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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 161 -
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Page - 161 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

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Mar Max den, und im ersten Halbjahre hatte er es bis zum Vergißmeinnichtmal'm ge» bracht, das in höchst primitiver Weise ausgeführt wurde: nämlich fünf blaue Pinselkleckse, darein ein gelber, darauf ein rother und das Blümlein war fertig. Der Sohn unterließ nicht, dem Vater gegenüber zu klagen und dieser hatte nur zu bald durch den Augenschein und die Bestätigung Anderer Gelegen- heit, sich von der Wahrheit des Ge- sagten zu überzeugen. So kam denn Emanuel von seinem Lehrherrn weg und nach reiflicher NeberleHung wurde beschlossen, daß Emanuel die Bild« Hauerei erlernen sollte, obgleich schon ein älterer Bruder (Joseph) sich dieser Kunst zugewendet hatte. So arbeitete Emanuel mehrere Jahre als Ge> Hilfe seines Vaters, bis er, ausgerüstet mit den nöthigsten Vorkenntnissen seiner Kunst, im Jahre 1827 nach Prag kam. wo er durch sechs Jahre unter den Directoren Bergler und Wald Herr die Akademie patriotischer Kunstfreunde besuchte und die erste Zeit hindurch vom Pfeifenschneiden sich ernährte. Eine Dar- stellung der Apostel Petrus und Iohan» nes, wie sie den Lahmen an der Pforte gesund machen, die er in jenen Tagen vollendet hatte, sowie die Ausführung einiger anderer Arbeiten lenkte die Auf« merksamkeit seiner Lehrer auf ihn. Es fehlte nicht an Ermunterung und wohl« meinendem Rathe von Seite derselben, und so begab sich M., beseelt von dem Wunsche nach weiterer Ausbildung, im Jahre 1833 nach>Wien, wo er unter Männern wie Führich ^Bo. V, S. 5), Kadlik ^Bd. X, S. 346) und Kupel- wieser M . X I I I , S. 392) seine Kunststudien fortsetzte. und bald zwei Preise, den einen für ein Modell, den zweiten für eine Zeichnung, den ungläu«! v. Wurzdach. biogr. Lexikon. XVII. c^h blgen Thomas vorstellend, erhielt. Fast hätten ihn aber die. Verhältnisse gezcvun. gen, Wien früher zu verlassen, als er cs seiner Ausbildung wegen wünschen konnte, wenn ihm nicht von Seite der Frau Gräsin KinSky und der k. k. Akademie der Künste großmüthige Unter» stützung zu Theil geworden wäre. So blieb er denn noch einige Zeit in Wien. Im Jahre 4837 wurde ihm von einem Prager Comitä die Ausführung ciner kolossalen Mozartbüste ans Tiroler Mar- mor übertragen, deren Modell er noch in Wien vollendete. Alsdann reiste er über Prag, Nürnberg, Regensburg nach München, wo er das Werk iu Marmor ausführte. Im Jahre 1839 erhielt M. von Paul Alois Klar M . XII , S. 14) die von dessen Vater Alois M . XII, S. 11) errichtete Künstlerstiftung, durch welche die Erfüllung eines längst geheg- ten Wunsches, die Reise nach Italien und ein längerer Aufenthalt in Rom möglich wurde. So war Emanuel Max der erste Klar'sche Stipendiat. Am 1. Mai 1839 reiste M. in das gelobte Land der Kunst. In Florenz studirte er zum Behufe der religiösen Kunst die mittelalterlichen Meister, in Rom die Antike und die Natur vornehmlich im Hinblicke auf die Form. wendete sich aber schon damals von der mytholo« gischen Vorstellung ab, um sich der Religion und Geschichte ausschließlich zu widmen. Um die reichen Kunstschätze der Halbinsel kennen zu lernen, bereiste er dieselbe zu wiederholten Malen. Im Jahre 1844 besuchte er seine Heimat und erhielt in Prag Bestellungen auf mehrere Werke. Im nächsten Jahre kehrte er nach Italien zurück und be> suchte nun Neapel und Licilien, und im Sommer des nächsten Jahres über Prag und Deutschland, Belgien, einen Theil 20. März l3«?.^ 11
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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