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Delcredi 400 Zelcredi
Weg der Vereinbarung mit Ungarn.
überhaupt mit den östlichen Ländern der
Monarchie, betreten.
Allgemeine I l lustr i r te Zeitung (vor<
mals „Glocke") (Altona, A. Payne. kl. Fol.)
VII. Jahrg. (1863). S. 244. —Neber Land
und Meer. Allgemeine illustrirte Zeitung
(Stuttgart. Hallberger, kl. Fol.) XIV. Bd.
(1863), S. 726 lauf S. ?24 sein Porträt). —
Neue freie Presse (politisches Blatt) 1865,
Nr. 301: „Richard Graf Belcredi"; Nr. 303,
331, 334, 333. 340 u. 343. — Wald Heim's
il lustrirte Blätter (Wien, 4«.) 1863,
Nr. 30, S. 237: „Der neue Staatsminister"
^mit einer ziemlich ähnlichen Porträt«Xylo<
graphie).— Wiener Chronik. Sonntags-
Abendblatt der Const. österr. Zeitung 1863,
Nr. 35. S.279. — Fremden-Blatt (Wie-
ner Journal) 1865, Nr. 180 u. 196, 209,
210, 219, 222, 232.
I. Zur Genealogie des Vrafenhauses Mcredi. Die
Belcredi sind ein altes, ursprünglich lom»
bardisches Adelsgeschlecht. Es fĂĽhrte seit Jahr-
hunderten den Marchese-Titel und zählte schon
zu Zeiten des Kaisers Karl V. in der Stadt
Pavia zu jenen bevorzugten Patricierfamilien,
welche bis um das Jahr 1349 an allen Re<
gierungsgeschäften dieser Stadt theilnahmen,
aus denen die Glieder seines Rathes gewählt
wurden und die auf der Liste jener Edlen »er»
zeichnet standen, welche als zu allen Ehren»
stufen und Würden berechtigt angesehen wur»
den. Spätere Sproßen dieses Geschlechtes
finden sich in großherzoglich toscanischen Dien»
sten, und gelangte in diesen ein H5ius Mar»
chese di Belcredi zn hohen Ehren und
Auszeichnungen. Ein Anton Marchese Bel<
credi stand um die Mitte des 18. Iahrhun»
derts in Diensten der kaiserlichen Armee,
machte als Volontär mit derselben die Feld»
zĂĽge gegen PreuĂźen mit und trat in Folge
bei Torgau empfangener Blessurcn als Oberst«
Wachtmeister des Infanterie'Regiments Wied
in den Ruhestand. Auch wurde demselben auf
Grund des von ihm gefĂĽhrten MarchesoTitrlZ
mit Diplom vom 27. October 1769 der erb«
ländische Grafenstand und mit 5. November
d. I . das Incolat im Herrenstande Böhmens
bewilligt.
II. Vegenivärtiger Stand des Vrascnhauses Del-
credi. Der Chef des Haufes ist zur Zeit
Egbert Graf Belcredi (geb. 2. Septem.
ber 1816), ein Sohn des <am 3. September
1838 verstorbenen) Eduard Grafen B., k. k. Rittmeisters in der Armee. Graf Egbert
gehört selbst als Rittmeister dem Stande der
k. k. Armee an. Seit 7. März 1848 mit CHri-
stiam gebornen Gräsin Rostitz-Rokilnitz (geb.
13. October 1820), Sternkreuz. Ordensdame,
verinält, sind aus dieser Ehe keine Kinder vor»
Handen. Graf Egbert hat vier lebende Ge»
schwister, zwei BrĂĽder und zwei Schwestern.
Erstere sind: Graf Edmund (geb. 22. Mai
5821), zur Zeit k. k. Oberst und Regiments-
Commandant des Freiherr von Simbschen»
HuszareN'Regiments Nr. 7, und GrafRichard,
k. k. Staatsminister sfiehe dessen ausfĂĽhrlichere
Iebensskizze S. 397). Graf Richard ist (seit
17. August 1854) mit Anna gebornen Freiin
von welden (geb. 15. Mai 1834), Sternkreuz'
Ordensdame, vermalt, und stammen aus die<
ser Ehe: Graf Ludwig Egbert (geb. 4. Fe.
bruar 1836) und Mar ia Karolina (geb.
6. Mai 1838). Des Grafen Egbert Schwe»
stern sind: Gräsin Gölestina (geb. 23. März
1813). Sternkreuz.Ordensdanse und Capitu»
larin des adeligen Damenstiftes auf dem
Hradschin zu Prag; Gräfin Almeria (geb.
8. October 1819), Sternkreuz»Ordens» und
Palastdame, vermalt (seit 14. October 184S)
mit Hugo Prinzen von Thun: und Tcms, k. k.
Kämmerer. Reichsrath und Major in der
Armee.
III. Wappen. Ein mit einem rothen Querbalken
belegter goldener Schild. Im oberen Theile
des Schildes steht ein rechtssehcnder gekrön»
ter, einfacher schwarzer Adler mit ausge»
spannten Flügeln, von sich gestreckten Fän»
gen und roth ausgrschlagener Zunge. Im
unteren Schildestheile befindet sich ein rechts»
schreitender gekrönter rother Löwe, mit aus«
geschlagener Zunge und über sich geschwun»
genem Schweife; auf dem rothen Balken
ist ein gleichfalls rechtsschreitendcr goldener
gekrönter Löwe mit roth ausgeschlagener
Zunge und ĂĽber sich gewundenem Schweife.
Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, auf
der sich drei gekrönte Turnierhelme erheben.
Auf der mittleren Krone steht der schwarze
Adler des oberen Schildestheils, aus der
Krone des. rechten wächst der goldene Löw«
des Querbalkens linksgekehrt; aus jener des
Unken der rothe Löwe des unteren Schildes»
theils rechtsgekehrt. Die Helm decken sind
rechts schwarz, links roch, zu beiden Seiten
mit Gold belegt. Die Schild Halter sind zu
beiden Seiten zwei auswärtssetzende aufge«
richtete, mit den vorderen FĂĽĂźen den Schild
anfassende silberne Greifen.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon