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39t Zamberg
groĂes OelgemĂ€lde, eine Gruppe uon fĂŒnf
mÀnnlichen Gestalten vorstellend. Es ist nÀm-
lich Kaiser Franz I. Stephan, umgeben
uon uanSwieten, damaligem PrÀfeclen der
Hofbibliothek. Duva l , Director des MĂŒnz«
und Antikenmbinetes, Abb6 Marcy. Director
des physikalisch'mathematischon Cabinetes, und
Chevalier de Ba i l l ou in der Paradeuni-
form eines Nrtillerie-Qberstlieutcnants, mit
rothen AufschlĂ€gen, rother goldbetreĂter Weste
und goldener SchÀrpe.
a, Joseph ss.d.Bd.I,
Fata Morgana (Pesther BlĂ€tter fĂŒr Kunst,
Literatur u. s. w. Nedigirc von Hermine
Czigl6r uon ^ny<Vecse (Pesth, 4«.)
II . Jahrg. (18li^). Nr. 2?. S. 110: âJoseph
Bajza". Von Mar Nord au.
^ Balassa, Johann (Arzt und Fach-
schrift steller, geb. zu Szent 3ö-
rincz im Tolnauer Comitate 5. Mai
1814). Sein Vater war evangelischer
Pfarrer zu Szent Lörincz. Die niederen
Schulen besuchte er in seinem Geburts<
orte, spÀter studirte er auf den evan»
gclischen Lehranstalten zu Oedenburg und
PreĂburg; 1832 begann er das medi.
cinische Studium und hörte die ersten
drei Jahre auf der UniversitÀt zu Pesth,
die lchteu zwei zu Wien, wo er 1838 die
DoctorwĂŒrde erlangte. Nun begann er
aus der «Klinik des berĂŒhmten Chirurgen
und Operateurs Professor Joseph Watt-
mann die Praxis, wurde im Jahre
1841Secundararzt im allgemeinen Kran-
kenhause und im Jahre 1843 Professor
der praktischen Chirurgie an der Pesther
kön. UniversitĂ€t. Bevor er jedoch dieĂ
Autt antrat, machte er Reisen und ver«
weilte besonders in Paris lÀngere Zeit.
Im Mai 1844 wurde er zum Rath im
Ministerium des Unterrichts und zum
Director des Doctoren« Kollegiums er-
nannt. Als Operaleur besitzt B. einen
ausgezeichneten Ruf und oft bringen die
Journale Nachrichten von den glĂŒcklichen
Erfolgen seiner kĂŒhnen Operationen. Auf der Höhe der Wissenschaft stehend, ver-
folgt or aufmerksam jeden Fortschritt der-
selben und sorgt in seinen gediegenen
Vortragen, daĂ er Gemeingut seiner zahl.
reichen Zuhörer werde. Auf diese Weise
hat sich B.'s Ruf weit ĂŒber die Grenzen
seines engeren Vaterlandes verbreitet, in
welchem selbst er den Ruf des populÀrsten
und glĂŒcklichsten Arztes genieĂt. Obwohl
als Operateur stark in Anspruch genom-
men, widmet er doch seine MuĂe litera.
rischen Arbeiten in seinem Fache, und
auĂer zahlreichen Berichten ĂŒber seine
merkwĂŒrdigeren Operationen in in> und
auslÀndischen FachblÀttern, erschienen von
ihm folgende Werke: âAM^o?-^^' ssö^-
526?«) d. i. Praktische Chirurgie (Pesth
1844) und nZ'asseT'vsH?'^«) d. i. Von
den UnterleibsbrĂŒchen (Pesth 1833), von
welch -letzterer, von FachmÀnnern als
besonders tĂŒchtig bezeichneten Monogra»
phie in Wien auch eine deutsche Ueber-
setzung erschienen ist.
H^abl) kori isiasi'stsk tÀra, d. i. Neues
ungarisches Conversations-Lexikon (Pesth 1850,
Gust. Heckenast. Lex. «o.) Bd. I, S. 236. â
Sonntags'Zeitung. Illustrirtes Volks»
blatt u. s. w. (Pesth. gr. 40.) iv. Jahrgang
(1858), Nr. 2, S. 10 smit PortrÀt im Holz.
schnitt^ . â KI Hg? 2i' nĂ€xlax, d. i. Unga»
risches Volksblatt (Pesth, 4«.) 1836. Nr. 6.
S. 46.
R BlMlberg. Joseph Freiherr s^. d.
Bd. I, S. 141^. Mehrere Jahre beklei-
dete B. die Stelle eines dritten General.
Adjutanten Sr. MajestÀt des Kaifers,
wurde dann General-Major und Vice«
PrÀsident des obersten MilitÀr-Iustizsena«
tes. Am 3. JÀnner 1839 zum Feldmar«
schall'Lieutenant und Truppen-DivisionÀr
in Galizien ernannt, befand er sich als
solcher in Krakau, wurde spÀter, als
in Folge der Erhebung in Congreh«
polen auch in Galizien bald gröĂere,
bald kleinere Corps von FreischÀrlem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon