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Aroyherr 271 Krüger
befanden. Wenn die feindliche Cavallerie
den Unseren zuvorkam, so war es um
Alles geschehen. Bereits hatte der Feind
unsere Brigade Rothkirch geworfen. I n
diesem drohenden Augenblicke eilte K.
mit seiner Brigade im stärksten Trabe
vor, erreichte das Dorf Wittau, wodurch
er den ganzen rechten Flügel des Feindes
gewann; worauf er
sich in dessen Flanke
aufstellte und ihn, zugleich das Feuer sei»
ner Cavallerie>Batterie eröffnend, zwang,
seine weitere Verfolgung der Brigade
Nothkirch aufzugeben., alle seine Auf-
stellungen, um sich selbst zu sichern, zu
räumen, wodurch K. und die Unseren
eine vortheilhafte Stellung einnehmen
und dieselbe den I I. und 42. Juli über
behaupten konnten. Indem im Vorstehen»
den nur der vorzüglichsten und beglau»
bigten Waffenthaten K.'s gedacht worden,
sei noch bemerkt, daß er allen Feldzügen,
die seit seinem im Jahre 1773 erfolgten
Eintritte in die kaiserliche Armee Statt
gehabt, beigewohnt. Im Jahre 1813
wurde K. in Anerkennung seiner Ver>
dionste in den Freihermftand mit dem
Prädicate vonHelmfels erhoben. K.
war mit einer Freiin von Metz bürg
vermalt, und der älteste Sohn aus dieser
Ehe, Oberlieutenant bei Großfürst Con»
stantin-Kürassiere Nr. 8, starb den Hel-
dentod für das Vaterland in der Völker«
schlacht bei Leipzig. Nock ist es interes«
sant, zu bemerken, daß nach des Feld»
marschalls, damaligen Corpscomman«
danten Fürsten Liechtenstein eigen-
handiger Erklärung sich K. durch seine
wiederholte Auszeichnung des Theresien-
kreuzes würdig gemacht, dasselbe aber
nicht erhalten habe.
Freiherrnstands'Diplom vom 26. Sep»
tember 18i3. — ^
lilklcal, d. i. Die Familien Ungarns mit
Wappen und Stammtafeln (Pesth 1300, Moriz Rath. 8".) Bd. V I , S. 469. —
Wappen. Schild mit einem einwärts gebo^
gcnen Mantelschnitte, wodurch sich drei Felder
ergeben; im rechten silbernen Felde eine drei»
mal aufwärts gekrümmte goldgekrönte Schlange
von natürlicher Farbe. Im linken schwarzen
Felde stehen drei goldene Sterne untereinan-
der. Im blauen Mantelschnitte erhebt sich au
schroffem Felsen eine Burg mit drei gezinnten
Thürmen und geschlossenen Thoren. Auf dem
Schilde ruht die Frciherrnkrone, worauf sich
ein in's Visir gestellter goldgckrönter Turnier»
Helm erhebt. Die Krone des Helms trägt einrn
offenen schwarzen, zu beiden Seiten mit einem
goldenen Sterne belegten Flug, welchem die
Schlange des Schildes eingestellt ist. Die
Helmdecken sind rechts blau mit Silber,
links schwarz mit Gold belegt.
Krudl), stehe: Crudl), Daniel ^Bd.III,
S. 33).
Krüger, Karl (k. k. Hofschau spie.
ler, geb. zu Ber l in 48. December
4763, gest. zu Wien 21. April 1828).
Sein wohlhabender Vater war an der
kön. Capelle zu Berlin bedienstet und
der Sohn sollte, dem Wunsche des Vaters
gemäß, die gelehrte Laufbahn einschlagen.
Aber des Sohnes Sinnen und Trachten
ging auf nichts weniger als Wissenschaft«
liches Studium aus. Auch ein anderer
Plan des Vaters, d>.'r seinem Sohne die
Leitung eines eintraglichen, großen und
Zerstreuungen mannigfacher Art bieten-
den Etablissements übergeben wollte,
scheiterte an des Sohnes verneinender
Antwort. Jetzt aber gestand dieser dem
Vater seine unbezwingliche Neigung für
die theatralische Laufbahn, und der
Vater, selbst ein Verehrer der Kunst und
Freund von Künstlern, fand keine Ver-
anlassung, diesem Streben des Sohnes
entgegenzutreten. Der Sohn suchte nun
auf irgend einer Bühne aufzutreten.
Aber seine Bemühungen waren vergeb«
lich und in seiner Noth wendete er sick
an Fleck, der ein Freund des Krüger«
schen Hauses war, um den Vater vcn
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon