Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15
Page - 328 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 328 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15

Image of the Page - 328 -

Image of the Page - 328 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15

Text of the Page - 328 -

Loblwwitz 328 Lobkowitz Rache der Wissenschaft gar keineSt imme mehr hatte. Auch in den Hussitenkriegen jener Tage spielt Nikolaus eine Rolle, er war einer der königlichen Heerführer und hat immer standhaft für Sigismund'S Rechte gefochten. Bn der Krönung in Prag, am 28. Juli 1420, schlug ihn auch König Sigis< mund mit dem Schwerte des h. Wenzel zum Ritter. Im nämlichen Jahre ging N i< kolaus als küu. Commissär zur Untersuchung der aufrührerischen Brcslauer nach Schlesien; im folgenden Jahre brachte er den Saazern, welche als Kelchbrüder in ihrer Gegend den Katholiken vielen Schaden zufügten, eine empfindliche Niederlage bei und half bald darauf die von den Hussiten hart bedrängte Stadt Brüx entsetzen. AlS im Jahre 4420 die Hussitcn Miene machten, die schöne Prä- ger Metropolitankirche zu zerstören, eilte Ni» kolaus mit noch einigen anderen Großen herbei und rettete, dle Massen beschwichtigend, das architektonische Kunstwerk. Niko laus war mit Anna von Nechwalis verheirathet und seine zwei Söhne auS dieser Ehe, Niko« laue (II.) und Johann Popel , bildeten die zwri Hauptästc des Lobkowitzischcn Hau^ sek. ersterer den Ast Lobkowitz'Hassensiein. von dem die in Bayern zur Zeit blühende freiherrliche Linie ihre Entstehung ableitet; letzterer den Ast Popel.Lobkowitz. der sich in viele Nebenäste und Zweige spaltete und von dem die heute noch blühenden zwei fürstlichen Linien, die ältere und die jüngere, ihren diretten Ursprung ableiten. — 40. Niko- laus (II.) (gest nach Ni t tersberg im Hormayr'schen Taschenbuche für 1830. S. 22l, und ebenso im Archiv für 1330. S. 86, am 20. April 1442; nach Milt< ner's „Beschreibung der böhmischen Privat» münzen und Medaillen" am 22. Juli l462, ein jedenfalls srhr erheblicher Zeitraum von 20 Jahren Unterschied). Er ist ein Sohn von Nikolaus (I.) Chudy und der Stifter des Hauptastes der Lobkowih'Hassenstein, da in der unter den Brüdern erfolgten Theilung auf ihn die Burg Hassenstcin kam. Er war Landrichter und Hauptmann des Saazer Kreises und hielt, als während der Statthalterschaft Georg's von Podiebrad und später über desselben Wahl zum Könige Unruhen im Lande entstanden, die Ruhe im Kreise so viel als möglich aufrecht, suchte die erbitterten Ge« müther zu beschwichtigen, die Parteien zu versöhnen und zu besänftigen. Zwar war er AnfangS gegen Podiebrad gesinnt, trat aber, nachdem er König geworden, zu ihm über, wofür ihn dieser zum Burggrafen von Karlstein — eine der erstm Würden im Lande — ernannte. Auch ernannte ihn Georg von Podiebrad zum ton. Rath und nahm ihn im Jahre 1439 nach Brunn mit, wo König Georg der Vermittler zwi« schen Kaiser Friedrich und dem Könige Mathias von Ungarn werden sollte. Dort erwarb sich Nikolaus so sehr die Zuneigung des Kaisers, daß dieser ihn und seinen Bru« der, mit allen ihren männlichen Nachkommen, mit Majestätsbrief <iäo. Vrünn Freitag vor dcm h. Oswald 1459 in den Reichs frei« hcrrnstand erhob. Der König Georg aber schmückte ihn und seine Gemalin Gsska (Sophie) von Zierolin mit dem von König Alphons von Arragonien für vornehme Männer und Frauen gestifteten Lilien»Orden (^.ui'briLias Ltolae »Ibas ourn trikus Uliis), den noch Kaiser Maximi l ian getragen, der aber später eingegangen. Nikolaus war auch ein Beschützer des um die Ausbreitung des katholischen Glaubens verdienten Johann Capistranus, der sich unter seinem Schutze im Jahre 1452 einige Zeit in Brü.r und später in Kaaden aufhielt und die Vcranlas» sung des später in Kaaden gegründeten Fran. zistanerklosters wurde. Von seinen Söhnen stifteten zwei, nämlich Johann und Niko- laus (III.), zwei Nebenäste, Ersterer jenen der Lobkowih'Hassenstcin auf Obi-istwv. Letz> terer jenen der Lobkowitz'Hassenstein auf Eid« litz. Durch den Nuf seiner Gelehrsamkeit, Dichtkunst und StaatSweisheit gelangte aber sein dritter Sohn BohuSlaw ^s. d. S. 3l4. Nr. ?) zu großer Berühmtheit. — 41 Niko? laus (III.) (gest. um 1200). von den Lobko. wih'Hassenstein; ein Sohn Nikolaus (II.) aus dessen Ehe mit Offka von Zierot in und Stifter des Nebenastes der Lobkowih- Hassenstein auf Eidlitz. Seine vier Söhne bildeten vier Zweige, und zwar Wenzel jenen auf Lickow, S ig ismund jenen auf Petipfi. Nikolaus (IV.) jenen auf Audlic und Wi lhelm jenen auf Valc. — 42. N i - kolaus (IV.) (gest. 123 Y , von den Lob. kowitz.Hassenstein, Stifter des Zweiges der Lobkowitz auf Audlic; ein Sohn Niko« laus (III.). Nikolaus (IV.) wurde bei seinem Oheim Bohuslaw ^s. d. S. 214, Nr. 7) erzogen und war nach dessen Tode der erste Erbe der Hassenstein'schen Bibliothek, ein Umstand, der, wenn man die Gelehr» slnnteit srineS Oheims und zweiten Vaters
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Volume 15
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Leon-Lomeni
Volume
15
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1866
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
499
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich