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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14
Page - 484 -
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Page - 484 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Volume 14

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Hohenegger gießereien in Gärka und Trzynietz, die an letzterem prte in'S Leben gerufene Email- Hütte, das nach dem neuesten Fortschritte umgestaltete Walzwerk in Ustron. die Durchführung der neuen Frischmethoden in Ustron, Vaschka. Görka und Obszar, die gelungene Darstellung von Spiegel- eisen in Hradek und die großartige Eisen« und Stahlhütte in Lipina (Karlshütte), find sichtbare Zeugnisse seines schöpfe- nschen und erfolgreichen Wirkens und haben den erzherzoglichen Eisenwerken in Teschen einen wohlverdienten ehrenvol« len Ruf verschafft. H. war unermüdet für das Beste seines Dienstes, für das geistige und materielle Wohl seiner Untergebenen bedacht: die Pflege der Schulen, die Begründung eines fruchtbaren und wohl- thätig wirkenden Knappschaftswesens sind bleibende Denkmale seines humanitären Wirkens. Die Bedeutung der auf den Werken durch ihn angeregten und aus- geführten Fortschritte läßt sich in sprechen- den Ziffern nachweisen. Der Ertrag der Teschner Eisenwerke betrug bei seinem Dienstesantritte 4839 etwa 40.000 fl.. wahrend er im Jahre 4862 schon 400.000 fi. weit überschritten hatte. Wenige Tage vor seinem Tode wurde ihm noch die kaiserliche Huld, mit dem Franz Joseph-Orden ausgezeichnet zu werden. Seine reiche paläontologische Sammlung — einzig in ihrer Art — die sämmtlichen Formationsglieder der Kar» pathen und des Krakauer Gebietes, die alte Thierwelt von mehr als 200 Quadrat- meilen, in meist sehr schönen, gut erhalte- nen und vielen seltenen Prachtexemplaren vertretend, wurde seinem eigenen Wunsche gemäß mit Inbegriff seiner sämmtlichen geologischen Werke dem k. Staatsministe- rium um die Summe von 46.000 fl. zum Ankauf angetragen. Die Verhandlungen zerschlugen sich und die kön. bayerische Hohenegger Regierung schloß den Kauf um 10.500 fi. in sofortiger Auszahlung ab. Um die Mitte des Jahres 1863 ging die Samm- lung. in 92 Kisten verpackt, an ihre Be- stimmung in die Fremde ab. „Die Presse" bemerkt aus diesem Anlasse, „wenn ein deutscher Staat, für welchen die Kar» pathen kein eigentliches praktisches Inter- esse haben, für diese Sammlung 10.300fi. gebm konnte, welchen Werth mußte die» selbe für Oesterreich haben!" Jahrbuch der geologischen Reichsanstalt (Wien. Staatsdruckerei. 4".) XIV. Band (1864) S. 449 u. f.: „Ludwig Hohenegger", uon Otto Freih. v. Hin genau. — Oesterreichische Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben. Beilage zur amtl. Wiener Zeitung (Wien. gr.4».) 1864, Nr. 40. S l2?6. — Presse (Wiener polit. Journal) l865. Nr. l36: „Eine lehrreiche Geschichte". — Silesia (Teschener Journal) 1864, Nr. 36. S. 318. — Noch sei hier des tirolischen Schützenkönigs Johann Hohenegger ge> dacht, der bei dem deutschen Schützenfeste in Frankfurt so vortrefflich schoß, daß er allge- mein als der erste d eutsche Schütze erklärt wurde. Hohenegger, Oberjäger im Kaiser« jäger'Regimente, war einrollirter Schütze des k. k. Landes'Hauptschießstandes Innsbruck und von demselben zum Frankfurter Schützenfeste abgesendet, insbesondere zu dem Zwecke, auf den Standkehrscheiben mit den sonstigen auf die meisten Nummern schießenden Schützen zu concurriren. H. hat die auf ihn gesetzten Hoff» nungen vollkommen gerechtfertigt. Er schoß am ersten Tage 36, am zweiten 5?. am dritten 79, am vierten 116, am fünften 197 Num» mern. Bald hatte er nur einen einzigen Geg' ner. den Schweizer Knudi auS Bern. Beide hatten mit unglaublicher Bravour und Aus» dauer gekämpft. Knudi war H. zwar an Nummernzahl voraus, aber Hohenegger schoß von Tag Zu Tag schärfer. Da bot Knudi einen ehrenvollen Vergleich an.- die Schützen Hohenegger und Knudi sollten, sich gegenseitig als ebenbürtig erkennend, ihr Feuern einstellen, Knudi erhält die ausge» setzte Prämie für die meisten Nummern, die Schweizer aber stellen einen zweiten, dem ersten gleichstehenden Preis, welcher Hohen« egg er zufällt. Der Antrag wurde von Ho< henegger und der Schützenvorstehung in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Volume 14
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Laicharding-Lenzi
Volume
14
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1865
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
550
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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