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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 305 -
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Page - 305 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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Legipont 305 Fegipont beendeten theologischen Studien erhielt er den Auftrag, die Kloster-Bibliothek zu ordnen, welche Arbeit er in drei Jahren vollbrachte, zugleich aber einen Schatz lite- rarischer Kenntnisse in sich aufnahm. I m Jahre 1726 übernahm er die Lehrkanzel der Philosophie in seinem Kloster, 1728 erlangte er zu Cöln die theologische Do» ctorwürde. Durch das um jene Zeit her- ausgegebene Werk: „ H^esn^'as siaHe'^ iw ö<37isH'<?^«o-^27c»Ho^/ii6^m" erwarb er sich ebenso die Anerkennung seines Ordens, wie er den Haß und die Feindschaft der Jesuiten sich zuzog. Nun wurde er Prior und 1731 Professor der Dogmatik bei St. Jacob in Mainz. Im Jahre 1728 befreundete sich 3. mit dem berühmten Benedictiner Bernhard Pez, und „reiste, wie Pelzet berichtet, um ihn in seinen Arbeiten zu unterstützen, nach Gottwitz". Pelzet will darunter wohl Göttweih gemeint haben, wo sich ein berühmtes Benedictinerstift befindet. Nun aber lebte Pcz nicht in Göttweih, sondern im Bene- dictinerstifie Melk. Die Richtigkeit dieser verschiedenen Angaben herzustellen, muß anderen Forschern überlassen bleiben. Als bald darauf P ez zu Melk starb (1733), verband sich 3egipont mit Magnoald Ziegelbauer, um mit ihm an einer Literargeschichte des Benedictinerordens gemeinschaftlich zu arbeiten. Zu diesem Zwecke bereiste er die berühmtesten Biblio» thcken und Klosterarchive Deutschlands, wo er massenhaftes Material sammelte und alles seinem Freunde Ziegelbauer zuschickte. Bald wuchs sein Ruf im Kreise seiner Ordensbrüder derart, daß von vielen Abteien die Bitte an ihn erging, ! ihre Geschichte zu schreiben, während wieder Andere wünschten, durch ihn ihre Archive in Ordnung gebracht zu sehen. Im Jahre 4744 folgte er einem Rufe des Prälaten von Brzeznow nach Prag. v. Würz dach. biogr. Lexikon. XIV. Mdr Der Einfall der Preußen in Böhmen ver- trieb aber 3. bald aus diesem 3ande und er ging nach Raygern in Mähren, wo er längere Zeit verweilte und mehrere Lehrbücher zum Gebrauche der adeligen Jugend schrieb. Nach beendetem Kriege kehrte 3. nach Prag zurück, fand aber dort zu seiner Betrübniß, daß sein ganzer handschriftlicher Vorrath geplündert wor- den und in Verlust gerathen sei. I m Stifte zu Brzeznow hielt 3. Vortrage über Theologie, und sammelte immer steißig Materialien für Ziegelbauer, der zu jener Zeit in Wien arbeitete. Der Umstand, daß die Kaiserin Mar iaThe- resia ein großartiges Bildungsinstitut in Prag zu errichten beabsichtigte, welches Benedictiner leiten sollten, hatte 3., der auf eine Verwendung bei dieser Anstalt hoffte, in Prag zurückgehalten. Als aber mit einem Male das ganze Project eine Aenderung erfuhr, und die in Rede stehende Akademie'statt in Prag in Wien errichtet und die Leitung desselben statt den Benedictinern den Jesuiten anvertraut wurde, fiel für 3. jeder Grund zu weiterem Verbleiben in Prag hinweg und kehrte er in sein Kloster nach Cöln zurück. Auf seiner Rückreise sammelte er-in Bayern und in jenen Klöstern, an denen ihn sein Weg vorbei« führte, Materialien für seinen Ordens» bruder Ziegelbauer, der damals in Olmütz noch immer an seinem Werke über die wissenschaftliche Thätig- keit des Benedictinerordens arbeitete. Da wünschte Freiherr von Pet rasch, der Stifter und Vorsteher der damaligen gelehrten Gesellschaft in Mähren, daß 3 egipontein Mitglied derselben werde; in Folge dessen wurde er nach Olmütz berufen, welchem Rufe 3. mit Genehmi» gung seiner Ordensobern folgte. 3. fand nun bei Baron Pet rasch die gastlichste !. 16. Sept. 1865.) 20
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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