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B.» der früher bereits die geheime Raths.
WĂĽrdeserhalten hatte, ist in Anerkennung
seiner um den Staat erworbenen Ver«
dienste mit dem Orden der eisernen Krone
4. Classe ausgezeichnet und mit Diplom
vom 19. Juli 1834 in den erblandiscben
Freiherrnstand erhoben worden.
Waldheim's I l lus t r i r te Zeitung (Wien.
kl. Fol.) I. Jahrgang (1862), Nr. 37, S. 433.
— Freiherrn» D ip lom vom 49. Juli
l8ö4. — Wappen. Gevierteter Schild, i und
4: in Silber zwei mit den Schäften in's
Schrägekreuz gestellte aus- und niederwärts
abhängende rothe Signalfahnen; 2 und 3: in
Blau aus Meereswellen emporragend das
Abbild des Leuchtthurmes im Hafen von
Trieft, worauf zur rechten Seite eine rothe
Signalfahne schrägrechts und darunter an
einer Schnur, welche von einer Stange her«
abdangt, drei ĂĽbereinander aufgezogene rothe
Signalballone ausgesteckt sind. Auf dem
Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf der sich
zwei gekrönte Turnierhelme erheben. Die
Krone des rechten Helms trägt die beiden
Signalfahnen von i und, 4, jene des linken
Helms den Leuchthurm von 2 und 3. Die
Helm decken sind rechts roth, links blau,
beiderseits mit Silber belegt. Die Schild»
Halter sind zwei goldene Greife mit aus«
geschlagenen rothen Zungen, welche auf einer
unter dem Schilde laufenden Arabeskenver»
zierung angebracht sind.
, Thomas (Sprachfor.
scher, geb. zu Prag 5. Juni 1802).
Besuchte die Schule bei St. Stephan in
Prag. Erst 8 Jahre alt, verlor er seinen
Vater. Im Jahre 1812 kam er auf das
Gymnasium und schon 3 Jahre spater
verlor er auch seine Mutter. Da ihm die
Mittel fehlten, die Studien fortzusetzen,
sollte, er ein Handwerk erlernen, aber
1816 trat er freiwillig in das 5. Artillerie-
Regiment. Während seines zweijährigen
Aufenthaltes in Prag benutzte er die
Muße seines Soldatenberufes zu genaue»
ren Studien seiner Muttersprache, der
Lechischen. Er kam nun in andere Garni-
sonen, 1819 nach Pesth, wo er m der Regimentsschule Arithmetik und Geome.
trie erlernte. 1821 wurde er Bombardier
und kam als solcher nach Wien. Da war
ihm Gelegenheit gegeben die höhere Ma»
thematik, Mechanik, Physik, Chemie, und
überhaupt jene Fächer, die er zu seinem
Stande brauchte, zu studiren. Im Jahre
1823 rĂĽckte er zum Feuerwerker var. Im
Jahre 1828 kam er wieder nach Pesth. aber
von dort bald nach Wien zurĂĽck, wo er
als Lehrer des geometrischen Zeichnens in
der Schule des 2. Artillerie-Regiments
verwendet wurde. Im 1.1830 berief ihn
die Direction der Wiener-Neustädter Mi-
litär»Akademie als Professor der oechischen
Sprache an derselben, mit deren Neber»
nähme er auch zum Lieutenant im Infan»
terie-Regimente Erzherzog Rainer Nr. 11
befördert wurde. 1837 wurde er Ober-
lieutenant im Infanterieregimente Felix
FĂĽrst Schwarzenberg Nr. 21 (nicht Nr. 11,
wie es beiIungmann heiĂźt) und 1843
Hauptmann im Infanterie«Regimente
Kaiser Franz Joseph Nr. 1. Viele Jahre
verrichtete A. feinen Dienst in der Akade-
mie. Endlich aber trat er, im I . 1837,
mittlerweile zum Major befördert, in den
Ruhestand, und wurde sein Abschied aus
der Akademie, in welcher er durch 26
Jahre gewirkt, von den Zöglingen und
Ofsicieren auf eine, den Scheidenden
ehrende Weise begangen. Er hat folgende
Werke herausgegeben: „ÄnZtährlichesthea-
nti5ch'fN'Misäir5 Lehrbuch der böhmischen
Spillche lnr NentZche" (Prag und Königgrätz
1839, Pospisil, 2. Aufl. 1844, 3. Aufl.
1859, gr. 8".); — „H5a?<5 e/^ssioma^s.
0 ^ 7-oHFi<?nl/e/z sF?'soVH/s?H", d. i. Kleine
Chrestomathie aus verschiedenen Schrift»
stellern u. s. w. (Prag 1844, 8".); —
d. i. Dienst-Reglement fĂĽr den gemeinen
Soldaten, Gefreiten und Tambour der In»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon