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Ktulikowski 244 Arolmus
der polnischen Sprache und Literatur in
Posen erhielt. Vierzehn Jahre versah er
diesen Posten. Warum er ihn im Jahre
1834 verließ oder verlor, ist nirgends mit»
getheilt. Vier Jahre später starb er, wie
I^ukaszewicz meldet, in Noth. Er hat
folgende Werke herausgegeben: „/>02o-
Hz '^a Fo/Fka") d. i. Polnische Prosodie
(Posen 1821);-
o", d. i. Bemerkungen
über das Werk: Abhandlung über Metrik
und Rhythmus der polnischen Sprache
(Warschau 1818); — „Aasa^ s^?/?a.
H)o?s/ci'<-<?o") d. i. Grundsätze des polni-
schen Styles (Posen 1826); - , , ^
tische Grundzüge der polnischen Poesie
(ebd. 1829); — „2^s ^os^« , d. i.
Grundriß der Poetik (ebd. 1828); —
d. i. Literarische Belustigungen in Prosa
und Versen (ebd. 1829); — „Hiö^säa
A<?n«?67'FH6U??2a", d. i. Conversations»
Bibliothek (ebd. 1830). Auch unternahm
er, um das erloschene Interesse für die
polnische Sprache und Literatur in Posen
neu zu beleben, die Herausgabe zweier
literarischer Zeitschriften, und zwar der
»Hlrowka ?02nan5i^") d. i. Der posni»
schen Ameise, und des „I^Lm.0 mis-
L16L2H6 P02nai5g^i6", d. i. Der posni'
schen Monatschrift; aber seine Bestrebun»
gen scheiterten anderTheilnahmslofigkeit
des Adels in Posen.
d i. Abriß der Geschichte des polnischen Schrift«
ihums. Neuumgearbeitet^, vermehrte und
bis l8o7 fortgeführte Ausgabe lKrakau l«^«.
Ius. Czech. 8<>.) S.ti^. — I ^
d. i. Geschichte der polnischen Literatur in Um-
rissen (Warschau l846. Zennewald. gr, 8".)
Bd. I I I , S. 4l9. ,^ Karl (Maler, gest. zu Prag
Anfang November 1863). Ueber diesen
Maler berichtet im November 1863 das
„Karlsbader Wochenblatt" wie folgt:
„Der rühmlichst bekannte Maler K a r l
K r o l l starb anfangs dieses Monats in
Prag. Er erwarb sich als Mensch und
Künstler die ausgezeichnetste Achtung und
wird von seinen vielen Freunden und
Kunstgenoffen tief betrauert". I n den
Kunstausstellungs-Katalogen von Prag
und Wien erscheint nie ein Künstler dieses
Namens; wie ihn auch weder Nagler's
„ Künstler-Lerikon" noch Mül ler - Klun-
zinger's „Künstler aller Zeiten und
Völker" anführen.
Wochenblatt'für Karlsbad (Karlsbad. 40.)
4863, Nr. 48,
Krolmus, Wenzel (Alterthums,
forscher, geb. zu Bi-ezinka, einem
Dorfe im Iungbunzlauer Kreise, um das
Jahr 1783, gest. zu Prag 24. October
1861). Es ist vor der Hand nicht mög-
lich, des Pfarrers Krolmus Geburtstag
und Jahr mit Bestimmtheit anzugeben;
als ersterer werden der 11. und 14. Fe>
bruar, der 23. und 27. September,
als letzteres die Jahre 1783, 1787 und
1789 bezeichnet. Erst der Taufschein kann
Gewißheit geben. Sein Vat:r war ein
armer Schullchrer und der Zohn betrat
ziemlich spät — 16 Jahre alt, kam er in
die Normalschule — die Studienlaufbahn.
Das Gymnasium besuchte er an zwei
Orten, bei dm Plansten in Weißwaffer
und dann in Böhmisct>3eipa; die vhilo»
sophischen Studien — damals drei Jahr»
gange — hörte er an der Prager Hoch-
schule und dann im Piaristen.Collegium
zu Brür; die Theologie beci.dete er aber
im biscköflicken Seminar zu Leitmeritz
und erhielt am 11. August 1813 —
also nachdem er schon im dreißigsten Le»
bensjahre stand — die Priesterweihe. Zu
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon