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Alschmger 379 Allschul
derReise des Königs Friedrich August
von Sachsen durch Dalmatien, eine
Sammlung von Pstanzm dieses Landes
zusammen. Als Fachmann wurden A.'s
Kenntnisse auch zu wiederholten Malen
von Seite der Regierung in Anspruch
genommen, und zwar erhielt er den Auf»
trag eine Naturgeschichte für die Normal,
schulen zu schreiben' das von der Stu<
dieN'Hofcommission als zweckentsprechend
anerkannte Werk wurde später veränder«
rer Pläne wegen zurückgelegt; im Jahre
1839 wurde er aufgefordert, in Ge-
meinschaft mit Eduard I osch ^Bd. X,
S. 268) eine Reise durch Dalmatien
in landwirtschaftlichen Angelegenheiten
zu unternehmen,' das Ergebniß derscl'
ben war die Herausgabe einer Belch.
rung über den Bau von Sumach und
Waid. Im Jahre 1841 wurde er zum
Mitgliede des Comitö's für Gründung
einer Gesellschaft zur Beförderung der
Landwirthfchast und Erweiterung natur-
wissenschaftlicher Kenntnisse erwählt. Die
Botanik, welche zur Verherrlichung ihrer
Pfleger, Freunde und Förderer ein so
sinniges und einfaches, wenn leider auch
nur zu sehr mißbrauchtes Mittel gewablt,
hat die Erinnerung an Alschinger's
Namen an ein Genus: Oitvgns H.!ljokin-
Asi-i 5'2s. gebannt; eine von Visiaai
selbst aufgestellte Umbellifcren.Gattung:
), wurde wohl vom
Autor selbst eingezogen, hingegen in neuerer
Zeit zur Olausilia serriilUAHls, ^7/^. als
Zuksxeeies, die OIZ.U81Ü2 ^lLcdiugOri
X ^ . , einbezogen. In welcher Achtung
Alschinger's Name in dem der deut»
schen Wissenschaft wenn nicht feindlichen
doch immer gleichgiltigen Oberitalien
stand, dafür sprechen laut die Einladun-
gen, welche A. erhielt, auf den ira-
lienischen Gelehrten. Versammlungen zu Padua, Lucca und Mailand zu er-
scheinen.
OesterreichischebotllnischeZeitschrift.
Herausgegeben von Alexander Skofitz (Wien,
8°.) XIV. Jahrg. Ci864). S. i3l.
^ Alter, Jacob (Humanist, geb. zu
Pesth, gest. ebenda im Mai 1864).
Dieser in Pesth ansässige Bürger und
Hauseigenthümer hat durch seine wohl-
thätigen Zwecken gewidmeten letztwilligen
Anordnungen
sich
ein Recht auf bleibende
Erinnerung erworben. Dem Kleinkinder-
Spital, dem Blinden-Institute, dem
Waitzner Taubstummen . Institute ver-
schrieb er je 300 fi.; für das in Pesth zu
errichtende Findelhaus bestimmte er ein
Stiftungscapital von 390 st.; zur Er-
weiterung der Pinter'schen Stiftung
für verarmte Pesther Bürger ein Capital
von 4000 fl.; von der durch den Verkauf
seines Hauses eingehenden Summe be»
stimmte er 8000 fi. zu einer Rente für
seine Wirthschafterin auf Lebensdauer,
nach ihrem Tode fallen jedoch 4000 fi.
dieses Capitals dem
städtischen
Bürger-
svital und 4000fi. dem städtischen
Armen»
Versorgungshause. zu. WaS von dem
Hausverkauf noch erübrigt wird, kommt
zu gleichen Theilen dem Knabenwaisen-
haus (Iosephinum) und dem Pesther
Frausnverein zu. Drei Obligationen per
3000 fi. C. M. widmete er dem Baue
der Franzstädter Kirche und 3000 si.
jenem der Leopoldstädter Kirche. So
hatte A. sein ganzes Vermögen mit Aus-
nähme von 3000 fi., welche an arme
Verwandte testirt wurden, ausschließlich
wohlthatigen Zwecken zugedacht.
Ungarische Nachrichten (Pesthcr Journal)
1564, Nr. <24, — Wiener Zeitung l«64,
Nr. i38
5« Altschul, MaS ss. d. Bd. I,
S. 2t^. gest. zu Prag am 17. Juli
1368. Einer seiner Nekrologisten nennt
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon