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Horarik 488 Hubeny
Innsbruck angenommen und uon den Schwe
zer Schützen der Preis in herrlicher Weis«
gestellt. Als im folgenden Jahre. 1863, Sein«
Majestät in Innsbruck das Schießhaus be«
sichtigte und dort dem Oberjäger Hoheneg-
ger begegnete, ernannte ihn der Kaiser a
Ort und Stelle zum Lieutenant im Kaiser»
jäger'Regimente sVolks« und Schützen«
Zeitung (Innsbruck. 4".) 1862, Nr. 92:
„Vom Frankfurter Schützenfeste". —. Didas-
kalia (Frankfurter Unterhaltn ngsblatt.
t8L2. Nr. 219. — Fremden«Blatt (Wirn
4o.) 1363, Nr. 271.^Z
Johann ss. d. Bd. IX
S. 267^. geboren im Jahre 1808, ge
storbeu zu Neu so hl 20. Mai 4864
Horarik wurde im Jahre 1841 in
Folge seines Auftretens in der Frage der
gemischten Ehen von seinem Amte suspen-
dirt ^vergleiche die Lebensskizze im
IX. Bandes, trat dann ^843 aus dem
Schooße der römisch>katholischen Kirche
und schrieb in deutscher Sprache ein
Buch. worin er die BeweggrĂĽnde dieses
Schrittes auseinandersetzt. Im Jahre
1847 wurde er in Halle Mitglied der
sogenannten «freien Gemeinde", wurde
jedoch wegen der von ihm gehaltenen
Reden sowohl aus PreuĂźen als auch aus
Sachsen ausgewiesen. Er kehrte nun nach
Ungarn zurĂĽck, und lebte kĂĽmmerlich von
Stundengeben und literarischen Arbeiten.
Als er zu Anfang des I . 1864 erkrankte,
begab er sich nach Neusohl, wo noch eine
Schwester, nach Anderen ein Bruder H.'s
lebte, in deren Hause ihn auch der Tod
ereilte. H. starb im Alter von 36 Jahren.
H. hat Grimm's „Altdeutsche Mytholo-
gie" in'S Ungarische ĂĽbersetzt und mehrere
Abschnitte der ungarischen Geschichte in
volksthĂĽmlicher Weise bearbeitet. I n sei-
nern Nachlasse befand sich ein Werk, worin
er seine philosophischen Ansichten —
ganz im Geiste vonHolbach's L^Ltöius
äe 1a. Q3.tu.ro und der neueren franzö»
fischen und deutschen Materialisten — niederlegte. Sein im Jahre 1839 ver«
faĂźtes Testament, worin er sich zu obigen
Ansichten bekennt, wĂĽnschte er, sonderbar
genug, durch August GreguĂź sBd. V,
S. 323). dessen philosophische Ansichten
jenen Horarik's diametral entgegen»
gesetzt sind, im Archiv der ungarischen
Akademie doponirt. Ferner ordnete er an,
daĂź sein Leichnam den Studirenden der
Pesther medicinischen Facultät zum Seci-
ren ĂĽberlassen und ohne alle kirchlichen
Ceremonien begraben werde.
H.2 or82äF täkre, d. i. Der Neichsspiegel
<Pesth, gr. 40.) 1864, Nr. 30, S. 33U. mir
Horarik's Bildniß. — Pester Lloyd
(polit. Journal) 1864. Nr. 118. — Unga.
rische Nachrichten (Pesther polit. Journal)
1864. Nr. 118. — Fremden-Blatt (Wien,
40.) 1864, Nr. 143. »
Honnayr zu Hortenburg, siehe:
Ehrhart von Ehrhartstem lS. 434).
"Huben!), Joseph (Forstmann,
geb. im Jahre 1800. gest. zu Temes-
v är im Banate in den letzten Tagen des
August 1863). H., der sich im Forst- und
Bergwesen ausgebildet, trat in diesem
Zweige in den Staatsdienst und beklei-
dete zuletzt die Stelle eines k. k. Banater
Bergdirections-Assefsors und Oberwalo.
Meisters. H., theoretisch tĂĽchtig gebildet
und durch eine jahrelange Praxis mit
denVerhaltniffen vornehmlich der ungari«
chen Forst« und Waldwirthschaft genau
bekannt, einerseits ebenso auf Aufsindung
der Ursachen der vorhandenen Uebel-
stände, wie andererseits auf Mittel zu
Hrer Abhilfe bedacht, bereicherte die
national-ökonomische Literatur nach die«
ser Richtung mit mehreren schätzenswer-
chen Arbeiten, die theils selbstständig,
Heils in verschiedenen Fachschriften ge-
druckt erschienen sind. Davon sind anzu»
'ühren: „Die Waldanlagen von Mezo»
hegyes in Ungarn", — „Anleitung zur
Bildung und Cultur des Flugsandes in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Volume 14
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Laicharding-Lenzi
- Volume
- 14
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1865
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 550
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon