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Laufberger 220
Marmor; ferner der Predigtstuhl, das
Geländer beim Presbyterium und bei
der Ursula'Capelle, beide aus Marmor;
in der Minoritenkirche zu St. Jacob in
der Altstadt ein Seitenaltar aus Mar-
mor; in der Iesuitenkirche zu St. Sal»
- vator in der Altstadt zwei Seitenaltäre,
beide aus Marmor; in der Serviten«
kirche zu St. Michael, auch in der
Altstadt, der Hochaltar, sechs Seiten-
altäre und die Kanzel, sämmtlich auS
Marmor; in der Metropolitankirche der
Altar in der Kinsky»Capelle, und das
Grabmal des h. Johann Nepomuck, beide
aus Marmor; in der ehemaligen Iesui«
tenkirche zu.St. Niklas auf der Kleinseite
in Prag sechs Seitenaltare, und mehrere
andere aus Marmor; in der Stiftskirche
zu Tepel der Hochaltar von Marmor;
. m der Stiftskirche zu Doxan vier kleinere
Seitenaltäre, alle aus Marmor.
Tlabacz (Gottfried Ioh.). Allgemeines histo»
risches Künstler.Lerikon für Böhmen .. . (Prag
1815, Gottlieb Hause, 4«.) Bd. I I , Sp.183. —
Tschischka(Franz), Kunst und Alterthum in
dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836.
Fr. Beck. gr. 8».) S. 234 u. 372.
Lllllfberger, Ferdinand (Maler. geb.
zu Marienschein in Böhmen im I .
4828). Hat sich in Prag und auf der
Akademie der bildenden KĂĽnste in Wien
unter Director RĂĽben gebildet und seit
etwa einem Iahrzehend sind — jedoch
selten — in den Monats'Ausstellungen
des österreichischen Kunstvereines und in
den Iahresausstellungen des Vereins
der bildenden KĂĽnste bei St. Anna seine
Arbeiten zu sehen. Im Jahre 1860 oder
1861 unternahm 3. auf Staatskosten eine
zwei« oder dreijährige Kunstreise zu seiner
weiteren Ausbildung, auf welcher er
Frankreich und Italien besuchte, mit einer
reichen Mappe von Studien und Ent.
wĂĽrfen zurĂĽckkehrte, und nunmehr nur der Auftrage zu seines Talentes wĂĽrdigen
Arbeiten gewärtig ist. Von seinen Bildern
waren ausgestellt: in den Ausstellungen
der Akademie der bildenden KĂĽnste bei
St. Anna in Wien. im Jahre 1858:
„Gin Priuatgelchrter beobachtet eine Sonnen-
Unsterns" (140 fi.); — „Gin Markt in
Mernngam", Eigenthum Sr. Durchlaucht
des FĂĽrsten Camill von Roh an, war
auch auf der allgemeinen und historischen
Kunstausstellung zu München in nämli-
lichen Jahre zu sehen; — „Ae'bergabe der
Stadt Olllais an Gdnartl III. nun Gnglanll im
Jahre 1357", Carton, der aber schon
einige Jahre frĂĽher, 1833, in der
Ausstellung der Gesellschaft patriotischer
Kunstfreunde in Prag ausgestellt gewe-
sen; — im Jahre 1859: „OebirgZmZenbe
rasten unr einem Vanernhansr" (600 fl.); —
in den Monatsausstellungen des österrei»
chifchen Kunstvereins, im Jahre 1660,
im November: „Gin alter Junggeselle"
(400 fi.); — 1861, im Februar: „Gin
gemüthliches Plätzchen" (160 st.); — im
November: „Geilnuela im UMe"; —1664,
im Juli: „Gin Summernbend im Prntrr", und
in der Prager Kunstausstellung der
Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde im
Jahre 1864 ein größeres Oelgemälde:
„GllllrriebeZnch im Maure zu Paris" (300 fi.).
Aus L.'s Arbeiten spricht Geist und
Verständniß, in seinen heiteren Bildern
steckt ein frischer gesunder Humor. In
der Beurtheilung des einen seiner Werke
heißt eS über ihn im Allgemeinen: „Lauf.
berger ist einer der jĂĽngeren KĂĽnstler,
von auffälliger Begabung und Denkkraft,
auS allen seinen Leistungen spricht eine
reifliche Erwägung deS dargestellten
Stoffes, und wenn dessen Bildern noch
der Vorwurf gemacht werden davf, daĂź
ihnen jene gewifso anmuthige Leichtigkeit
der Wiedergabe fehlt, so ist die Ursache
dieses Mangels in dem Umstände zu
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon