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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 406 -
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Page - 406 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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Zrahms 406 Prahms gebundener Rede Huldigungen bärge» bracht. (2ära l864, VattarQ, Zr. 3<>.) xarts H, vol. 2, V> ^^ 6 2. , Johannes (Tonkunst, ler, geb. zu Hamburg 7. Mai 4834). Sein Vater war Contrabassist am Or< chester des Stadttheaters zu Hamburg. Da der Sohn Talent zur Musik besaß, erhielt er frühzeitig Unterricht in der« selben, und zwar war O. Cassel sein erster Lehrer in Clavierspiele, den weite« ren theoretischen Unterncht ertheilte ihm Ed. Marxsen m Altona. Erst 13 Jahre alt, trat er im Jahre 1847 als Clavier- spieler öffentlich auf. Im Jahre 1833 wurde ei mit Robert Schumann be« kannt, der ihn sehr liebevoll aufnahm und des Jünglings geniale Anlage als» bald erkannte. In einem aus Düsseldorf datirten Briefe jener Zeit schreibt Schu» mann an einen Freund: „Jetzt ist ein junger Mann hieraus Hamburg, Namens Johannes Brahms, von so genialer Kraft, daß er mir alle jüngeren Künstler bei weitem zu überstrahlen scheint und von dessen wunderbaren Werken (nament. lich auch Liedern) gewiß bald auch zu Ihnen etwas dringen wird". Ein inniges Freundschaftsband umschloß bald beide Künstlerseelen, welches nur der Tod Schumann's löste. Rührend sind, wie Ludwig von Ulm schreibt, die schlichten Erzählungen aus Brahms' Munde, wie die beiden Freunde ... in der Irrenheil' anstalt zu Endenich bei Bonn zusammen- saßen und der gebrochene, wie eine Kerze abtropfende Schumann von schönen vergangenen Zeiten plauderte und den Mendelssohn pries und für Franz Schubert schwärmte und über seinen alten Liebling Jean Paul noch immer außer sich war, wie sie dann wechsel- weise am Clavier ihre musikalischen Ge» danken austauschten, oder sich an kräf» tigen Weinen und starken Cigarren, die Brahms stets auS Hamburg besorgte, erlabten. Die beiden sich so beisammen denken, ist wie das Schauspiel einer ver» schleiert untergehenden Sonne, während der mild blinkende Mond schon am Himmel steht. Längere Zeit verweilte BrahmS in Düsseldorf an Schu« mann's Seite, der seinen geliebten Iün» ger in einer Weise in die Oeffentlichkeit einführte, wie es wohl wenigen Schülern von ihren Meistern geschehen sein dürfte. Von Düsseldorf aus besuchte B. auch andere Rheinstädte, ging 1834 nach Weimar, wo er mehrere Wochen bei Liszt zubrachte, der gleichfalls den Schützling Schumann's in seiner be« kannten liebenswürdigen Weise aufnahm. Nachdem er von Weimar für kurze Zeit in seine Vaterstadt zurückgekehrt war, nahm er eine vortheilhafte Stellung bei dem Fürsten von D etmold an, ertheilte am Hofe Unterricht, leitete einen kleinen Singverein und fand sich so behaglich in diesem Verhältnisse, daß er eine ihm an» gebotene Professur in Cöln ausschlug. Einem Antrage aus Wien aber, zur Uebernahme der Direction der dortigen Singakademie konnte B. nicht wider» stehen und seit 1862 gehört B. der Residenz des KaiserstaateS an, wo er in nicht geringem Maße zur Hebung der gesunkenen Musikzustände, vornehmlich aber der seiner Leitung anvertrauten Sing« akademie, beiträgt. B.» auch als Ton« dichter thätig, hat bereits mehrere Werke veröffentlicht. Unter diesen, deren Zahl sich bisher etwa auf zwanzig erhebt, sind anzuführen: zwei Sonaten (Og. 1 u. 2), mehrere Lieder und Gesänge (0^>. 3, 3,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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