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Londvay 386 Fendvay
aus!" seufzte er dann leidenschaftlich und
winkte der Bühne, auf der er wie Nie«
mand vor ihm Applaus, Nuhm und
Kränze erhielt. Abschied zu. Im nämlichen
Jahre machte er noch eine Badereise..
Später lebte er kurze Zeit auf des hoch«
herzigen Grafen Räday's Gut. Vor
Noth schützte ihn der Ungarische Pen»
sionsfond. Ungarns größter Bühnen-
kĂĽnstler bezog eine Pension von 600 st.
Kurz vor seinem Tode veröffentlichte er
einige von ihm componirte Lieder.
Als er zur ewigen Ruhe bestattet ward,
begleitete eine Menschenmenge den Leichen«
zug. die auf 20.009 geschätzt wird. Sein
Sohn. ebenfalls ein Liebling des Publi-
cums, spielt die ersten jugendlichen Hel-
den» und Liebhaberrollen an der Natio-
nalbühne. — Löndvay's Gattin (geb.
zu Pesth i8l3), eine geborne Aniko
Hivatal , ist ein Kind armer Atem.
Ihre theatralische Laufbahn begann sie
in sehr frĂĽhem Alter unter Leitung ihres
Oheims, des Schauspielers Balog.
Längere Zeit war
sie Mitglied der Gesell-
schaft des Directors Komlosy, bei wel»
cber sie
auch ihren ersten Gemal Lend«
vay kennen lernte. Mit ihm spielte sie
später in Kaschau, seit 4834 in Ofen und
seit 4837 auf der Pesther NationalbĂĽhne.
Vagäi-uapi u^ääS, d. i. Sonntagszoituna
(Pesth. 4".) 1855. Nr.:!i>: ,,I.6uäv27^n-tou«
^Biographie); 185N. Nr. 13, S. 113: „L«nd-
vay als Bank-ban"; 1858, Nr. 6: „Lsndvay's
Tod" ^Apotheose von Moriz Iokai ) ; I8VU.
Nr. 36: „Lenduay's Monument". — tt^äri
K62l5u?, d.i. Oeffentliches Organ sIour<
nal. kl. Fol.) 1858. Nr. 18.- Nekrolog von Odo
Koväcs. — I»sLti ^apü6, d.i. Pesther
Journal. 1858. Nr. 2N/2412: Nekrolog. —
^a/ka» ^//«^s^i, Iroäaimi ^8 wü.VV22sti Da.-
suerrsot^ok, d. i. Literarische Biographien
lWien 1858). S. 120. — 82inkä2i nax-
tär 18i>7 «vi-e, d. i. Theater-Kalender für
das Jahr 1857 (Pesth 1836, Gustav Emich).
S. 47. — 5l6!22eti kvxeL näp ta.r, d. i.
National-Bilder-Kalender (Pesth, Landerer u. Heckenast) 1836.- „Biographie Lunovay's". —
^tt^st!/, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm«
lung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob
F e r e nczy und Ios. Daniel ik (Pesth i 83l;.
Gust. Emich. 8".) I. Theil. S. 29s». — Pester
«loyd !860. Nr. <8(1. — Wiener Cou»
rier l838, Nr. 32. — T heater« Zei tung.
herausg. von Adolph Bauerle (Wien, 4<».)
Jahrg. l838, Nr. 36.- „Der ungarische Schau»
spirler L^ndray" lwit der Angabe: „Lend»
vay wurde am 12. November 1807 in Nagy-
Banya am St. Marrinstage geboren"; nun
aber fällt der Martinstag, seit der Kalender
besteht, auf den 11. November; es ist also der
12. November ein falsches Datum). — Ost»
Deutsche Post (Wiener Journal) <888,
Nr. 2ss.
Porträte, l) Unterschrift mit dem Facsi-
mile des Namenszuges: Lsndvay; — 2) zu-
gleich mit seinem Sohne Unterschrift: I^snä-
va? s« ü», d. i. Lendoay und sein Sohn.
Lai-adäl! (lith.) 1852. 5l?om.-Waissi ^..
?. l>s2tLn 1882 ^Beilage des U o l ^ l u t ^ ;
— 3) Holzschnitt. Huszka 8o. Mit dem
Monogramm K. In der VaLärapi nu^Lilz
1833. Nr. 38; — 4) Costumebild. Zsndvay
als Bank.ban. A. Vi^Hdüö (lith.) 1343.
Xyom. 'VValxLl Vögten sganze Figur^j; —
3) Lvndvay's BĂĽste von drei trauernden
Frauengestalten umgeben sin der Vasiii'iiQpi
»M3 18:,8. Nr. 6^.
L0ildunl)'s Feicheuseier. Diese war so zu
sagen ein Trauerfest der Nation. Nach dem
kla^lu- klvilu folgten 15—20M0, nach dem
Pc-Lti ^n.i,I<) 20—2r».l»W Menschen dem Sarge
des KĂĽnstlers. Bei dem Natiunaltheater hielt
der Leichenzug Nast, es war dieĂź ein Wunsch,
den Lsndvay kurz vor seinein Tode geäußert.
Die Leichenreden wurden von Paul Török
und Joseph Sz6k6cs, den Seelsorgern der
reformirten und evangelischen Gemeinden, ab»
gehalten, die Fackeln von 24 Schriftstellern
und Schauspielern getragen.
Mtdumi's Monument. Mit demselben hat
es ein eigenes Bewandtniß. In einer Mai»
nacht des Jahres 1860- verschwand das von
dem Nationaltheater aufgestellte Standbild
Katona's. Auf dessen Stelle fand sich am
andern Morgen eine von einigen hohen Da.
men gespendete „Lendvay'Statue" aufgestellt.
Die Statue ist ein Wert von DunaiĂźky
und stellt den KĂĽnstler in ungarischer Tracht,
mit über den Schultern leicht herabhängen-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon