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Feh mann 318 Fehnlaher
Katinka 3. lS. 313. Nr. 2^. von der er
geschieden lebt. ist auch Malerin. fBohemia
(Prager Unterh. Blatt) i863, Nr. 244. S.931.
— Fremde n-V la t t (Wien, 4«.) 1863,
Nr. 282: 1863. Nr. 73 u. 84 (unter den
Kunstnott'zen). — Presse (Wiener politisches
Journal) 1862, Nr. 247) 1863, Nr. 283. —
Neue freie Presse (Wiener polit. Iour»
nal) 1864, Nr. 108; 1863. Nr, 180 u. 303
(unter den Theater-Nachrichten). — Porträt.
Unterschrift. Facfimilie des Namenszuges:
Moriz Lehmann. Canon (lithogr.). Druck
uon^Reissenstein und Rösch in Wien, Halb-
Folio (Lehmann in ganzer Figur, mit
dem Decorationspinfel in der Rechten). —
3. Norbert L. (geb. zu Korbitz in Böhmen
18. Juli 1730, Todesjahr unbekannt). Echirlt
in der Lorettostiftunn zu Prag neben dem
Unterricht in anderen Lehrgegenständen auch
jenen in der Musik. Nach beendeten Stu-
dien trat er in den Prämonstratenserorden
im Stifte Strahow, legte im Juli 1774 die
OrdensgelĂĽbde ab und erhielt im Septem-
ber 1777 die heiligen Weihen. Gr verstand
und trieb die Musik, in der er sich nach den
besten Meistern, wic Hayd n. Segert. Kozl>
luch, gebildet hatte, mit groĂźer Vorliebe uno
leitete sie alt, Chorregens an der ehemaligen
St. Benedictkirche des St. Norbertscolll'giums
in Prag mit groĂźem Geschicke. L. hatte den
Nuf eines tresslichen Organisten; ob er auch
.-omponirt. ist nicht bekannt. Später ward er
in der Seelsorge verwendet und lebte in den
Jahren 18U«—1813 noch alü Pfarrer zu
Holeticz. sDlabacz (Gottfried Johann),
Allgemeines historisches Künstler «Lerikon für
Äöhmen und zum Theile auch für Mähren und
Schlesien (Prag 1813, G. Haase, 4".) Bd. I I ,
S. 1!)0,^ — (i. W . I . Lchmann ist die
Chiffre eines Wiener KĂĽnstlers, von dem in
den Jahren 1886 und 1857 in den Monats«
ausstellungen drs österreichischen Kunstuerrins
mehrere Bleistiftzeichnungen. Ansichten aus
Oberösternich und dem Salzkammergute, z, B.
„Partie aus Gmunden"; — „Der Dachstein
von der Zwieselalpe gesehen"; — „Die
Michaelscapelle bei Hallstadt"; — „Eine
Häusergruppe aus Hallstadt; — „Laufen bei
Ischl"; —, „Ischl von Wildenstein gesehen";
— „Aussicht ober der Sattelalpe bei C'bensee"
und „Aussicht von der Hütteneckalpe bei
Ischl" (dieses letzte 30 'fl.. daS vorletzte 30 st.
und alle ĂĽbrigen 20 fl.) zu sehen waren.
Seit dieser Zeit hat er nicht mehr ausgestellt.
^Kataloge der Monatsausstellungen des österr. Kunstvereins 155ft. Juni Nr. 63 u. 64;
Juli Nr. 49. 31. 32. 33; l857. Jänner
Nr.80u. 81.1 — 7. RittmeisterLehmann
(nach Anderen Leymann), war zum Wach«
ter Franz Ra ko cz y's bestimmt, als dieser,
der das Haupt der ungarischen MiĂźvergnĂĽg-
ten war, nach seiner Gefangennehmung bei
Tokai, 1701, in der Bura von Wiener-Neu»
stadt in Haft gehalten wurde. Als aber das
Gericht eben daran war, die Untersuchung
ĂĽber Rakoczy zu schlieĂźen, entfloh dieser
und begab sich durch Wälder und üdec Ge-
birge nach Warschau. Rittmeister Lehmann
war es, der ihm a4le Mittel zur Flucht an
die Hand grgeben hatte. L. wurde in Folge
dessen selbst in Haft genommen. vor das
Kriegsgericht gestellt, von demselben verur«
theilt, und dem Urtheile gemäß enthauptet
und dann geviectheilt. Ueber Rako cz y aber
wurde die Acht ausgesprochen. sMail l i th
(Johann Graf), Geschichte des österreichischen
Kaiserstaates (Hamburg 1830, Friedr, Perthes,
gr. 80.) Bd. IV, S. 361.) — 8. Eines
Schauspielers NamensLehmann gedenkt
der bekannte Schriftsteller Ferdinand Kürn»
berqer lBd. X l l l , S. 380) in dem weiter
unten angegebenen Journale in einer so
begeisterten Weise, daĂź ihm hier wenigstens
einige Zeilen eingeräumt werden müssen.
Lehmann war frĂĽher Charakterfpieler auf
oem Cülner Stadttheater. Von Cäln kam er
auf die ständische Bühne nach Gratz. wo
KĂĽrnberger zur Zeit eines Gastspieles des
HofschauspĂĽlers Joseph Wagner (1864) in
den Rollen llriel Acosta, NarciĂź, Marquis
Posa und Hamlet aufLehinann aufmerksam
wurde, KĂĽrnberger sah Lehmann in
drr Rolle des König Phi l ipp in Don
Carlos. Er sah den Phi l ipp auch ron
La Röche spielen. Von Lehmann aber
schreibt cr folgende gewichtige Worte: „L. in
Gratz ĂĽberraschte mich mit einem Phi l ip p,
wrlcher über sich keinen und die vorzüg«
lichsten nur neben sich erblicken kann. Ich
schreibe dieses Wort mit dem vollen GefĂĽhle
seines Gewichtes nieder. Ich wĂĽrde Reisen
machen, um diese Rolle zusehen." Wiener
Lloyd 1364, Nr. 237: Schiller's „Wnig
Philipp. Eine Thcater«Swdie".)
LehMher, Ignaz (Bildhauer,
geb. m Bayern, gest. zu Karlsruhe
im 13. Jahrhunderte). Im Jahre 1718
kam er nach Wien und arbeitete damals
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon