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Lasan^kn 237 LaianKy
und kam von dort als unbesoldeter Gl.l>
bernialsecretär nach Gratz. Im Jahre
1836 kehrte er als systemistrter Guber«
nialrath nach Lemberg zurĂĽck. Dort schuf
er sich als städtischer Referent, insbeson-
dere durch die Verwandlung des wĂĽsten
„Sandberges" in eine reizende, nun von
Lembergs Bewohnern vielbesuchte Park»
anläge ein bleibendes Denkmal. Die ihm
bei seinem Abgänge von Lemberg am
12. Juli 1842, da er zum Kreishauptmann
in OlmĂĽtz ernannt worden war, wie
später in dieser Stadt, 10. December
1844, anläßlich seiner Erhebung zum ga-
lizischen Gubernial'Vicepräfidenten, von
Seite der Bevölkerung dargebrachten
Ovationen waren Beweise der groĂźen
Beliebtheit, die er sich durch sein huma«
nes Benehmen erworben. I n seiner letzt«
genannten Stellung in Lemberg in den
denkwürdigen Jahren 1344 — 1847 bot
sich ihm Gelegenheit zur GenĂĽge, seine
Umsicht und Energie in schwierigen Zeit«
Verhältnissen zu bethätigen. Er wurde
in die aufrĂĽhrerischen Kreise Galiziens
als auĂźerordentlicher Landescommifsar
zur Pacification entsendet, die rasch und
in befriedigender Weise durchzufĂĽhren
ihm gelang. Am 6. Juli 1847 wurde 3.
Vicepräfident des k. k. mahrisch'schle'
fischen Guberniums und dann Statthat'
ter dieses KronlandeS. welchen Posten er
bis wenige Monate vor seinem Tode
bekleidet hatte, da er ĂĽber sein Ansuchen
aus GesundheitsrĂĽcksichten um die Mitte
genannten Jahres in zeitlichen Ruhestand
versetzt worden. Als Statthalter von
Mähren gab er bei zwei wichtigen An»
lassen Beweise seiner Humanität, wie sei«
ner staatsmännischen Energie, u. z. zuerst
im Jahre 1847, als ihn der in den mäh«
risch'schlesischen Gebirgsgegenden ausge«
drochene Hungertyphus dahin rief, und
seinen umsichtigen und rasch getroffenen Vorkehrungen die Bewältigung der be»
reits furchtbar gewordenen Seuche ge-
lang, und in den Jahren 1848 und 1849.
als das von sämmtlich in Aufruhr sich
erhebenden Landen eingeschlossene Mäh»
ren.Schlefien von der allgemeinen Bewe«
gung so wenig berĂĽhrt wurde, daĂź es
auserlesen ward, der Hort seines Kai-
sers und der Vereinigungsplatz des von
Wien nach OlmĂĽtz berufenen Reichstages
zu werden. L.'S Verdienste um Staat
und FĂĽrsten sind durch die GroĂźkreuze
des Leopold» und des Ordens der eisernen
Krone ausgezeichnet worden.
Brünner Zeitung 1800. Nr. !8i ; — die»
selbe. Nr. 237: Nekrolog; —dieselbe. Nr. 26t:
„La^ansky's Leichenfeier". — Neuigkeiten
(BrĂĽnner polit. Blatt) 1860. Nr. 187 u. 183.
— Das Vaterland (polit. Wiener Journal)
1860, Nr. 10l: „Eingesendet" ^Joseph Graf
Laöansky weist einen seinen Vetter, den
obigen Grafen Leopold, betreffenden, in der
„Presse" Nr. 328 vom 21. December 1860 ab»
gedruckten Artikel energisch zurück^; — dieselbe,
Beilage zu Nr. 88: „Vermächtnisse" ^der Graf
hat in seinem letzten Willen 10 Wohlthätigkeit««
anstalten BrĂĽnns mit Legaten von je 100 fl.
bedacht^. — Bohemia (Prager Journal. 4".)
1860. Nr. 187. in der Rubrik „Mosaik". - Por-
trat. Facsimile der Unterschrift: Leopold Graf
LaZanzky, Statthalter von Mähren. Prinz»
hofer (lith. 1334). Gedruckt bei Höfelich's
Witwe in Wien (Halb.Fol.). — Die Mansky-
Stiftung. Zum Andenken an den Besuch, den
der Graf mit feiner Gemalin ani 16. Juni
1856 in Nikolsburg gemacht, haben sammt'
liche Gemeinden des Amtsbezirkes eine Stif«
tung zu einem wohlthätigen Zwecke gemacht
und zwar sollten die Interessen des im Jahre
1857 zweitausend Gulden betragenden Capi»
tals jährlich am 13. Juni zur Betheilung
einer bestimmten Anzahl unbescholtener dĂĽrf<
tiger Personen beiderlei Geschlechts und ohne
Unterschied der Religion aus den Gemeinden
des gedachten Bezirkes verwendet werden.
AM 15. Juni 1857 trat die Stiftung bereits
in Wirksamkeit. Die Stiftung fĂĽhrt den
Namen Gräsin Laöansky - Stiftung und ist
von der Frau Gräfin der Staathalterei'Rach
Franz Marensky zum Curator derselben de<
stellt worden. ^Neuigkeiten 1857. Nr. 198.)
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon