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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Volume 13
Page - 215 -
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Page - 215 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Volume 13

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2155 Krieg 1627 mit Diplom vom 29. März erfolgte für fünf Vettern, u. z. Nalthasar, Ambros, Hanns Kar l , Johann und Jacob die Erhe- bung in den Ritterstand. Der Erstgenannte wurde als Landmann in Oesterreich ob der Enns den 19. Jänner 1629 dem Ritterstande einverleibt. Seine beiden Söhne Friedrich und Sigismund Nalthasar erhielten nebst ihrem Vetter Wolfgang Kar l , Propst des Collegiatstiftes am Petersberge zu Brunn, mit Diplom vom 19. September 1676 die freiherrliche Würde. Sig ismund Bal« thasar'S Sohn Johann Jacob war der letzte männliche Svroße dieses Adelsgeschlech« tes, denn aus seiner zweimaligen Ehe hatte er nur vier Töchter, aber keinen Sohn. Von den übrigen vielen Kindern Sig ismund Balthasar's, und zwar von vierzehn aus der ersten Ehe mit Nana Anna Gräsin Aatzia» ner und vieren aus der zweiten mit Eleonora Elifaörth Gräsin Aatzianer, sind außer der obenerwähnten Maria Anna, Stifterindes St. Pöltener Englischen Fräuleinstiftes, noch bemerkenswerth: 1. Georg Friedrich Frei» Herr uon K. (geb. 1667, gest. zu Hermann» stadt 14. Februar 17^0), ein ausgezeichneter Kriegsheld seiner Zeit, der schon im Jahre 1683 Hauptmann war und der Belagerung Wiens durch die Türken beiwohnte. Dann focht er unter Ludwig von Baden als ober- ster General in den Feldzügen 1689 und 169l und bewies großen Heldenmuth in der Schlacht bei Salankemen. Im Jahre 1701 verlieh ihm Kaiser Leopold das 54. Infanterie'Regiment. heute Feldmarschall'Lieutenant Freiherr von Grueber. Zum Feldmarschall'Lieutencmt er» nannt, kam er zur Armee nach Italien, wo er 1?U4 Ivrea im Piemontesischen tapfer ver« theioigte. Dann ging er nach Bayern, wo er die Bauernunruhen dämpfte, die Rebollen zuerst bei München (24. December 1704) und dann bei Aidenbach (im Jänner 1703) auf's Haupt schlug, die festen Plätze Braunau. Sciiärding und Burghausen nahm und die Ruhe im Lande herstellte. Im Jahre 1707 kämpfte er neuerdings in Italien, eroberte Reagio und Susa. Nun ernannte ihn der Kaiser zum Feldzeugmeister und gab ihm 1708 das Generalcomando in Siebenbürgen. Dort hatte Johann Ludwig Graf Bussy Rabut in gegen Rakoczy gekämpft und war mit unnachsichtlicher Strenge gegen die Nebel« len vorgegangen. Als Kriech bäum in das Land kam, war die Rebellion noch lange nicht bezwungen. Es kam zu einem Kampfe mit den Rebellen, welche 8000 Mann stark, von einem Grafen Karoly angeführt, von Kriechbaum aber geschlagen wurden. Nun erst konnte die Pacificirung Siebenbürgens mit Erfolg vorgenommen werden. Im Jahre 1706 hatte sich Freiherr Georg Friedrich mit Nana Ioftpya Gräsin Ratzianer vermalt. Da er von dieser keinen Leibeserben besaß, verfügte er. als er. erst 43 Jahre alt. starb, daß nach deni Ableben seiner Gemalin seine geistliche Schwester Anna Maria sein gan- zes ansehnliches Vermögen erbe. ^Reilly (Franz Ioh. Ios. v.), Skizzirte Biographien der berühmtesten Feldherren Oesterreichs von Ma- ximilian I. bis auf Franz I I . (Wien 1813. kl. 4".) S. 252. - Oesterreichisches Mi . litar» Konversations-Lerikon uon I . Hirtenfeld (Wien 18ö0, gr. 8<>.) Bd. I I I , S. 634.— Wißgr i l l (Franz Karl). Schau« platz des landsässigen Nieder-Oesterreichischen Adels vom Herren» und Ritter-Stande (Wim. 40.) Bd. V, S. 293.) - 2. Ignaz Freiherr von K. (geb. zu Vöklabrug 24. Februar !639. gest. zu Linz 12. März 1711). Nach Wiß. gri l l heißt er Johann Ehrnvert. trat im Alter von 13 Jahren in den Orden der Gesellschaft Jesu. erhielt zu Wien die philo- sophische Doctorwürde und versah daselbst und später zu Linz das Lchramt der Dichtkunst und Philosophie. Später ging er Zum Predigtamte übrr und versah dasselbe durch 23, darun« ter 12 Jahre an der Wiener Aula. Zuletzt war er Rcctor zu Leoben und zweimal zu Linz. Außer mehreren lateinischen Lob< und Festreden, welche Stoeger aufzählt, veröffent- lichte er durch den Druck: «Vinä.iQin.h a.uti- tketiegH d,on,oviL pkilo^opkioi" (VivQnkL 1664, 12".); — „^UtiLlii-ik 8srHQ!55iWU.O Visonai'QL RoFinks ?awliill.o ^.reliiänei ^U8ti-iko« (ebd. 1693, 5'o1.); — n ? ^ - F^ris I^mm. I). <jo. ^u!iVI>o ^ViLLOyo ?a.8l>g.v. s OomMdul, clo I^indsl-^" (ebd. 1700, 4«.). sHios<?6?'//<?an/ieH^V6F.^ soi-i^o- 568 I?rovineiü,» ^ustriackc äooiotktiä ^oüu (V56U.U2S st liktisb. 183Ü, I.sx. 8".) x. 196.) — Ob eine heute noch bestehende, in Steter- mark vorkommende Familie dieses Namens mit der obigen bereits erloschenen Fmherrn. familie verwandt, kann Herausgeber dieses Lerikons nicht bestimmen, Krieg von Hochfeldeu, Franz Freiherr . (Staatsmann, geb. zu Rastatt im Großherzogthume Baden 10. December 4776, gest. zu Wien 17. April 1836).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Volume 13
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Kosarek-Lagkner
Volume
13
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
546
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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