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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15
Page - 339 -
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Page - 339 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15

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Aobkowitz 339 Lobkowitz S. 30, Nr. l^ in Ruhestand gesetzt wurde, richteten sich allgemein die Blicke auf 3.. der neben strenger Rechtlichkeit, dem Glänze eines alten, machtigen und reichen Hauses, alle Eigenschaften in sich vereinigte, um den so wichtigen Posten eines Finanzministers zu übernehmen. Aber das schon damals ausgebildete System der Anlehm besaß zu viele Freunde und Anhänger, die sich nicht beruhigen konnten, bei dem Gedanken, einen so unabhängigen, energischen und große Zwecke mit loyalen Mitteln verfol« genden Staatsmann auf diesem Posten zu sehen. So fiel die Wahl statt auf Lobkowitz, auf Eich ho ff; um aber die öffentliche Meinung, die mit feinem Bewußtsein den Fürsten als Finanz- minister bezeichnet hatte, einigermaßen zu versöhnen, wurde eine neue Hofstelle geschaffen, nämlich die Hofkammer für das Münz» und Bergwesen und L. mit deren Leitung betraut. Auch auf diesem Posten entfaltete 3. bald seine langst bekannte Energie. Er nahm genaue Ein. ficht in das Berg» und Hüttenwesen der einzelnen Provinzen, bereiste zu diesem Zwecke die vorzüglichsten Berg. und Hüttenwerke der Monarchie, hob nach und nach die einzelnen Zweige des so sehr vernachlässigten Bergbaues, leistete dem Privatbergbau jeden möglichen Vor. schub und griff, indem er die Eisen« production und Steinkohlmgewinnung machtig förderte, der vaterländischen Industrie kräftig unter die Arme. Auch das österreichische Münzwesen erhielt unter ihm eine entsprechende Nmgestal» wng. und seinen Bemühungen ist der Aufbau des neuen Münzgebaudes zu verdanken, zu welchem er am 2. März 4833 den Grund legte und das er mit trefflichen Maschinen und technischen Ginrichtungen ausstattete. Im bisher Angeführten ist nur die Thätigkeit deS Staatsmannes, der in Anerkennung der« selben höchsten Ortes im Jahre 1336 mit dem Großkreuze des Leopold-Ordens ausgezeichnet wurde, dargestellt worden. Noch Einiges bleibt uns über den Fürsten als Kunstfreund zu sagen übrig. Der Fürst, ein großer Freund und Kenner der Musik, unterstützte die Künstler, von denen mancher ihm seine Existenz und sein Emporkommen verdankt. Er unter« hielt eine vollständige, vortrefflich ein- gerichtete Mufikcapelle und in seinem Hause in Wien errichtete er eine musika» lische Freischule, aus welcher mancher tüchtige Künstler hervorging. Der Fürst war (seit 10. November 1327) mit Anna Bertha Prinzessin Schwär« zenberg vermalt, aus welcher Ehe nebst drei Töchtern, ein Sohn, Georg Christ ian, der jetzige Chef der jüngern Linie des Fürstenhauses, abstammt. Schlesinger (Philipp). Erinnerung, an Seine fürstlichen Gnaden dem (sie) Herrn August Longin Fürsten von Lobkowitz (ohne O. u. I . sWien 1342). Stöckhölzer, kl. 5«.). — Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, Bernhard Friedr. Voigt. kl. 6" ) XX. Jahrgang (1842), S. 994. — Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst (Wien, 4<>.) 11. (als Fortsetzung des Hormayr'schen Archivs XXI.) Jahrgang (183u). S. " 0 . - Mi l tner (Heinrich Ottocar), Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Prioatmün» zen und Medaillen. Herausgegeben von dem Vereine für Numismatik zu Prag (Prag 1886, 40.) 1. Abtheilung: Personenmünzen, S. 3U9. — Iiuniii-) t>6ll6tri5ti<:k/ t^äonnik, d. i. Lumir, belletristisches Wochenblatt. Herausg. von Mikowec (Prag, 80.) Jahrgang 1862, Nr. 2«, S. 476: „HiLtorioks äroduo2ti«. — Gaßner (F. S. Dr.), Univcrsal'Lcrikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849. Frz. Köhler, Lrr. 8°.) S. 561. — Schi l l ing (G. Dr.), Das musikalisch«: Europa (Speyer 1842. F. C. Ncidhard. gr.8°.) S. 2l6. — Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. IuliuS Schladcbach, fortgesetzt von Ed. Berns« 22*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Volume 15
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Leon-Lomeni
Volume
15
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1866
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
499
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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