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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 190 -
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Page - 190 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

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Mayrhofer 190 Mayrhofer Ziebe und Natur durchwallet sie; Re< fieiion herrscht vor, jene Reflexion, ohne welche er nicht Dichter, nicht. Mensck sein mochte. Ideale Richtung bei reeller Grundlage. Kraft und milde Klarheit, große Ergebnisse, reiner Erguß des Innern in melodischer Form, das waren die Eigenschaften seiner Dichtungen. Man warf ihm vor, er habe zu sehr den Standpunct eines Eremiten festgehalten, habe sich zu sehr abgeschlossen von der Welt; gibt es aber doch für den lyrischeu Dichter keinen besseren, es ist die Vogel' perspective, aus der er dem wüsten Ge- triebe ruhig aus feinem klaren Himmel zusieht." Eine Uebersicht jener Gedichte Mayrhofer's, zu denen sein Freund Schubert die Musik schrieb, folgt in den Quellen. Lebensbilder aus Oesterreich. Vun A. S ch u« mach er (Wien l843, gr. 8",) S. 99: „Erin- nerungen an Johann Mayrhofer". — In Mayrhofer 's, von Dr. E. Freiherrn von Feuchtersleben herausgegebenen „Gedich- ten. Neue Sammlung" (Wien 1842, 50.) hc. finden sich eine Biographie und ein Facsimile Mayrhofer's. — Fr an kl (Ludwig August Dr.), Sonntagsblätter (Wien, 8«.) I I . Jahr» gang (1843), S. l006: „Biographische Skizze" von Feuchte rsleben; I I I . Jahrg. (1844). S. 134: „Charakteristik" von Gräffer. — Gräffer (Franz), Kleine Wiener Memoiren (Wien 1843, 80.) Bd. I I , S. 9?. — Seid« litz (Julius Dr.). Die Poesie und die Poeten in Oesterreich im Jahre 1836 (Grinuna 1837. I . M. Gebhardt, 8°.) Bd. I , S. 140. — Uebersicht jener Lieder und Gedichte Mayr- hofcr's, Zu denen Schubert die Musik gesetzt. Es ist ein Uebelstand und zugleich eineUnge» rechtigkcit, daß über der — und sei es der schönsten — Composition zu einem Liede, des Dichters, welcher den Tonsetzer zu seinem Werke begeisterte, kaum mehr gedacht wird. Namentlich erscheint es hier bei Schubert und Mayrhofer, wo sich Poet und Compo. siteur wechselseitig ergänzen, ganz am Platze, jener Lieder zu gedenken, welche eben durch . Schubert unvergeßlich geworden sind, und sonach folgen hier aus Schubert's thcma tischem Verzeichnisse und 0. Kreißle's Vio< araphie Schubert's dieselben übersichtlich zusammengestellt. Dabei muß bemerkt werden, daß viele der von Schubert componirten Lieder Mayrdofer 's in die von Feuch« tersleben besorgte Ausgabe der „Gedichte" Mayrhofer 's nicht aufgenommen worden sind. und sich daher diese zweite und die erste Ausgabe ergänzen. Die von Schubert comvonüten Gedichte M.'s sind: „Mernnon", — „Antigone und Oedip". — „Sehnsucht", — „Erlassee", — „Am Strome". — „Der Alpenjäger", — „Auf der Donau", — „Der Schiffer". — „Wie Ulfru fischt", — „Schlum. merlied". — „Die zürnende Diana", — „Nachtstück". — „Lied eines Schissers M die Dioskuren", — „Aus Helioftolis", — „Ivhi- genia". — „Die Stcrnenmächte", — „Orest auf Tauris", — „Der entführte Orest", — „Philoklrt". — „Freiwilliges Versinken". — „Fahrt zum Hades", — „Abendstern", — „Licbcsend". — „Der Einsame". — „Auflö' jung", — „Lcnnbertine", — „Heliopulis", — „An oie Freunde", — „Zum Punsch", — „Au^enlied". l^Dic bisher angeführten sino bercitö im Stiche erschienen.^ Noch ungcoruckt sind: „Dcr Gondelfahrer", — „Abschied, Wall. fahrtSlied", — „Rückweg", — „Der Fürstin Äbendlico". — „Am See", — „Nach rinem Gewitter", — „Nachwiolen". — „Alte Liebe rostet nie". Maprhofer, Johann Nepomuk (B l u- menmaler, geb. zu Oberneukirchen in Oesterreich ob der Enns im Jahre 1764," gest. zu München im Jahre 4832). Den ersten Unterricht in der Malerei erhielt M. bei Hasl inger in Linz. Dann begab er sich nach München, wo er auf der Akademie seine Kunststudien fortsetzte. Er widmete sich ausschließlich der Blumenmalerei und leistete, darin so Ausgezeichnetes, daß er fortwahrend reiche Beschäftigung hatte. Seine Blu- men- und Fruchtstücke, in welcben sich mit technischer Meisterschaft große Natur» treue und eine außerordentliche Friscbe d^r Farben vereinigen, waren sehr ge» sucht, und durften in keiner Sammlung oder als decorativer Schmuck in Pracht» gemachern fehlen. M. war aber nicht
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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