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fachnith 463 Lachnith
Carl B. Lorck, 4«.) I. Serie, S. 702. —
Neues Nniversal'Lexikon der Tonkunst.
Angefangen vonDr.Iul . Schladebach, fort»
gesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden 1836,
Nob. Schäfer, gr. 8".) Bd. I I , S. 693. —
Oesterreichische Revue (Wien. gr. 8".)
Jahrg. 4864, Bd. VI , S. 125, 127, 128. 4
I4l . 142, in dem Aufsatze: „Zur Geschichte
des Concertwesens in Wien. HI . " — Meyer
(I.), Das große Conversations-Lexikon für die
gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr.
Institut, gr. 8°.) Bd. XIX, I.Abthlg. S. 700,
Nr. 2 ^wo sich das vollständige Verzeichniß
seiner Compositionen befindet^. — Porträte
von Franz L. 1) Lithographie (Wien, Spina,
Fol,); — 2) lithogr von Riga l (München,
Raoizza, Fol., Kniestück); — 3) lithogr. von
Selb (München, Aibl, gr. Fol., Kniestück,
mit Facsimile); — Lithographie (ohne Angade
deS Zeichners, München, Mey u. Widmayer,
5ol.).
Lachüith, Ludwig Wenzel (Ton-
setz er, geb. zu Prag 7. Juli 1746,
gest. zu Par is 3. October 4820). Sein
Vater Franz war im Chor der Jesuiten-
kirche in Prag angestellt und ertheilte dem
Sohne auch den ersten Unterricht in der
Musik. Später kam dieser zu verschiede«
nen Lehrern und bildete sich auf der Vio-
line, dem Clavier und auf dem Horn
aus. Er erhielt nun eine Anstellung in
der Capelle des Herzogs von Zweibrücken,
im Jahre 1773 ging er aber nach Paris,
wo er einige Zeit Unterricht bei dem be«
rühmten Waldhornisten A. Rodolphe
seinem gebürtigen Böhmen, der eigentlich
Anton Rudolph hieß) nahm und nun
sich auf dem Hörne im Oonoert s^iritusi
öffentlich hören ließ. Der Erfolg war ein
günstiger, aber seine Gesundheit erlaubte
es ihm nicht, das Spiel aufdiesem Instru-
mente länger fortzusetzen, er gab es dem»
nach auf, warf sich auf die Composition,
in welcher Phi l idor (1776) sein Lehrer
wurde, und zugleich ertheilte er Musik'
unterricht. 3. war ein steißiger und ge«
wandter Componift, mit L.Adam ge»
meinschaftlich gab er eine Klavierschule heraus unter dem Titel:
o« (karis 1798),
welche selbst von Seite des Conservato-
riums beifällig aufgenommen wurde;
außerdem schrieb er Symphonien, Streich»
trios undStreichquartette, Claviersonaten,
Hornconcerte und einige Stücke für Cla«
vier und Harfe. Auch einige größere Corn«
Positionen sind von ihm bekanntgeworden,
werden aber von Anderen seinem Bruder
Anton zugeschrieben, als die Oper: „^s-
/ss?<26s<Henzon«6N5", für die große Oper,
welche jedoch nicht zur Aufführung ge»
langte; ferner „I,'/isu?-6ltn c?2>o?-6s o« ?<?
^s" und einige Quodlibets
und Parodien. Unter den Quodlibets ist
auch das aus Mozart 's „Zauberfiöte",
„Figaro", „DonJuan" und „Oisnisnxa
äi 'I?it0« zusammengestellte, 1801 zu Pa»
ris aufgeführte: „^ss M/sts^ss ci'/sis"
anzuführen, aber nicht seiner Güte,
sondern des gelungenen Wortspiels
wegen, das der Pariser Witz auf dieses
Flickwerk machte. das er mit dem An»
klang auf seinen Titel treffend „1,6s
nannte. — Sein minder
bedeutender Bruder Anton (gest. zu Prag
im ersten Viertel des 19. Iahrhun»
derts) war gleichfalls Musiker und in
Diensten des Herzogs von Zweibrücken,
woher auch die in den meisten Musik«
werken vorkommende Verwechslung mit
seinem Bruder L u d w i g Wenzel
abzuleiten sein dürfte. A n t o n war ein
guter Trompeter, Clavier» und Violin-
spieler, kehrte, nachdem er früher zweimal
in den Jahren 1788 und 1794 Paris
besucht, im Jahre 1799 nach Prag zurück,
wo er als Trompeter an der Metropo-
litankirche angestellt war. Er hat mehre»
res componirt und soll sechs Werke: Sym>
phonien, Violinquartette und Clavier-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Volume 13
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Kosarek-Lagkner
- Volume
- 13
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon