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Lazari 282 Ayari
Alböri erklärte öffentlich, daß es ihm
nur durch Lazari's eifrige Unterstützung
möglich geworden, das Ziel, das er sich
vorgesteckt, zu erreichen. Mehr als vierzig
Berichte, welche Alböri sämmtlich unb».
kannt warm. hatte ihm Iazar i nach
Florenz geschickt und dieser hatte sie theils
im UQ360 Oorrsr, theils im öffentlichen
Archive, theils bei Privaten aufgefunden.
Um seinem Forschungseifer zu genügen
und den Kreis seiner Kenntnisse in der
von ihm eingeschlagenen Richtung zu
erweitern, unternahm nun 3. im I . 4857
eine Reise nach Rom und Neapel. In
Rom fand er in Pietro Tessieri, dem
Konservator des Medaillen»Cabinets im
Vatican, und in Neapel in Camillo
Minieri Riccio zwei rege Förderer
seiner eigenen Bestrebungen, zugleich
aber an dem Prinzen Grafen von Syra>
cus einen geistvollen Mäcen, der ihm
den Zutritt in die den Fremden meist
unzugänglichen Archive Neapels ver«
schaffte. Eine Frucht dieser neapolitani»
schen Forschungen L.'s war die Schrift:
8o., mit 6 Tafeln), deren Widmung sein
Mäcen der Graf von Syracus annahm.
Auch veröffentlichte er um diese Zeit noch
eine zweite numismatische Arbeit unter
dem Titel:
per 1s Q0226 , 4"., mit 1 Tafel) und
das
(Venedig 4888. Merlo.
gr. 8o.), worüber das von dem Her»
auSgeber dieses Lexikons veröffentlichte, später durch Grafen Gotuchowski
unterdrückte „Bibliographische Central,
organ des österreichischen Kaiserstaates"
(Wien, 4o.) 1838, S. 46. eine aus.
führliche Anzeige bringt. Einer zweiten
Festschrift d. I . . der z>6r 1« N022V
Neali Verst ta von Lorenzo Fra»
casso herausgegebenen „ROlHsious äol
Duoato äi Nrdino istto riel seuHto
2.QN0 1347" schickte Lazari eine Skizze
der Geschichte von Urbino voraus. Im
nachfolgenden Jahre erschien als reife
Frucht^ feines eigentlichen Berufes die
H2' aTltz'-
1839, 8".), welcker eine Biographie des
Gründers Theodor Correr und eine
Geschichte des Museums vorangeht, e'me
Beschreibung der in ihr befindlichen
Gemälde nach ihren verschiedenen Schu»
len. eine Monographie der Majoliken,
mit Nachrichten über die Verfertigung
derselben und über den in derselben
so berühmten Luca della Robbia,
eine zweite der Sammlung von Vasen,
deren in ansehnlicher Menge aus den
Fabriken von Faenza, Gubbio. Urbino,
Casteldurante, Venedig und Pesaro das
Museum besitzt, mit ausführlichen Nach-
richten über die Erzeugungsart, ferner
Beschreibungen der Glasarbeiten von
Murano, der Mosaiken, Email und
Melloarbeiten, welche in reicher Menge,
und kostbaren Exemplaren das Museum
enthalt, endlich über die verschiedenen
Waffen, Terra>Cotten u. m. a. folgen.
Dieser Katalog, weit entfernt ein bloßes
Namensverzeichniß zu sein, ist eine für
den Archäologen in den verschiedenen
Gebieten seiner Wissenschaft inhaltreiche,
rnustergiltige Arbeit. TS war auch La«
zari'S letzte größere Arbeit, welche in die
Oeffentlichkeit gelangte; sonst find mir noch
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon