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Degenfeld
herausgegebene Jahresschrift, deren Ne-
dacteur D. längere Zeit gewesen, mehrere
Aufsätze aus seiner Feder. D. ist Mitglied
der literarisch-serbischen Gesellschaft (Vru2-
tvo Lrp3^6 8l0V63N0Lti) zu Belgrad und
seit 1863 correspondirendes Mitglied der
k. russ. Akademie zu St. Petersburg. D.
zählt zu den ersten slavischen Philologen
der Gegenwart und über seine serbische
Syntax fallt ein Gelehrter wie Mi kl o-
sich das Urtheil, „daß keine einzige sla>
vische Sprache über ihre Syntax eine so
befriedigende Arbeit aufzuweisen hat, als
die serbische in Mer von Daniciä.
Slavische Blätter vonAbelLnksiu (Wien,
4°.) I. Jahrg. (1863). S. 342 ^nit Porträt
im Holzschnitt).
V Degenfeld, August Franz Joseph
Christoph Graf von »'. d. Bd. IU,
S. 201. und Bd. XI, S. 39^>. Mit Allerh.
Handschreiben vom 19. Februar 1864
wurde Feldzeugmeister Graf Degen-
feld auf sein wiederholtes Ansuchen von
der Stelle des Kriegsministers enthoben
und mit dem nämlichen Tage Feldmaß
schall-Lieutenant Ritter von Frank an
Degenfeld's Stelle zum Kriegsminister
ernannt. In dem Enthebungsschreiben
des Grafen Degenfeld heißt es unter
Anderem: „daß ihm die Armee eine in
den Kämpfen der Gegenwart besonders
bewährte gediegene Ausbildung verdanke,
daß er durch seine vielfachen Erfahrmi'
gen die Tüchtigkeit, der Armee erhöht
und Fortschritte in allen Waffengattun-
gen in Anwendung gebracht habe, die
sich bereits als nutzbringend erprobten"
Wiener Zei tung 1864, Nr. 43, S. 391.
ki, Heinrich ss. d. Bd. III,
S.230), gest. zu Paris 13. Juni 1864,
wo er seit mehreren Jahren, gerade nicht
in den glänzendsten Verhältnissen lebte.
Näro ä, d. i. das Volk (Prager polit. Partei«
blatt) 1864. Nr. 156. — Didaskal ia
423 Dietrich ftem
(Frankfurter Unterh. Blatt, 4«) l864, Nr. 175.
— Correspondent von und für Deutsch-
land (Nürnberg, kl. Fol.) 1864, Nr. 310.
-I-Dercsenlji von Deresen, Johann
15 d. Bd. IV, S. 24^, gestorben zu
Pesth im August 1863.
Nngarifch e Nachrichten l863, Nr. 20l.
N Diemer, Joseph j^s. d. Bd. III)
S. 283). Erhielt im Mai 1863 mit
Allerh. Entschließung „in Anerkennung
seines verdienstlichen amtlichen Wirkens
und seiner vorzüglichen wissenschaftlichen
Leistungen" taxfrei den Titel und Charak»
ter eines Regierungsrathes und wurde
anlaßlich der 3l)ljjührigen Jubelfeier der
Wiener Hochschule im August 1863 mit
dem Diplom eines Ehrendoctors der
Philosophie ausgezeichnet.
Wiener Zei tung 1863, Nr. lO8.
'l'Dietrichstein, Moriz Graf ss. d.
Bd. III, S. 303^. Starb zu Wien am
27. August 1864 nach langer schmerz-
licher Krankheit im Alter von 90 Jahren.
Mit ihm schließt die lange Reihe der
Dietrich steine, die seit nahezu einem
Jahrtausende im kaiserlichen Heere, im
Rathe des Monarchen, auf Bischofstühlen
und in der Gelehrtenstube sich Ruhm
und Ehre erworben. Nachdem einige
Jahre früher die einzigen beiden Vertre-
ter der zwei Nebenlinien sHollenburg
und Weichseldurg) abgestorben, blieb
Graf Moriz als der letzte Repräsen-
tant der Haupt» oder fürstlichen Linie
übrig. Den ihm als hohem Achtziger
durch dmTod des letzten Fürsien Joseph
(gest. 1838) zugefallenen Fürstenhut
nahm er nicht an, da er sich noch bei
Lebzeiten des Letzteren mit ihm dahin
abgefunden hatte, daß er gegen Entschä»
digung m die Allodisicirung des fürst-
lichen Eideicommiffes willigt.
Wiener Abendpost 1864, Nr. 197, S. 790.
— FremdeN'Blatt (Wien, 4«.) 1864,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon