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Krieg 217 Krieger
tes, deffen Entwurf und Einrichtung ein
Werk des damaligen Hofrathes Philipp
von Kraus sind s^. d. S.130); bewirkte
die Errichtung einer Sparcafse in Lern»
berg; die Erweiterung des öffentlichen
Unterrichtes in seiner classischen, technischen
und landwirthfchaftlichen Richtung durch
Vermehrung der Nnterrichtsanstalten und
Verbesserung der Lehrmittel; endlich rich«
tete er, und mit Erfolg seine Aufmerk«
samkeit auf die Verbesserung und Aus-
dehnung der Verkehrsmittel, namentlich
durch Förderung und Ausdehnung des
StraĂźenbaues, der FluĂźregelung u. f. w.
Krieg's Verdienste um den Staat fan»
den früh und später mehrfache Anerken-
nung. Bereits als Hofrath, im Jahre
4817, wurde er mit dem St. Stephans«
Orden ausgezeichnet und den Statuten
des Ordens zu Folge in den Freiherrn'
stand erhoben. Später erhielt er noch
das GroĂźkreuz des Leopold-Ordens und
zuletzt das Commandeurkreuz des St.
Stephans'Ordens in Brillanten, eine Aus-
zeichnung, welche vor ihm kein Staats-
mann erhalten hat. Ueber seinen Fami-
lienstand vergleiche die Quellen.
Wiener Zeitung 1856, Nr. 117, S. 1502. —
Prag er Zeitung 1856. Nr. 123. — Frei'
Herrnstands'Diplom vom 16. Juli 1818.
— Familienstand der/reih errnsamilie Krieg
von Hschselden. Freiherr Krieg war mit
dem galizischen Edelftäulein Ourotljea von Wa-
dowski vermalt, aus welcher Ehe folgende
Kinder stammen: Wilhelm Freiherr K. von
H.. k. k. Hofrath bei der Landesregierung in
Trovpau; Gustav Freiherr K. von H., Lau»
desgerichtsrath und Jul ie, Gemalin des k. k.
Feldzeugmeisters und Maria Theresien'Rirterö
Ritter von Benedüll. — Wappen. In Roth
ein aufrechtstehender geharnischter Mann mit
rothem Federbusche auf der Sturmhaube, in
der Rechten einen blanken Säbel haltend, die
Linke in die Seite gestemmt. Den Schild be»
deckt die Freiherrnkrone, aus welcher der ge»
Harnischte Mann des Schildes hervorwächst.
Die Helmdecken sind zu beiden Seiten roth
mit Silber belegt. — Ohne Zweifel derselben Familie angehörend ist der badische General«
Major und Geschichtsforscher G. H. Krieg
von Hochfelden. der im 11. Bande der
„Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft
in Zürich" (S. 105—136 d) eine Folge der
Denkmäler des Hauses Habs bürg in der
Schweiz eröffnet, und zwar mit der Veste
Habsburg im Aargau. Diese trefflich illustrcrte
Abhandlung enthält eine Abbildung der Burg,
den GrundriĂź und Durchschnitt der Veste, ein
Siruationskärtchm. neun in den Text gedruckte
Abbildungen einzelner Bnuwerke und ein fac»
similirtes Blatt mit dem Titel: „Contrafactur
des fĂĽrstlichen Hauses Habsvurg, wie es noch
diser Zeitt in wäsen (1620)". — Noch ist hier
des Adam Krieg (geb. zu Rabensburg in
Unterösterreich 30. September 1785, Todes«
jähr unbekannt) zu gedenken. Im Jahre 1808
trat er in das Benedictinerstift Melk; und
erhielt 1811 die Priesterweihe. Nun wurde er
Professor an den Grammaticalclassen, Chor<
Verweser und Director ĂĽber das Alumnat der
Sängerknaben. Mit tüchtigen musikalischen
Kenntnissen ausgerĂĽstet, hob er die im Stifte
bis dahin ziemlich verwahrloste Kirchenmusik
durch seinen rastlosen Eifer auf eine hohe
Stufe.'^Schilling (G. Dr.), Das musika-
lische Europa (Speyer 1842, F. C. Neidhard
gr. 80.) S. 197. — G aß ner (F. S. vi-.).
Universal<Lerikon der Tonkunst. Neue Hand-
ausgabe in einem Bande (Stuttgart 1649,
Frz. Köhler, 3er. 8°.) S. 311.) — In neuester
Zeit aber machte sich, so jung er war, durch
scine tĂĽchtigen Leistungen auf dem Gebiete
der Chemie bekannt Dr. Ludwig Krieg.
In Böhmen im Jahre 1834 geboren, raffte
ihn der Tod in der BlĂĽthe seines Lebens,
im 30. Jahre, am 22. Juli 1864 zu Tachau
in Böhmen, dahin. K. war technischer Che»
miker und durch mehrere treffliche Arbeiten in
den technischen Zeitschriften den Fachmännern
wohl bekannt. Seine Thätigkeit wendete sich
vornehmlich der Zuckerparaffin' und Anilin«
fabrication zu, und sein Werk: „Theorie und
praktische Anwendung des Anilin in der
Färberei und Druckerei", welches im Jahre
1860 in Berlin in erster Auflage erschien, wur
bei seinem Tode fĂĽr die dritte Auflage im Drucke.
Wiener Zeitung 1864. Nr .190. S. 342 )
Krieger, Willibald (gelehrter Jesuit,
geb. zu Deckendorf in Bayern l t . Fe.
bruar 4683, gest. zu Grab 1. März
1769). Trat, 47 Jahre alt. in den Orden
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon