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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 480 -
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Page - 480 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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Hoffinger 480 Sofsinger stattfanden, veranlaßten H. zu mehreren Kundgebungen seiner Ansichten, theils in Aufsätzen in Journalen, theils in selbstständigen Flugschriften. So schrieb er z. B. gegen die Zunftreaction im „Oester. reichischcn Volksfreund" 1836, Nr. 7 u. 49; — „Ueber die geistige Bewegung der Jetztzeit" in der „Oesterreichischen Zei- tung" 1336, Nr. 134 u. 137; — die Broschüre: „^mVchrnng der Ghre"(Regens- bürg 1861, Manz); — daS populäre Schriftchen: „Ideen tnr die Wirksamkeit eines VlllkZzchritten-Vereines" (1834); — „Mrk'z Nien" und „Tran schau wem" (1861). In neuerer Zeit hat sich H. dem in Oesterreich noch wenig gepflegten Ge« biete der Biographik zugewendet und eS erschienen von ihm in dem politischen Blatte Das Vaterland: „Dr. Anton Günther" (1363. Nr. 37 u. 38); — in der Oesterreichischen Revue: .Fürstbischof Anton M. Slomsek" (I. Jahrg. 6. Bd.); — „Wilhelm Po- dlaha (II.Jahrg. 3.Bd.)— und in den Jahrgängen 1863 und 1866 des von dem österreichischen Vereine zur Herausgabe guter Volksschriften herausgegebenen „Volks- und Wirthschaftskalenders" zwei stattliche Reihen biographischer Skizzen unter dem Collectivtitel „Oösterreichische Ehrenhalle", mitunter ausführliche Bio- graphien enthaltend, wie z. B. über A r- neth, Dreher, Leonhard, Russeg. ger, Zeisberg (sämmtlich im Jahrgange 1863), Hietzinger, Dietrichstein, Ehrlich (Jahrg. 1866). Hoffinger ist Mitdirector dieses Vereines und thätiges Mitglied des Comitö's zur Herausgabe der „Oefterreichischen Geschichte für daS Volk". Noch sei bemerkt, daß H. als Gutsbesitzer in Niederöfterreich seine nach dieser Richtung gewonnenen Erfahrungen in mehreren Artikeln über Agrargesetz- gebung und die sociale Frage in der von Professor Arenstein redigirten „Allge- meinen Land« und Forstwirthschafts.Zei. tung" veröffentlicht hat. Im Jahre 1860 erhielt H. den Ausdruck der Allerh. Zufriedenheit über sein verdienstliches und aufopferndes Wirken für Kirche, Schul» und Armenwesen. Schon Hoffinger's Vater, Großvater und Urgroßvater haben sich als Männer der Wissenschaft durch ihre Leistungen oder sonst durch humanistisches Wirken in mannigfacher Weise denkwürdig gemacht. 1. Hoffinger's Urgroßvater Johann Michael H. (geb. zu Wien 29. September 1723, gest. in Sieben« bürgen 3l. Juli 1756) ist der Sohn eines ver< mögenden Wiener Bürgers, der, nachdem er im Jahre 1740 in Wien Magister der Philo> sophie geworden, sich dann dem Studium der Chirurgie widmete und als Feldarzt im Reiter« Regimente Preysingen von 1743 an den öfter» reichischen Erbfolgekrieg, und zwar'dcn Rhein- und den preußischen Feldzug, in diesem insbe» sondere die Schlachten von Friedbery und Soor mitmächte. Nach'hergestelltem Frieden nahm er seine Studien wieder auf, besuchte die Col< legien der ersten Naturforscher und Mediciner nach einander auf den Universitäten zu Straß« bürg, Paris, Halle und endlich Wien, wo er der Lieblingsschüler Gerhard van Swie« t e n'u wurde. Nachdem Hoff ing er im Hahre 1732 die medicinische Doctorwürde erlangt, aus diesem Anlaß die Dissertation „vs ä.o1o- i-iblis xartui-ioutiuui" (Vienu^s 1752, 4<>.) herausgegeben, wurde er im Jahre 1753 über van Swieten's Antrag zum k. k. Cameral« Physicus und n. ö. Professor der Geburts» Hilfe in Hermannstadt ernannt. I n Sieben» bürgen richtete er 1755 den Pestcordon ein, wuroe aber schon im folgenden Jahre — erst 33 Jahre alt — selbst ein Opfer dieser furch» terlichen Krankheit, da er aus freiem Antriebe nach Kronstadt geeilt war, um das dortige kleine ärztliche Cordonspersonale anzueifern und zu unterstützen. Wie aus seinen Briefen und Aufzeichnungen, die sich im Besitze der Familie befinden, hervorgeht, hat er für die Leopoldinisch'Karolinische Akademie, deren Mitglied er unter dem Namen Philomu» su s I I I . war und für van Swieten meh» rere naturwissenschaftliche Abhandlungen ge» schrieben, deren Manuscripte aber in Kron- stadt wahrend der durch die Pest verursachten dortigen Unordnung zu Grunde gingen. Aus
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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