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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 248 -
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Page - 248 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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248 er sich mit seinen Sprachkenntniffen und begann Sprachunterricht aus der deut» schen und französischen Sprache zu erthei» len. Im I . 4882 wurde er aber wieder zum Pfarrer in Mezö.Peterd ernannt. 3. ist ein fleißiger Mitarbeiter der kirchlichen Zeitschrift Rsiissio, der einer belehrenden Unterhaltung gewidmeten O»1ä.äi 1^- pok, d. i. Familienblätter, und des Xa- -tkolikus Nä.ptar, d. i. Katholischer Kalender. Die geistliche Dichtung der ungarischen Literatur zählt ihn zu ihren würdigsten, begabtesten Vertretern, und das Journal ^la^ar ä^'ta, d. i. Unga« rische Presse, fand sich veranlaßt. Läzär m Nr.97 des Jahrg. 4836, in welchen es zum ersten Male ein Gedicht von 3. ver« öffentlichte, mit einigen einleitenden Wor« ten den Lesern des Blattes vorzustellen, und, indem eS die Bedeutendheit der geist« lichen Dichtung überhaupt darthat, ihn als einen der begabtesten Poeten dieser Gattung, der mit Innigkeit und Schwung die fick gestellte Aufgabe löse, zu bezeich- nen. Eine Sammlung seiner Gedichte ist unter dem Titel: „ ,^tisa?- M'U<56 va?- HöNsmFwT/sl'") d. i. Des Nikolaus religiöse Gedichte (Pesth 4837, 8".), erschienen. Einen philosophisch-theo« logischen Aufsatz L.'s brachte aber die Monatschrift Tsist Nsx>6, d. i. Das Volk des Orients, unter dem Titel: ö^H, d. i. Jesus wirklich der Erlöser der Welt. AlS geist. licher Liederdichter reiht sich 3. seinen Vorgangern David Ford es, Aaron Kis. Joseph Nagy. Anton Nyul assy. Johann Paknöczy, Wilhelm Sürko, Stephan Szab6undIohann Talab är würdig an, wenn er nicht gar mehrere derselben in Innigkeit der Gedanken und Schwung der Sprache noch übertrifft. oisöt ^ötst, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm« lung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1838 Gyu« rian, 8«.) S. 173. — Es sind noch andere Personen des Namens Läzär bemerkens« werth, und zwar: 1. Wenzel Läzär (aus Pilsen gebürtig), der im 18. Jahrhunderte lebte, und durch seine schönen Arbeiten m Alabaster, die er für das gräflich Wrtby'sche Haus geliefert, sich bemerkbar gemacht hat. Auch befinden sich zu Lukawecz, einer dem Grafen von Morz in gehörigen Herrschaft „prachtvolle Statuen", wie Dlabacz berich« tet. seines Meisels. Nagler's „Künstler.Leri. kon". Bd. VI I , S. 361, gedenkt eines Io< hann Georg Lazer, Bildhauers von Pil» sen, unter dem niemand Anderer, als der obige, zu verstehen ist. Nagler's Artikel ist ganz irrig; erstens heißt er nicht Lazer sondern Ll izär; zweitens nicht Johann Georg, sondern Wenzel; denn ein Io» hann Georg Lnzär war nicht Bildhauer, sondern MuficuS und Chorregens an der Pfarrkirche zum h. Geist in Prag, als welcher er am 19. Jänner 170? starb. ^Dlabacz (Gottfr. Ioh.), Allgemeines historisches Kunst» ler<Lerikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gott» lieb Hanse. kl. 4".) Bd. I I , Sp. 187.) - 2. Wi lhelm Läzär (geb. zu Groß.Vecskerek im Banate im Jahre 1813, erschossen zu Arad am 6. October 1849). War Ofsicier in der k. k. Armee, hatte aber den Dienst ohne Charakter quiitirt. I n der ungarischen Revolution trat er in die Revolutionßarm« und wurde in Folge seiner bei mehreren Gele» genheiten an den Tag gelegten Umsicht und Tapferkeit Oberstlieutenant und Divisions» Commandant. Am 19. August 1849 streckte der Rest des sogenannten neunten magyari- schen Armeecorps unter ihm, aus 5000 Mann Infanterie und Cavallerie mit 13 bespannten Geschützen bestehend, bei Karansebes vor den k. k. Truppen die Waffen. Läzär theilte daS Schicksal Dessewffy's, der am 6. October zu Arad durch Pulver und Blei starb. Eine Witwe und drei Kinder überlebten den un» glücklichen Vater. ^Ievitschnigg (Heinrich Ritter von), Kossuth und seine Bannerschaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in Ungarn (Pesth 1850, Hectenast. 8<>.) Bd. I, S. 179. — d. i. Kleines Taschen«Eon» oersations'Lerikon (Prag 1830.12".) Theil I I , S. 330.)
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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