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Csorich 421 Danicis
ter in Kirchmsachm hat sich
C. durch die
Reinheit stines Styls in Musikkreisen
rĂĽhmlichst bekannt gemacht, er hat
mehrere „Symphonien", eine „Fest-
mefse", ein „Oiolia." und ein „^.Fnu3
vsi" für zwei Orchester und zwei Chöre,
aufgefĂĽhrt bei dem feierlichen EinzĂĽge
des Bischofs Bricito in Udine am
12. Juli 1847, mehrere „Motetten",
eine nicht unbeträchtliche Anzahl von
„Gefangstücken" für den israelitischen
Tempel und ein „Mssrsrk" auf 16 Stim-
men, am Charfreitag 1362 in der Dom-
kirche von Udine zuerst aufgeführt, com«
ponirt.
(5a22Stta äi Nantova 1364, No. 82:
„I'i'a.naVgaa (ÜomsQoiQi" ^Nachruf von C.
Citella).
-z-Lsorich von Monte Lreto, Anton
Freiherr s^. d. Bd. III, S. 69^. gestorben
zuDornbach bei Wien 13. Juli 1864.
Nachdem Freiherr Csorich einige Zeit
die Stelle eines ^ä labus des Armee-
commandanten in Wien bekleidet und
im Juli 1839 zum Kriegsminister ernannt
worden, wurde er bei der Umwandlung
dieser Stelle in das Armee «Obercom« mando Stellvertreter des Commandiren-
den in Ungarn, feierte im Jahre 1839
sein fünfzigjähriges Jubiläum und trat
im September g. I . als Feldzeugmeister
in den Penstonsstand. Er starb im Alter
von 69 Jahren. Der Freiherr war seit
1833 zweiter Inhaber des 13. Infanterie-
Regiments Herzog von Nassau.
Fremden-Blatt 1864. Nr. 196. — Presse
1864, Nr. 196. — Mährischer Corre.
spondent 1864, Nr. 174. — Der Kame-
rad 1864, Nr. 58 (ausführlicher Nekrolog). —
Bohemia (Präger Blatt) 1864, Nr. 169,
S. 153. — Oesterreichischer Volks-und
Wirth schafts.Kalender fĂĽr 1366, S. 16.
V Czermak, Johann ss. d. Bd. XI,
Nachtrag S. 387). Professor Czermak
lebte zu Prag als Leiter eines eigenen
Privat-Institutes fĂĽr physiologische Ar-
beiten. Im FrĂĽhling des laufenden
Jahres (1865) erhielt er einen Ruf als
Professor der Physiologie an die Jenaer
Hochschule, den er annahm und bereits
im Sommersemester des g. I . seine Vor»
träge an derselben begann.
Presse (Wiener polit. Journal) 1863. Nr. 107,
in der „Kleinen Chronik".
niciö, Gjuro (Georg) (Sprach«
forscher, geb. zu Neusah in der ser.
bischen Woiwodschaft im April 1823).
Sein eigentlicher Familienname ist Po«
powio. Von seinem Vater für das Stu»
dium bestimmt, beendete er im Alter von
15 Jahren zu Neusah die Gymnasial«
classen und begab sich dann auf das
evangelische Lyceum zu Preßburg. An«
fanglich gewillt, die Rechte zu studiren,
bezog er im Jahre 1844 die Pesther
Hochschule, aber eine im Jahre 1845
nach Wien unternommene Reise, wo er
Wuk Stephanowitsch Karadschitsch ^ d. Bd. X, S. 46H und Miklosich
kennen lernte, ward entscheidend fĂĽr seine
Zukunft. „Der eine", wie Daniciö
selbst schreibt, „hat ihm die Schätze der
serbischen Sprache aufgethan (Wuk),
der andere ihm das Aicht verliehen, um
diese Schähe zu sehen und verstehen zu
können" (Miklosich). Schon im fol-
genden Jahre gab D. das Rechtsstudium
auf und widmete sich
sofort ausschlieĂźlich
der Philologie. Wahrend dieser Studien
stand er dem alten Karadschitsch thä>
tig zur Seite und war demselben bei der
Zusammenstellung des serbisch «deutsch«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon