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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15
Page - 383 -
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Page - 383 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Volume 15

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Fodron 383 Fodron im Jahre 4773 zum Capitular ernannt wurde. Als solchen sandte ihn das Brixener Domcapitel im Jahre 1779 zum Landschaftscongrefse nach Inns» brück, auf welchem er sich durch seine Beredsamkeit hervorthat. Im Jahre 1786 zum Domdechant ernannt, wählte ihn nach dem Ableben des Fürstbischofs Grafen von Spaur im Jahre 1791 das Dom« capitel zu dessen Nachfolger. Nahezu vier Decennien bekleidete der Graf in Wechsel» vollen und bedrangnißreichen Zeiten seine hohe kirchliche Würde, wirkte eifrig für die gute Zucht und Moral des ihm unter» stehenden Clerus, übte viele Wohlthaten und trug eifrige Fürsorge für die Lehr» und Unterrichtsanstalten seiner Diöcese. Zur Zeit des ReichsdeputationS-Haupt» schluffes mußte der Fürst seiner Sou« veränität entsagen und kam das Hochstift Brixen unter österreichische Landeshoheit, und später durch den Preßburger Frieden an Bayern. Als die bayerische Regierung gegen manche Mißbräuche, die sich in der Religions» ausübung eingeschlichen hatten, mit ziem» lichem Nachdrucke auftrat, entstand unter den Bischöfen des Landes eine solche Erbitterung, daß die Regierung zu Mün> chen auf die Entfernung der Bischöfe von Trient und Chur drang. Graf Lodron als Bischof von Brixen bewies in dieser Epoche eine weise Mäßigung, welche auch bayerischer Seits anerkannt wurde, während ihm päpstlicher Seits durch ein Breve vom 7. September 1808 die Administration des Churer Bisthums übertragen wurde. Auch im denkwür» digen Jahre 1809 versuchte er Alles, um die Geistlichkeit von der Bewegung, die das Landvolk ergriffen hatte, fern zu halten. Als im Jahre 1814 Tirol wieder an Oesterreich zurückkam, legte er am 30. Mai 1816 an der Spitze der tirolischen Landstände zu Innsbruck den Huldigungseid ab. Im Jahre 1823 beging er sein 30jähriges Priester» jubiläum und zwei Jahre später war es seinen eifrigen Bemühungen gelungen, das seit 1803 aufgelöste Domcapitel wieder herzustellen. Der Graf, ein Freund der Wissenschaften und Künste, hatte auf seine Kosten eine reiche und kostbare Bibliothek zur Förderung der philosophischen und theologischen Studien an seinem Bischofsitze begründet, ferner ein InstrumenteN'Cabinet zum Behufe der mathematischen und astronomischen Studien eingerichtet und auch sonst Kunst und Wissenschaft in mannigfacher Weise gefördert. Er starb im hohen Greisenalter von 80 Jahren. Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, B. Fr. Voigt, kl. 8".) VI. Jahrgang (1828). H. Theil. S. 634. Nr. 241 snach diesem geb. ^18. November 1748, gest. 10. August 1828). — OesterreichischeNational-Encyklo» pädie von Gräffer und Czikann (Wien 1833. 8«.) Bd. I I I , S. 480 n^ach dieser geb. 17. November 1748. gest. l0. August 1828). Lodron, Karl Maria Graf (kärnth. nischer LandtagS'Abgeordneter, geb. zu Innsbruck 22. August 1807, gest. zu Klagen fürt 13. October 1860). Der älteste Sohn des Grafen Alois Joseph aus dessen Ehe mit Mar ia Anna Gräfin Platz. Nahm nach den im Jahre 1829 in Innsbruck be« endeten juridischen Studien im folgenden Jahre die Civil- und Criminalpraiis bei dem damaligen Innsbrucker Stadt» und Landrechte und nach vollendeter Groß» jährigkeit im Jahre 1831 dieVerwaltung seines Vermögens und des ihm nach seines Vaters Tode zugefallenen Fidel, commiffes. Sein erstes öffentliches Auf. treten fällt in den Landtag des Jahres 1846, auf welchem er in einigen nicht unwesentlichen Formfragen mit Entschie«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Volume 15
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Leon-Lomeni
Volume
15
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1866
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
499
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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