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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 258 -
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Page - 258 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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288 Adcls'Lerikon (Leipzig, Fr. Voigt. gr. 8<>.) Bd. V, S. 424. — Heutiger Familienstand der Freiherren von Lazarich. General-Major Lazarich war zweimal vermalt; in erster Ehe (seit 24. August 1824) mit Tyen'se gebornen Freiin Lazarinm-Iablanitz (geb. 12. November 1805, gest. 24. December 1824); in zweiter Ehe (seit 4. September 1827) mit Elise von Aotzu (gest. 1l. April 1831). Aus seiner zweiten Ehe stammen.- Emma Theresia Juliane (geb. 17. Mai 1829). vermalt mit Ferdinand -3upan, k. k. Hauptmann im 14. Grenz-Infanterie«Regimente. und Ernst (geb. 8. August 1830. gest. 16. August d. I.). Es ist sonach das Geschlecht der Freiherren von Lazarich im Mannsstamme erloschen. — Wappen. Ein von einem schrägrechten blauen Balken roth und Gold getheilter Schild. Der blaue Balken ist mit drei hin- tereinander liegenden eisernen Kugeln belegt. Im oberen rothen linken Felde ragt aus dem Schildesrande ein geharnischter Arm hervor, der in seiner Hand den goldenen Buchstaben I (als den Anfangsbuchstaben Istriens) hält. Im unteren rechten goldenen Felde erheben sich zwei grüne Berge, von denen der hintere den vorderen überragt. Auf dem kleineren steht aufrecht ein einwärts» sehender rother Löwe, der in der rechten Vorderpranke ein entblößtes Schwert hält. Auf dem Schilde ruht die Freiherrn kröne, auf der sich Zwei zueinandergekehrte goldge» krönte Turnierhelme erheben. Aus der Krone des rechten Helms wächst der obbeschriebene Löwe hervor; auf der Krone des linken cr< hebt sich ein doppelter blauer Flug, der bei» derseits mit einer eisernen Kugel belegt und dem auch eine solche eingestellt ist. Die Helm decken sind rechts roth mit Gold, links blau mit Silber belegt. Lazarini, Franz Freiherr (k. k. M a> jor, geb. in Krain um 4746, gest. in den Niederlanden auf dem Felde der Ehre 22. März 4793). Einer krainischen Adels- familie ^vergleiche das Nähere in den Quellen) entstammend, erhielt er in der Wiener-Neustädter Militär-Akademie seine militärische Ausbildung und wurde im Jahre 1764 als Fahnmcadet zu Leopold DauwInfanterie Nr. 39 ausgemustert, in welchem Regiments er stufenweise bis zum Jahre 4793 zum Major vorrückte.. Er machte mit dem Regimente die Feld- züge seiner Zeit mit. Zur Zeit des Aus. bruches deS französischen Revolutions. krieges befand sich das Regiment in den Niederlanden. Das Haupt des unglück» lichen Ludwig XVI. war (21. Jänner 1793) unter dem Beile gefallen. Ein Schrei deS Entsetzens durchhallte Europa und der Kampf entbrannte von Neuem. Das österreichische Heer, das unter Co« bürg hinter der Roer aufgestellt war, ging am 1. März über die Roer, siegte bei Aldenhoven, nahm Aachen, entsetzte Mastricht, gewann die Schlachten bei Tongern, Neerwinden, Löwen, zog in Brüssel ein und hatte bis zum 30. Mai die Niederlande befreit. Bei Bierbeck, einem großen, in Südbrabant unweit Löwen gelegenen Dorfe, war es, wo Lazarini am 22. März g. I . seinen Namen mit seinem Herzblute in die Blai> ter der österreichischen Kriegsgeschichte schrieb. Es war Befehl gegeben, das Dorf muffe genommen werden. 3aza> r in i an der Spitze seines Bataillons erstürmte es, ohne einen Schuß zu thun. Haus für Haus mußte mit dem Bajonnete dem Feinde entrissen werden. Neben vielen Braven fand auch Laza- r in i den Heldentod an der Spitze der Seinen. Der Tod brachte ihn um den verdienten Lohn; die Geschichte, die sei« nen Namen der Nachwelt aufbewahrt, entschädigt ihn für diesen Verlust. Leitner von Leitnertrcu (Theod. Ign.), Ausführliche Geschichte der Wiener>Neustädter Militärakademie (Herniannstadt 1832, Stein« hausser, 8«.) Bd. I, S. 462. — Zur Venca- logie der freit)errlichen Familie LlMrini. Die Lazarini sind ein ursprünglich uenetianisches Geschlecht, wie denn überhaupt noch heut zu Tage, und auch schon früher mehrere Familien dieses Namens im Venetianischen vorkam» men, welche letztere sich nunmehr von der krainischen Freiherrnfamilie zunächst durch die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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