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Mayrhofer 191 Mayrhofer
bloĂ als Blumenmaler an und fĂŒr sich
thÀtig, er beschÀftigte sich mit diesem
Zweige seiner Kunst noch nach zwei
Seiten, nÀmlich wissenschaftlich und dann
im Hinblicke auf-den Unterricht. So gab
er denn hinsichtlich der letzteren Richtung
die zwei Arbeiten' âAnleitung zur Nwmen-
malern" (MĂŒnchen 1816, Fol.) und
âIllrlegMiMer zur Nlnmenznchiiung" (ebd.
1822. Fol.) heraus. Als Fruckt seiner
Vorliebe fĂŒr naturhistorische Abbildungen
sind aber die folgenden zwei Sammlun-
gen zu betrachten:
dii 1816-1820, I^
es gibt schwarze und schön ausgemalte
Exemplare (Preis der ersteren war 141,
der letzteren 230 Thlr.) und â
obii 1820-1822, I'ol.), welches er mit
A. Sterler zugleich herausgab. M.'s
lilhographirte Prachtblumen gehören zu
den ersteren gelungenen Erzeugnissen des
MĂŒnchener Steindruckes in der Anstalt
des Professors Mi t ter er. Das MĂŒl»
ler .K lunz inger'sche Werk: âDie
KĂŒnstler aller Zeiten und Völker" gibt
die Abbildung des Monogrammes, des-
sen sich Mayrhofer bediente.
Die KĂŒnstler aller Zeiten und Völker. Bcgon»
nen von Prof. Fr. MĂŒller, fortgesetzt von
Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1860,
Ebner u. Seubert, gr.8".) Bd. I I I , S 33. -
Nagler (G. K. Vi-.), Neues allgemeines
KimstlcoLenkon (MĂŒnchen 18«ii, E.A.Fleisch,
mann, 8<>.) Bd. VIII, S. 300.
Mayrhofer, Sebastian Joseph (Ti-
roler Landesvertheidiger, Has-
p inge r's Adjutant, geb. zu Ko llin ann
in der Pfarre Villanders, zwischen Botzen
und Brixen, in Tirol im Jahre 1788,
nach Anderen 1789. gest. zu Salzburg 9. November 1864). âSchlichter Leute
Sohn" , wie sein Biograph schreibt,
wollte er eben nach vollendeten Mittel«
schulen das Studium der Rechte begin»
nen. als es im Jahre 1809 m Tirol
losbrach. B^i einer Studenten.SchĂŒtzeN'
Compagnie an der Scharnitz trat M.
als Corporal ein und zog mit derselben
nach Mittenwald, sie wurde jedoch
bald zurĂŒckberufen. Im Mai erhielt die
Compagnie Befehl, auf der Ellbogner«
straĂe nach Hall und weiter vorzurĂŒcken.
Indessen aber drÀngten die durch das
Unterinnthal heranmarschirenden Bayern
die wonigen Soldaten und die Studen«
ten-Compagnie nach Innsbruck zurĂŒck.
Dort löste die Compagnie sich auf. M.
begab sich nun zu seinen Eltern nach
Kollmann. Da und in dem benachbarten
Villanders wurde eben die Bildung von
SchĂŒtzen-Compagnien in Angriff genom»
men. Die Villanderer Compagnie wÀhlte
den jungen Mayrhofer znm Haupt»
mann. Einem Artikel des Znaimer Was»
fenstillstandes gemÀà hatte das öfter»
reichische MilitÀr Tirol gÀnzlich zu rÀu-
men. Das lange noch nicht entmuthigte
Landvolk war aber ganz anderen Sinnes,
vertraute auf seine eigene Kraft und diese
Stimmung war bald die allgemeine.
Hauptmann M. mit seiner Villanderer
Compagnie erhielt Befehl, durch das
Pusterthal nach Karnthen zu marschiren,^
um den italienisch.französischen Gene»
ral Rusca, der in Sachsenblftg sein
Quartier aufgeschlagen hatte, zu be«
unruhigen. Auf diesem Zuge traf M.
mit Haspinger sBd. VI I I , S. 34 j^
zusammen, der, wie Haspinger selbst
sagte, den jungen Mann nunmehr im
Auge behielt. Die Lage der Tiroler
war eine miĂliche: der Marschall 3e>
febre war (30. Juli) bis Innsbruck
vorgedrungen und beabsichtigte durch die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon