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in der Hauptcapelle: „Nie linden Heiligen
m der HimmelZglvrie"; — in der Kirche
Mar ia della Salute in der zweiten
Capelle: „Ner H. Glins, getröstet mn den
Gngün"; — „Ner 3^ . Olms, dem der Hir5ch
die Fsinse bringt"; — in der St. Clemens»
kirche in der Capelle des H.Sacraments:
„Nrr NeZnch der lleil. drei Könige"; — in
der Kirche der HH. Christoph und
Michael im VestibĂĽle ĂĽber der ThĂĽre
des Chors: „Nie h. Familie"; — zur
Rechten des Kircheneingangs unter dem
Chöre: „Ter H. Nonitazins oor dem Ozar
mn MaZkau"; — in der Hauptcapelle an
der rechten Wand: „Nie Anbetung des
goldenen Kalbes"; — in der St. Peters-
kirche, auf der Insel Murano, ander
Seitenwand des ersten Altars: „Nrr
H. AngnZtin, der den Götzendienst anZtreibt";
— im Uu.8 60 Oorror sein „Gigenes
MdniLs", es wurde auch fĂĽr dasFrontispiz
der Biographie Lazzarini's von V.
Canal gestochen; — „Nie Nachantinen
hauen mit «Ghqrsnsstäben^ Feldmerkzengen ant
den zurOrdegemarfenen Orpheus, eine van ihnen ist
im Begriff, ihn mit der Malme ant den Knut zu
schlagen"; — „Ner Kampt der Genwnren mit
den Ullpithen bei der Hochzeit des PiritlMS,
Ohesrns eilt bemaiknet herbei";— „Omphale
unter ihren Mägden, ihr gegenüber Herkules,
dem eine Amorette die Spindel darreicht und ein
Mädchen das Haupt mit Nlumen bekränzt".
Noch viele Arbeiten L.'s befinden sich in
den zahlreichen PrivatgallerienVenedigs.
Von den außerhalb Venedig vorkommen«
den Bildern L.'S sind besonders anzu«
führen, die im Sängerchore der heiligen
Katharina zu Vicenza gemalten Scenen.
Aber nicht bloß in diesen größeren Wer.
ken ist 3. ausgezeichnet, auch in seinen
kleineren Bildern werden seine Farben»
gebung. Erfindung, Gruppirung und
Ausführung von Kennern gerühmt. Be«
sonders hochgehalten werden seine Bacha« nalien, von denen ein schönes Stück im
Uu860 Oorrer (das frĂĽher beschriebene)
aufbewahrt wird. Sein Ruhm war ĂĽber
ganz Italien verbreitet und als zu Ma-
ratt i in Rom eine Depution kam, um
ihn nach Venedig einzuladen, wo er im
Dogmpalaste in der Sala dello Scru«
tinio durch ein Gemälde das Sieges«
andenken Moros in i ' s verherrlichen
sollte, wunderte sich Mara t t i , „daß
man nach Nom komme, ihn aufzusuchen,
da doch Venedig einen Lazzarini
habe". Und in der That rechtfertigte 3.
diese Ansicht, denn die oben angefĂĽhrten,
dem Andenken Morosini's gewidmeten
sechs Bilder zahlen zu 3.'s trefflichsten
Arbeiten. Ueber Lazzarini's Lebens«
alter herrschen stark abweichende An«
gaben. Nach Z<znetti wäre L. im
Jahre 1740 im Alter von 86 Jahren
gestorben, also im Jahre 1634 geboren;
nach 3onghi starb er schon im Jahre
1735 und erst 78 Jahre alt, war also
1657 geboren; und in der »vs8ori2i()Q6
tms 6.0II2. oitta äi
6 isolo oiroonvinoiiis 0 212,
Kioko Ninisrs 6.1
ini« (Venesia 1733, 8".),
einem bereits sehr seltenen und durch
seine gewissenhaften Angaben ĂĽberaus
geschätzten Wegweiser Venedigs, heißt es,
3. sei schon im Jahre 1739 im Alter von
73 Jahren gestorben, wonach er also im
Jahre 1633 geboren wäre. — Des Kunst«
lers Schwester Elisabeth (geb. 1662)
war gleichfalls Malerin und arbeitete so
trefflich, daß nicht selten ihre Gemälde
fĂĽr jene ihres Bruders gehalten werden.
Gamba berichtet, daĂź sie ihren Bruder
ĂĽberlebt habe. Tschischka in seinem
„Kunst und Alterthum", S. 372, gibt
aber das Jahr 1729 als ihr Todesjahr
an, demzufolge sie also, wenn selbst das
frĂĽheste Jahr 1730 als Gregorio 3.'S
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon