiuge": j „Der
Herr verläßt die Seinen nicht". > Du, der vom Thal „bei Wies' und Quelle" j Mit Hirten
sang zum Berg empor, I Und zu dem „Glöck»
lein der Capelle" l. Den „schauerlichen Leichen»
chor" > Du tönereicher „Hirtenknabe". > Der
singend sich „gefreut im Thal". > Auch du bist
„dort gebracht zu Grabe" > Und „dir auch
sang man dort einmal". > Doch ĂĽber deinem
Leickienhügcl I Ging auf ein ew'ger „Tag des
Herrn" > Unsterblich rauscht mit lichtem FlĂĽgel
I Dein Genius auf unsrem Stern I u. s. w. —
Porträte. 1) Unterschrift: (^ui-ncün Xi-eut^sr.
Auguste Hüssener l-o. ^wohl das ähnlichste
Bildniß K. 's^— 2) Facsimile der Unter,
schlift: Ooui-aäiu Ivi-sutsoi-. Ohne Angabe
des Zeichners und Lithographen. Gedr. bei
Il)s. Swufs in Wien (gr. 4».); -. 3) lithogr.
von Eybl. (Wien, Witzendorff, Qu. 4"); —
4) lithogr. von Kriehuber (Wien. bei Has-
lilMr. Fol.); — 3) nach Schubert gest. von
C. Mayer, mit Facsimile (Stuttgart, Göpel,
4".); — 6) Stahlstich von Weg er und
Singer (Leipzig. G. Mayer. 4".); — 7) ohne
Ang. des Zeichners u. Lithographen (Mainz,
Schott Söhne, kl. Fol.). ^Das von Hille-
macher gestochene (si'avs ĂĽ. I'sau lorto) in
der Serie: „1U I>oi'ti'2it8 ätz rauLio^ns", und
das von Quenedey gestochene (äsüäiiiv «t
gl'Hvs a,u i>n^LiouatiĂĽ.os) in der Serie:
„20 l'oi-ti'HitZ cls muäioien«" befindliche Por<
trat stellt nicht ihn, wie das Register zu H ei tz-
ma nn's Porträt'Katalag angibt, sondern den
berühmten französischen Violinvirtuosen und
Compositeur Nuoolph Kreutzer dar. l^ —
Kreutjer's Charakteristik als Tondichter.
Riehl in seinen „Musikalischen Charakter»
köpfen" führt ein Wort Gutzkow's über
Uhland an und schreibt: „Was Gutzkow
von Uhland gesagt hat. daö gilt in diesem
Sinne auch von Kreuher: Er zog die
Glocken der Capellen, stellte Hirtenknaben auf
die Bergesgipfel und legte ihnen selige Lieder
in den Mund. Er zauberte die Vergangenheit
in verklärter Gestalt aus den Keimen wieder
auf, lieĂź noch einmal die alten Falken der
Jagden steigen — ließ Sänger an die Pforten
der Burgen um EinlaĂź klopfn, zauberte uns
Jungfrauen auf den grünen Plan und Königs»
söhne, die vorüberzogen und sie .liebtm."
Ueberhaupt muĂź auf die streng kritische, aber
nichtsdestoweniger liebe und pietätvolle wie
geistvolle Charakteristik Kreuher's durch
Riehl um so mehr aufmersam gemacht wer»
den, als es gilt, das leichtfertige und dabei
so apodictisch klingende Urtheil in Schlade»
bach«Bernsdorf's „Universal-Lenkon der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon