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Wochenboten 1862, Nr. 1, ein
dritter in der Kölnischen Zeitung
1862, Nr. 230 im Feuilleton, und drei
Briefe über die österreichischen Finanz,
operationen im Jahre 1819 in dem zu
OlmĂĽtz erschienenen Oefter reichischen
Korrespondenten 1848, Nr. 33 u. f.,
abgedruckt. Ueber andere Briefe Fried«
rich's von G., die er in seiner frĂĽheren
Zeit mit Friederike Brickeberg, gebor-
nen K o
ch, einer Schauspielerin des Berli«
ner Hoftheaters unter der Direction des
Grafen B ruh l, gewechselt, gibt der von
Holtet herausgegebene Briefwechsel
Ludwick Tieck's Nachricht. ^Vergleiche
darĂĽber den Brief von Dr. Max Ring
im Feuilleton der (Wiener) Neuen freien
Presse 1864, Nr. 36.) Noch sei hier
bemerkt, daß im Jänner des Jahres
1860 im österreichischen Kunstverein ein
ihn vorstellendes authentisches BildniĂź,
gemalt von dem englischen Maler
Thomas Lawrence, ausgestellt ge«
wesen. — Gentzens Sohn Jacob
besuchte die Schulen in Wien, betrat
nach an der Wiener Hochschule zurück«
gelegten Rechtsstudien die Beamtenlauf,
bahn und bekleidet zur Stunde die
Stelle eines Rathes im k. k. Poli-
zeiminifterium, in welchem er mit der
selbstständigen Leitung des Bücher-Revi-
sionsamtes — in sofern ein solches für
die aus dem Auslande einlangenden
Werke und Zeitschriften noch besteht —
betraut ist. Durch eine vieljahrige und
gewissenhafte Beobachtung der litera«
rischen Erscheinungen und der fĂĽhlbaren
Pulsschläge des politischen Lebens wurde
er fast unwillkĂĽrlich auf das literarische
und publiciftische Gebiet gelenkt und
schrieb seit Jahren — aber immer ohne
Namen — über Literatur in den größeren
politischen Blättern der Residenz, als in
derOesterreichischenZeitung, Ost- deutschen Post, im Wanderer, in
der P r e sse; außerdem veröffentlichte er bei
besonders merkwĂĽrdigen Gelegenheiten,
in welchen entweder ein Werk oder sonst
ein ZeitereigniĂź sich als si^natura tonn-
yoris herausstellte, selbststandige Flug«
schriften, auch meist ohne oder mit ange»
nommenem Namen, die aber ein nicht
gewöhnliches Aufsehen erregten. Diese
Letzteren sind: „Nrieke über Gnizkllui's
Sauberer nun Nom" (Prag 1839, Bell«
mann, 8".), diese Schrift, ĂĽber welche
Guhkow wenig erbaut gewesen sein
mochte, erschien unter dem Pseudonym
Alexander Al t , im Gegensatze zu den
von Alexander Jung herausgegebenen
Briefen ĂĽber Gutzkow's Ritter vom
Geiste; — „Ormünne dich, Oesterreich!
Offener Nriei an Kaiser und 35M. Geschrie-
ben in Wien Mitte Nerember 3860" (zweite
unveränderte Auflage, Leipzig 1860,
W. Engelmann, 8".), von dieser Schrift,
deren Erscheinen in der Geschichte des
österreichischen Buchhandels so zu sagen
ein EreigniĂź bildet, wurden binnen
wenigen Wochen 26.000 Exemplare
verkauft; — „Friedrich Genh und die
heutige Politik" (Wien 1861, Klemm);
— „Ueber die Oagebncher oan Friedrich Oentz
und gegen Varnhllgen'Z Nachwart" (ebd.
1861), diese letztere Schrift ist ein
Nachtrag zu der vorgenannten und
sind beide von Gentz mit der vollen
Nennung seines Namens und gleich«
sam zur Ehrenrettung seines Vaters
ausgegeben worden; — „Gin deutsches
Umt an Ungarn. Geschrieben in Men Mitte
Mnner 2861" (Leipzig 1861, W. Engel-
maim)- — „ Gesammt-Petitian der Völker
Oesterreichs an Se. Majestät den Unser. Ge-
schrieben Gnde Jänner 2361" (ebd. 1861);
— „Nie Presse in Oesterreich. Freie Gednnken
in Minier Zeit" (Wien 1862, Klemm).
Aus allen diesen Schriften spricht ein
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon